Neue Ausfälle – VfL-Frauen aber wieder mit Rolfö nach Bochum

Wolfsburg.  Eine ist in Corona-Isolation, eine verhindert und eine noch verletzt: Kiedrzynek, Popp und van de Sanden fehlen im Pokal gegen Drittligist Bochum.

Wolfsburgs Schwedin Fridolina Rolfö (vorn) steht vor ihrem Comeback. Ihre Gehirnerschütterung hat sie überwunden.

Wolfsburgs Schwedin Fridolina Rolfö (vorn) steht vor ihrem Comeback. Ihre Gehirnerschütterung hat sie überwunden.

Foto: Darius Simka / regios24

Einem Comeback stehen beim VfL Wolfsburg zwei neue Ausfälle gegenüber. Die Schwedin Fridolina Rolfö hat ihre Probleme nach einer vor Wochen erlittenen Gehirnerschütterung nun in der Länderspielpause der Frauenfußball-Bundesliga endlich überwunden und ist einsatzbereit. Aber: Die Niederländerin Shanice van de Sanden (private Gründe) und die polnische Torfrau Katarzyna Kiedrzynek (Corona-Quarantäne) stehen am Wochenende nicht zur Verfügung. Gut, dass es am Samstag (Anpfiff 14 Uhr) in der 2. Runde des DFB-Pokals nur zum Drittligisten VfL Bochum geht.

Zum Glück ist Kiedrzynek selbst nicht positiv. Allerdings war während ihres Aufenthalts bei der polnischen Nationalmannschaft bei Mitspielerinnen das Virus nachgewiesen worden. „Deshalb ist Katarzyna vorzeitig abgereist“, sagt VfL-Trainer Stephan Lerch. Erst am Montag erwartet er die Torhüterin zurück im Mannschaftstraining. Bis dahin werde sie isoliert vom VfL-Team. Im Kasten steht deshalb Friederike Abt, als Ersatz reist Julia Kassen mit nach Bochum.

Popp hat noch Schmerzen

Auch weiterhin nicht zurück in den gemeinsamen Einheiten ist Kapitänin Alexandra Popp. Ihre Kapselverletzung im Sprunggelenk schmerzt noch, berichtet der Coach. Zwischen den Zeilen klingt es auch so, als ob es durchaus fraglich ist, dass die Leistungsträgerin rechtzeitig zum Bundesliga-Spitzenspiel des Tabellenzweiten am Freitag, 6. November (19.15 Uhr), beim direkten Verfolger Turbine Potsdam einsatzbereit ist.

Ansonsten gibt es aber erfreulicherweise keine weiteren Hiobsbotschaften. Die zuletzt unterwegs gewesenen Nationalspielerinnen meldeten keine Verletzungen oder Wehwehchen nach ihrer Rückkehr. Zwar will Lerch aus Gründen der Belastungssteuerung Spielerinnen wie den noch am Dienstag für Norwegen im Einsatz gewesenen Ingrid Engen und Karina Sævik gegebenenfalls etwas Schonung verordnen. Aber ein B-Team aus Reservistinnen plant er nicht, gegen den krassen Außenseiter Bochum auf den Platz zu schicken.

Die Erklärung dafür klingt einleuchtend. „Wir wollen das Pokalspiel nutzen, um schnell wieder in den Rhythmus zu kommen. Deswegen werde ich keine großen Experimente machen. Eine volle Rotation gibt es nicht“, sagt Lerch. Nach dem Potsdam-Match wartet nur eine Woche später am 15. November das vielleicht schon vorentscheidende Gipfeltreffen mit Spitzenreiter Bayern München. Bis dahin müssen de Automatismen wieder funktionieren.

„Schade“ findet Lerch, dass durch die erfolgte Verschärfung der Corona-Regeln vorerst wieder keine Fans in den Stadien sein dürfen. „Persönlich macht es mich ein stückweit traurig, dass wir nun wieder an diesem Punkt stehen. Die Zuschauer hatten zuletzt schon wieder viel ausgemacht. Aber wir sind nach wie vor dankbar, dass wir unseren Job ausüben können.“ Und das soll in Bochum nach Möglichkeit so aussehen, dass der VfL souverän gewinnt. Denn: „Wir sind der ganz klare Favorit.“

DFB-Pokal, 2. Runde:
VfL Bochum – VfL Wolfsburg,
Samstag, 14 Uhr, Ruhrstadion (live als Stream auf Wölfe-TV).

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