Frauen-WM 2027 in Wolfsburg? Weilmann würd’s machen

Wolfsburg.  Der Projektleiter der Stadt für die WM 2011 sieht viele positive Aspekte, wenn sich Wolfsburg erneut als Standort bewerben würde.

Dennis Weilmann war 2011 bei der Frauenfußball-WM Projektleiter der Stadt Wolfsburg. Der jetzige Erste Stadtrat würde eine erneute Wolfsburger Bewerbung für die WM 2027, die Deutschland mit den Niederlanden und Belgien ausrichten möchte, begrüßen.

Dennis Weilmann war 2011 bei der Frauenfußball-WM Projektleiter der Stadt Wolfsburg. Der jetzige Erste Stadtrat würde eine erneute Wolfsburger Bewerbung für die WM 2027, die Deutschland mit den Niederlanden und Belgien ausrichten möchte, begrüßen.

Foto: Sven Simon / imago / Darius Simka / regios24

Am Montag machte der Deutsche Fußball-Bund die gemeinsame Bewerbung mit den Niederlanden und Belgien für die Ausrichtung der Frauenfußball-WM 2027 öffentlich. Allerdings stecken die Pläne noch in den Kinderschuhen, es ist noch nicht einmal bekannt, wann die Vergabe des Turniers durch den Weltverband Fifa erfolgen wird. Es ist aber denkbar, dass sich Wolfsburg als Spielstandort bewerben wird. Im Rathaus der Stadt gibt es mit Dennis Weilmann bereits einen Unterstützer dieser Idee.

Weilmann ist Erster Stadtrat und war 2011 Projektleiter der Stadt für die „Host City“. Drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale fanden damals in der VW-Arena statt. Sportlich war dieses Viertelfinale mit dem Aus der deutschen Mannschaft gegen Japan damals ein schwerer Schlag. Für Weilmann überwiegen die positiven Erinnerungen. Er schwärmt: „2011 hatten wir über Wochen eine tolle Stimmung in der Stadt, mit vielen Gästen aus dem In- und Ausland. Durch die internationale Fernsehberichterstattung hatten wir zudem auch eine tolle mediale Aufmerksamkeit, auch über die Fußballspiele hinaus. Es gab auch ein beeindruckendes Rahmenprogramm, unter anderem ein tolles Kulturprogramm, an dem sich viele Kulturschaffende aus Wolfsburg beteiligt haben.“

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Weilmann: Bewerbung hätte positive Effekte für Wolfsburg

Und mit den technischen Innovationen könnte man noch mehr werben. Stichwort: Social Media. „Die sozialen Medien haben damals noch eine untergeordnete Rolle gespielt. Durch die heutigen Möglichkeiten der Onlinekommunikation könnten wir noch mehr positive Effekte für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Wolfsburg erreichen“, betont der Erste Stadtrat, der auch einen aktuellen Punkt mit Blick auf die Corona-Pandemie einwirft: „Positive Effekte hätte es auf jeden Fall auch für die aktuell stark gebeutelte Gastronomie und Hotelerie.“

Weilmann sieht gleich mehrere Gründe, warum Wolfsburg auch für 2027 wieder eine gute Wahl sein würde: Da sind zum einen die Erfahrungswerte, die die Stadt aus 2011 mitbringt. Da sind die großen Erfolge der VfL-Fußballerinnen, die kurz nach der ersten WM in Deutschland so richtig durchgestartet sind: Seit 2013 stehen sechs DM-Titel, sieben DFB-Pokalsiege und zwei Champions-League-Erfolge. Und da ist die VW-Arena, die mit seiner Kapazität von 30.000 Zuschauern erneut ideale Voraussetzungen bieten würde.

Der Erste Stadtrat meint: Besteht die Möglichkeit, sollten wir dabei sein

Um sich aber überhaupt um einen solchen Platz als Standort zu bewerben, müsste darüber verwaltungsintern und dann politisch abgestimmt werden. Wolfsburg hat bei einer Bewerbung mit den Niederlanden und Belgien allerdings einen Standortnachteil. Städte im Ruhrgebiet punkten allein durch ihre Nähe zu den Nachbarländern. Für Weilmann ist insgesamt aber klar: „Die WM 2011 hat sicherlich dazu beigetragen, diesen Sport noch populärer zu machen. Eine künftige Weltmeisterschaft in Deutschland würde diesen Trend sicherlich positiv unterstützen.“ Er meint: „Ganz persönlich: Wenn die Möglichkeit besteht, sollten wir wieder dabei sein.“

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