„Viele Wolfenbütteler tragen den Mundschutz falsch“

Wolfenbüttel.  Polizeisprecher Frank Oppermann kritisiert das falsche Tragen des Mundschutzes. Ab Montag ist das Tragen im ÖPNV und Einzelhandel Pflicht.

Die Wolfenbütteler Fußgängerzone ist am ersten Samstag nach den Lockerungen für Geschäfte in der Corona-Zeit gut besucht. 

Die Wolfenbütteler Fußgängerzone ist am ersten Samstag nach den Lockerungen für Geschäfte in der Corona-Zeit gut besucht. 

Foto: Tobias Schneider

Schlangen vor den Läden, reges Treiben auf der Langen Herzogstraße und ein gefüllter Markt vor dem Schloss: Die Wolfenbütteler Innenstadt war am ersten Samstag nach den Lockerungen für Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche gut besucht. Einige Innenstadt-Besucher und Marktgänger trugen bereits einen Mund-Nasen-Schutz, um sich und vor allem Dritte vor dem Coronavirus zu schützen.

„Viele Wolfenbütteler tragen den Mundschutz falsch“, sagt Wolfenbüttels Polizeisprecher Frank Oppermann gegenüber unserer Zeitung. „Wenn die Nase frei bleibt oder der Schutz unters Kinn gezogen wird, bringen solche Maßnahmen nichts.“

Grundsätzlich habe es aber wenig Probleme mit Ladeninhabern gegeben, die sich nicht an die 800 Quadratmeter-Regel gehalten haben. „Wir suchen zunächst auch erst den Dialog und weisen die Menschen auf die Verordnung des Landes Niedersachsen hin“, sagt Oppermann.

Wolfenbütteler halten sich an Regeln

Seit vergangenen Montag dürfen Verkaufsstellen und Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ihre Türen für Kunden öffnen. Die Ladeninhaber sind verpflichtet, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden sicherzustellen. Es dürfen sich auch nur so viele Kunden in den Verkaufsräumen befinden, dass durchschnittlich zehn Quadratmeter Verkaufsfläche je anwesender Person gewährleistet ist, heißt es in der Verordnung des Landes Niedersachsen. Daran hielten sich die meisten Wolfenbütteler, sagt Oppermann.

Wenn ab Montag die Mundschutzpflicht für den ÖPNV und für den Einzelhandel gilt, bittet Oppermann um das richtige Tragen des Schutzes: „Man schützt damit nicht nur sich selbst, sondern viel mehr unseren Gegenüber.“ Zudem weist er darauf hin, dass auch der Besuch der örtlichen Polizeidienststelle mit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwingend mit sich ziehe. Auch der Besuch des Wochenmarktes ist ab sofort nur noch mit einem geeigneten Mundschutz möglich.

Abstandsregel gilt weiterhin

Vorgeschrieben ist eine Mund-Nasen-Bedeckung, die eine Ausbreitung von Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache verringern können. Es müsse also keine Maske getragen werden – zulässig seien auch Schals, Tücher oder ähnliches, heißt es in der Verordnung des Landes Niedersachsen. Personen, denen der höhere Atemwiderstand gesundheitliche Probleme aufgrund von Vorerkrankungen verursacht, sind von der Verpflichtung ausgenommen, heißt es weiter. Weiterhin gilt aber die Abstandsregeln einzuhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Corona im Landkreis Wolfenbüttel- Die Fakten auf einen Blick

167 Corona-Infizierte im Landkreis

Laut dem Landkreis Wolfenbüttel gibt es zurzeit 167 Corona-Fälle. Davon sind 105 Personen wieder genesen. Acht Personen, bei denen ein Test auf eine Infektion positiv ausfiel, sind verstorben (Stand 25. April). Sechs der Todesfälle kommen aus dem Pflegeheim der Grotjahn-Stiftung in Schladen. In dieser Woche werden infizierte Bewohner, die auf dem Weg der Besserung sind, beprobt. Es soll ermittelt werden, ob die Erkrankung überstanden ist, teilt die Stiftung mit.

4717 Infizierte in Niedersachsen – 23 Corona-Tote in Wolfsburg

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