Niedersachsen: Hilfsfonds für Autozulieferer bei Corona-Verlusten

Autozulieferer sollen einen ergänzenden Hilfsfonds des Landes nutzen können.

Autozulieferer sollen einen ergänzenden Hilfsfonds des Landes nutzen können.

Foto: Jens Büttner / dpa

Hannover.  Das Programm „NTransformation Kfz-Zulieferer“ umfasst 30 Millionen Euro. Die NBank übernimmt die Organisation und entscheidet bei der Vergabe mit.

Autozulieferer mit Sitz in Niedersachsen sollen im Fall von Corona-Verlusten bei gleichzeitig akutem Kapitalbedarf jetzt einen ergänzenden Hilfsfonds des Landes nutzen können. Das Programm „NTransformation Kfz-Zulieferer“ habe zunächst einen Umfang von 30 Millionen Euro, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in Hannover mit. Es geht um Beteiligungen eines entsprechenden öffentlichen Fonds von bis zu 5 Millionen Euro pro Firma. Damit sollen das Eigenkapital kurzfristig aufgestockt und so auch die Chancen für weitere Kredite erhöht werden. Die landeseigene NBank übernimmt die Organisation, sie entscheidet auch bei der Vergabe mit.

Ziel ist es, unter Druck geratenen Unternehmen der Zulieferbranche die nötigen Investitionen etwa in Digitalisierung oder die Fertigung von Teilen für Elektroantriebe zu erleichtern. Besonders kleine und mittelgroße Betriebe haben dabei Schwierigkeiten, zumal für die Weiterbildung der Belegschaften oft viel zusätzliches Geld ausgegeben werden muss. Um von dem niedersächsischen Fonds gefördert zu werden, müssen sie allerdings auch konkrete Corona-Einbußen nachweisen. Zur Ausweitung der Mittel könnten bald private Investoren hinzukommen.

1,5 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2024

In Niedersachsen ist die Branche der größte industrielle Arbeitgeber, allein hier beschäftigt sie etwa eine Viertelmillion Menschen. Der Bund fördert die Zulieferindustrie mit weitaus größeren Summen. Mitte Februar war das länger geplante Strukturwandel-Programm abschließend aufgestellt worden. Hier geht es um insgesamt 1,5 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2024. Die Hilfen gehen zum Teil zurück auf das im vergangenen Sommer beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung.

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