VfL-Frauen

VfL-Frauen: Klappt’s wieder mit dem „Geist der Klosterpforte“?

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Tommy Stroot (Mitte) hat im Trainingslager in der Klosterpforte erstmals fast sein komplettes Team zusammen, auch die EM-Fahrerinnen steigen wieder ein, sollen den "Geist der Klosterpforte" gleich aufsaugen. 

Tommy Stroot (Mitte) hat im Trainingslager in der Klosterpforte erstmals fast sein komplettes Team zusammen, auch die EM-Fahrerinnen steigen wieder ein, sollen den "Geist der Klosterpforte" gleich aufsaugen. 

Foto: Darius Simka / regios24

Wolfsburg.  Samstag bricht der Tross der Wolfsburger Fußballerinnen ins Trainingslager nach Harsewinkel auf. Damit ist der VfL schon im Vorjahr bestens gefahren.

Mit kurzzeitigen Keeperinnen-Sorgen, aber ganz viel Vorfreude reisen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Samstag ins Trainingslager ins Hotel Klosterpforte in Harsewinkel (bei Gütersloh), wo auch schon im Vorjahr eine Woche lang geübt wurde. Kurze Anreise, das gesamte Team für acht Tage zusammen – und seit vergangenem Jahr auch den speziellen „Geist der Klosterpforte“. In einer einmal mehr schwierigen Vorbereitung hat Tommy Stroot die Spielerinnen des nationalen Doublesiegers erstmals (fast) komplett zusammen. Der VfL-Coach erhofft sich viel von den kommenden Tagen.

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Der 33 Jahre alte Trainer würde es wohl unterschreiben, wenn die kommende Saison ähnlich läuft wie seine erste in Wolfsburg, als der VfL Meister und DFB-Pokalsieger wurde, zudem das Halbfinale der Champions League erreichte. „Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass ich durchaus Rituale und feste Situationen mag“, sagt der Coach, der auch nichts dagegen hat, wenn sein Team den Geist der Klosterpforte wieder mit in die Saison nimmt. „Die Klosterpforte hat uns extrem gut gefallen, wir haben keinen Reisetag und das in nur wenigen Trainingstagen, die wir bis zur nächsten Länderspielphase haben. Von daher hat sich das angeboten, wieder dorthin zu fahren, und die Zeit maximal nutzen können“, so der Trainer.

Tommy Stroot: Wollen als Team zusammenwachsen

Auf dem Programm steht vieles, denn die Zeit ist während der Vorbereitung wegen der EM, bei der insgesamt 15 Wolfsburgerinnen im Einsatz waren, eng bemessen. Und rund zwei Wochen nach dem Trainingslager gibt’s die nächste Abstellungsphase für die Nationalspielerinnen, Deutschland will dann sein Ticket für die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland im kommenden Jahr lösen. Es gilt also, in den kommenden Tagen die Neuzugänge Jule Brand (TSG Hoffenheim), Marina Hegering, Kristin Demann (beide Bayern München) und Sara Agrez (Turbine Potsdam) bestmöglich zu integrieren. Rückkehrerin Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) wird mindestens die ersten Tage verpassen, weil sie am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Daraus ergibt sich auch ein Keeperinnen-Problem, da aus dem aktuellen Kader nur Lisa Weiß zur Verfügung steht. Neben Frohms stehen auch Katarzyna Kiedrzynek (Muskelverletzung) und Julia Kassen (mit Deutschland bei der U20-WM in Costa Rica) nicht zur Verfügung. Kiara Beck und Jolina Zamorano aus der eigenen U20 fahren zunächst mit nach Harsewinkel. Stroot sagt mit Blick auf die Spielerinnen, die zur Verfügung stehen: „Final müssen wir die Kadersituation abwarten, bis alle Testungen gelaufen sind. Es kann durchaus sein, dass am Samstag einige Spielerinnen nicht voll belastbar sein werden, was mit den EM-Belastungen zu tun hat.“ Der Coach weiter: „Das ist aber kein Problem, weil es für uns einerseits darum geht, als Team zusammenzuwachsen, einander kennenzulernen und die neuen Spielerinnen ins Team und in die Spielidee zu integrieren. Andererseits legen wir die Schwerpunkte auf unsere Spielidee, wollen die Mädels in das zurückholen, was wir in der vergangenen Saison hatten.“

Jule Brand sagt mit Blick auf das Trainingslager: „Ich freue mich schon sehr, die Mannschaft kennenzulernen und auf das erste Training.“ Erleichtert hat ihr den Einstieg beim VfL, dass sie viele Spielerinnen schon aus der Nationalmannschaft kennt, Lena Lattwein und Tabea Waßmuth zudem schon aus Hoffenheim: „Lena hat mich in Wolfsburg schon herumgefahren, mir alles gezeigt.“

Eindhoven-Test zum Trainingslager-Abschluss

Ein Teamevent ist geplant, und am Freitag (16 Uhr, live bei Wölfe-TV) steigt ein Testspiel in Beckum gegen die PSV Eindhoven aus den Niederlanden. Die weiteren Tests im Laufe der Vorbereitung: Am 26. August (18 Uhr) geht’s im dänischen Sonderborg gegen Bröndby Kopenhagen und am 2. September (15.30 Uhr) – dann ohne die Nationalspielerinnen – gegen Twente Enschede im AOK-Stadion.

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