Unternehmer stellt für Start-ups Serverleistung bereit

Wolfenbüttel  Sebastian Bluhm will Existenzgründer unterstützen. Er stellt ihnen kostenlos Serverkapazität zur Verfügung. Vor 18 Jahren fing er selbst klein an.

Sebastian Bluhm (Mitte) unterstützt Unternehmensgründer an der Ostfalia.

Sebastian Bluhm (Mitte) unterstützt Unternehmensgründer an der Ostfalia.

Foto: Kai-Uwe Ruf

Vor 18 Jahren gründete Sebastian Bluhm seine erste eigene Firma. In der Zwischenzeit ist der Wolfenbütteler ein erfolgreicher Unternehmer in der Computerbranche und will anderen jungen Gründern beim Start in die Selbstständigkeit helfen. Studenten und Absolventen der Ostfalia-Fachhochschule und der TU Braunschweig bietet er 18 Monate lang kostenlose Rechnerkapazitäten auf den Servern seines Unternehmens an.

Profihost heißt die Firma, die er 1998 mit seinem Bruder Cristoph und seinem ehemaligen Schulkameraden Stefan Priebe gründete. Das Unternehmen vermietet Serverkapazitäten für Internetauftritte und Onlineshops. Etwa 16 000 Kunden und 3000 Online-Shops betreue die Firma mit Sitz in Hannover an der Expo-Plaza, erzählt er.

Serverkapazitäten seien für moderne Unternehmensgründer existenziell wichtig, betont Reza Asghari, Leiter des Gründerzentrums von Ostfalia und TU Braunschweig: „Alle Gründer brauchen Internetseiten, und wer E-Commerce betreibt, ist in besonderem Maße auf Serverkapazitäten angewiesen.“ Je nach Bedarf könne man Speicherplatz auf einem Server mieten, erklärt Bluhm. Die nachgefragten Kapazitäten seien ganz unterschiedlich – genau wie die Kosten die entstehen. Für eine Internetseite bezahle man etwa 10 Euro im Monat, einen Online-Shop könne man für 30 bis 40 Euro pro Monat betreiben.

Genau diese Kosten wolle er Unternehmensgründern ersparen. „As wir anfingen, gab es noch kein Institut für Unternehmensgründung, wir finden diese Unterstützung aber sehr wichtig. Wir wollen der Hochschule etwas zurückgeben“, sagt er.

Ganz klein habe er und seine beiden Schulkameraden vom Theodor-Heuss-Gymnasium ende der 90er Jahre begonnen, erzählt er. Stefan Priebe habe in einem Zimmer im Elternhaus losgelegt, später habe man ein Büro am Exer gemietet und sei dann weiter an die Lindener Straße umgezogen.

In der Zwischenzeit beschäftige das Unternehmen rund 40 Mitarbeiter. Mit dem Firmensitz sei man in die Nähe der Server gezogen, die man in Hannover betreibe. Dass die Rechner nicht im Ausland stehen, sei vorteilhaft, weil es Vertrauen bei Kunden schaffe, lobt Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia, das Konzept.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder