Wolfenbüttels Jugendfreizeitzentrum soll saniert werden

Wolfenbüttel.  Für die umfassende Sanierung des Jugendfreizeitzentrums und des Lehrschwimmbeckens hofft die Stadt auf Zuschüsse des Bundes.

Das städtische Lehrschwimmbecken in der Doppelturnhalle am Landeshuter Platz kann derzeit nicht genutzt werden.

Das städtische Lehrschwimmbecken in der Doppelturnhalle am Landeshuter Platz kann derzeit nicht genutzt werden.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Die Stadt will gleich zweimal vom Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ profitieren. Die Verwaltung wurde jetzt vom Finanzausschuss beauftragt, jeweils eine Projektskizze für die Sanierung des Jugendfreizeitzentrums sowie des Lehrschwimmbecken in der Doppelturnhalle am Landeshuter Platz vorzubereiten und bis zum 30. Oktober fristgerecht beim Bund einzureichen. Dazu waren auch noch Ratsbeschlüsse erforderlich, die am Mittwoch vom Rat in der Lindenhalle gefasst wurden.

Beide Sanierungsmaßnahmen erfordern Millionenbeträge. Für das Jugendfreizeitzentrum am Harztorwall wurden Gesamtkosten von drei Millionen Euro errechnet. Zusätzlich zur Bundesförderung sollen deshalb bei dieser Sanierungsmaßnahme Fördermöglichkeiten des Landes Niedersachsen von der Verwaltung geprüft werden.

Das Jugendfreizeitzentrum wurde 1976 errichtet und entspricht in seiner Konzeption und dem baulichen Zustand dem Zeitgeist der 70er-Jahre, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung zu diesem Sanierungsprojekt. Der bauliche Zustand der Sanitäranlagen, die Ver- und Entsorgung, der energetische Zustand und die Fassade nebst der übrigen technischen Gebäudeausrüstung erfordern laut Verwaltung eine grundlegende Sanierung. Ziel der Sanierung soll laut Verwaltung sein, dass die Einrichtung urbaner Mittelpunkt und Anlaufstation für Jugendliche mit Strahlkraft weit in den Landkreis wird.

Das zweite Großprojekt betrifft das Lehrschwimmbecken in der Doppelturnhalle am Landeshuter Platz. Das Becken dient normalerweise Schulen und Vereinen als Übungs- und Kursbecken, kann derzeit aber nicht genutzt werden, da die Belüftungssituation in den Umkleiden einen sicheren Betrieb des Lehrschwimmbeckens nicht ermöglicht, so Stadtrat Thorsten Drahn vor einigen Tagen im Schulausschuss.. Die Anlage wurde in den 60er-Jahren errichtet. Die Wasseraufbereitungstechnik wurde zuletzt 2003 überarbeitet. Insgesamt sei die Anlagentechnik in die Jahre gekommen und entspreche nicht mehr dem Stand der Technik, so dass eine umfangreiche Sanierung Sinn macht. Da das Lehrschwimmbecken neben dem Stadtbad Okeraue die einzige Hallenbadeinrichtung im Landkreis Wolfenbüttel darstellt, ist sie als Lernstätte für das Schwimmen von enormer Bedeutung. Derzeit geht die Verwaltung von einem Sanierungsaufwand von etwa 1,6 Millionen Euro aus.

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