Corona im Landkreis Wolfenbüttel: Die Fakten auf einen Blick

Wolfenbüttel.  Der Inzidenzwert im Landkreis liegt bei 52,5. Es gibt ein erstes Fazit zum Impfzentrum an der Schweigerstraße.

Lesedauer: 9 Minuten
Impfkommission empfiehlt flexiblere Reihenfolge bei Corona-Impfungen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) plädiert dafür, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen nicht allzu starr einzuhalten. In allen Impfzentren sollte es Listen dafür geben, "wer an die Reihe kommt, wenn Dosen übrig bleiben", sagte Stiko-Chef Thomas Mertens in einem Interview.

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Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Wolfenbüttel nach wie vor im Griff. Die Zahl der Infizierten ist weiterhin hoch. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Landesregierung eine aktuelle Allgemeinverfügung erlassen. Im Folgenden berichten wir über die Konsequenzen für den Landkreis Wolfenbüttel und die aktuellen Geschehnisse.

Corona in Wolfenbüttel: Wie lauten die aktuellen Zahlen?

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Wolfenbüttel (Stand: 26. Februar):

  • Im Landkreis Wolfenbüttel sind 1683 (+10) Fälle nachgewiesen worden.
  • Davon sind mittlerweile 1484 (+8) Personen wieder genesen
  • 128 (+2) Personen sind aktuell mit dem Virus infiziert.
  • 71 (+0) Personen sind verstorben.
  • Der Inzidenz-Wert liegt bei 52,5 (Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen).
  • Wie die Inzidenz-Werte in der Region aussehen, finden Sie unten in einer interaktiven Karte.

Alle tagesaktuellen Zahlen vom Landkreis gibt es hier.

Unsere aktuellen Beiträge zur Lage im Landkreis Wolfenbüttel:

Bisher wurden 1629 Menschen im Wolfenbütteler Impfzentrum geimpft. Bald dürfen sich auch die 70- bis 80-Jährigen impfen lassen.

Wolfenbütteler Geschäftsleute befürchten Pleitewelle, wenn der Lockdown anhält.

Philipp Ballschuh vom Summertime-Festival spricht mit unserer Zeitung über die ersten Pläne für das Musikfest im Sommer.

Zwei Monate nach der Fertigstellung geht das Impfzentrum Wolfenbüttel an den Start. Auch weiterer Impfstoff wird erwartet.

Die Situation vieler Restaurants, Cafés und Hotels in Stadt und Kreis Wolfenbüttel verschärft sich. Viele befinden sich an der Grenze der Belastbarkeit.

Wolfenbütteler DRK-Vorstand lässt sich gegen Corona impfen. Nun ruhen seine Ämter. Auch strafrechtliche Konsequenzen sind möglich.

Kulturschaffende aus der gesamten Region demonstrieren in Braunschweig. 32 Wolfenbütteler sind dabei.

Ab 1. März können in Wolfenbüttel wieder Haare geschnitten werden. Die Telefone laufen bereits heiß.

63 Wolfenbütteler Unternehmen erhielten Corona-Hilfen. Wie Unternehmen, aber auch Studenten profitiert haben, lesen Sie hier.

Der verschärfte Lockdown

Obwohl die Corona-Zahlen in Niedersachsen auch nach einem Wiederanstieg noch immer unter dem Niveau etlicher anderer Bundesländer liegen, gilt seit Sonntag, 10. Januar; der verschärfte Lockdown. Diesen haben Bund und Länder bis zum 7. März verlängert. Das bedeutet: Schulen und Kitas sollen weiter grundsätzlich geschlossen bleiben, mit Ausnahme mancher Jahrgänge. Die Öffnung der Schulen bleibt aber Ländersache. Auch die Kontaktregeln bleiben gleich. Es gilt weiterhin: In Geschäften und ÖPNV eine medizinische Maske tragen und, wenn möglich, ins Homeoffice zu wechseln.


Gibt es eine Maskenpflicht in Wolfenbüttel?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Seit dem 29. Oktober gilt in der Stadt Wolfenbüttel die Pflicht zum Tragen einer Maske. Diese ist räumlich beschränkt auf die Lange Herzogstraße, die Bärengasse, die Krambuden, den Großen Zimmerhof und die Löwenstraße. Sie gilt täglich zwischen 7 und 23 Uhr. Verstöße gegen diese gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. In der Fußgängerzone darf eine Alltagsmaske getragen werden. Sobald aber ein Geschäft betreten wird, muss eine FF2-Maske oder OP-Maske getragen werden.

Wolfenbütteler Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren regelmäßig in der Fußgängerzone

Auch in Hornburg gilt eine Maskenpflicht. In der Marktstraße sind von 9 bis 18 Uhr jederzeit die Atemwege zu bedecken. Das bestimmen die Verordnungen der jeweiligen Städte.

Die Verordnung des Landes, die auch für den Kreis als Ganzen gilt, sieht ebenfalls Masken vor. In Geschäften und Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) gilt demnach eine Maskenpflicht. Die Fahrer der Verkehrsmittel sind ausgenommen. Bei Veranstaltungen, Versammlungen und ähnlichen Events im Freien muss ebenfalls eine Maske getragen werden.

Als Maske kann ein handelsüblicher Mundschutz, aber auch ein Schal, ein Tuch oder ein Buff genutzt werden. Bedingung ist, dass die Maske Mund und Nase bedeckt und eng anliegt. So können Tröpfcheninfektionen durch Husten oder Niesen verhindert werden.

Ausnahmen: Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und dies durch ein ärztliches Attest oder ein vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, und Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Wer wird auf Corona getestet?

Die Entscheidung, wer getestet wird, trifft der Hausarzt, beziehungsweise der Bereitschaftsarzt. Die Ärzte orientieren sich dabei an den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI). Die Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie etwa erhöhte Temperaturen, Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Kurzatmigkeit. Wenn diese Symptome vorliegen und wenn eine dieser beiden Kriterien zutrifft, sollte eine Testung erfolgen: wenn es bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten positiven Fall gab oder wenn es Hinweise auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) und einen Zusammenhang mit anderen gehäuft aufgetretenen Lungenentzündungen in einer Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus gibt. Beide oben genannte Konstellationen sind sogenannte begründete Verdachtsfälle.

Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Was passiert während einer Quarantäne?

Während einer Quarantäne darf das Haus nicht verlassen werden – auch nicht für kurze Zeit oder um Besorgungen zu erledigen. Betroffene können Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn bitten, ihnen zu helfen und beispielsweise Lebensmittel zu besorgen, die dann vor der Haustür abgestellt werden können. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Gesundheitsamt über das Deutsche Rote Kreuz eine Versorgung veranlassen. Um den Gesundheitszustand der Betroffenen im Blick zu behalten, stehen das Gesundheitsamt und die Betroffenen in Kontakt. Sollten sich Symptome, wie beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur, abzeichnen, wird ein Test auf das Coronavirus veranlasst.

Auch in der Quarantäne ist es möglich, soziale Kontakte zu pflegen – nur eben nicht persönlich. Eine Quarantäne kann unter Umständen auch psychisch belastend sein, daher ist es wichtig, dass Betroffene im Austausch und Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon und Internet bleiben.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf den Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Die wichtigsten Telefonnummern im Fall einer möglichen Infektion:

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte oder in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war sollte seinen Hausarzt anrufen! Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Die Risikogebiete werden auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts täglich aktualisiert.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages).

Informationen für Unternehmen

Infos zu wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Fördermöglichkeiten für betroffene Unternehmen gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter (030) 18615-1515 und beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium unter (0511) 120-7872.

Mehr zum Thema Corona:

Unsere Redaktionen sammeln alle wichtigen Infos zum Coronavirus auf lokalen FAQ-Seiten, die stets aktualisiert werden. Online sind die Überblicke aus Braunschweig, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel, aus Gifhorn, aus Salzgitter, aus Peine und Helmstedt sowie aus Osterode.

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