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Zur Öffnung von Pflegeeinrichtungen sind dringend mehr Corona-Tests erforderlich / Katrin Göring-Eckardt besucht Pflegeeinrichtung in Gerstungen

Erfurt (ots) - Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und Abgeordnete in Thüringen, Katrin Göring-Eckardt, hat am heutigen 7. Juli 2020 das Pflegecentrum Sonnenschein in Gerstungen besucht. Dessen Leiterin Margit Benkenstein, gleichzeitig Vorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) in Thüringen, schilderte der Abgeordneten die aktuellen Herausforderungen, vor denen stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen im Freistaat stehen, und erläuterte: "Wir wollen regelmäßige Tests für Mitarbeiter in der Pflege und für pflegebedürftige Menschen. Beide gehören zu den besonderen Risikogruppen. Hier brauchen die Pflegeeinrichtungen vor weiteren Lockerungen verlässliche Bedingungen." Anlässlich ihres Besuches in der Pflegeeinrichtung erklärte Katrin Göring-Eckardt: "Die Grundprobleme im Bereich der Pflege sowie anderer Sozial- und Gesundheitsberufe werden durch die Krise nun stärker offengelegt als schon zuvor. Diese Berufe brauchen endlich mehr Wertschätzung und Anerkennung, damit die Beschäftigten mehr für die Menschen da sein können, die sich in ihrer Obhut befinden. Unsere öffentlichen Gesundheitsdienste brauchen endlich mehr Geld aus dem Bundeshaushalt, Pflegeeinrichtungen mehr finanzielle Unterstützung bei Corona-Tests und Schutzmaßnahmen und die Pflegekräfte endlich die lang versprochenen Prämien für die harte Arbeit, die sie leisten."

Das Pflegecentrum Sonnenschein mit seinen 90 Beschäftigten sowie 62 stationär und circa 100 ambulant betreuten Pflegebedürftigen ist bislang gut durch die Krise gekommen. "Das Coronavirus und die daraus folgenden Erkrankungen haben den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, aber insbesondere den Pflegeeinrichtungen mit ihren Mitarbeitenden viel abverlangt. Wir haben geliefert; nun muss der Schutz vor Ansteckungen weiterhin im Mittelpunkt stehen", so Margit Benkenstein. Auch jeder Schritt zur weiteren Öffnung des Pflegeheims für mehr Besuche von Angehörigen sei verbunden mit großer Sorge vor Neuinfektionen. Um hier eine lückenlose Kontrolle zu haben, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder aufgefordert, für regelmäßige Corona-Tests in sensiblen Bereichen vorzusorgen. Und genau hier hake es, kritisiert Margit Benkenstein: "Während unser Nachbarland Bayern Tests für alle ankündigt, gelingt die zügige Umsetzung von Corona-Tests auch bei symptomfreien Beschäftigten und Pflegebedürftigen vor Ort noch nicht."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 250 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter, Tel.: 0361/653 86 88, www.bpa.de

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