VfL-Frauen: Klare Sache dank Rauchs Kunstschüssen

Wolfsburg.  Wolfsburgs Bundesliga-Fußballerinnen gewinnen bei Bayer Leverkusen mit 4:0 und holen den vierten Sieg im vierten Spiel.

Foto: Mirko Kappes / imago images/foto2press

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind mit einem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen in ihre erste englische Woche der Bundesliga-Saison gestartet. Vor allem Felicitas Rauch, die offensiv die linke Seite beackerte, machte viel Dampf und sich den starken Wind bei der Partie vor leeren Rängen in Köln zunutze.

Doch erst einmal musste der VfL bei Gegenwind bestehen – auch wenn der nicht unbedingt vom Gegner kam. Die Wolfsburgerinnen hielten den Ball flach, drückten Bayer, das versuchte mitzuspielen, ihr Spiel auf. Nachdem Pia-Sophie Wolter im Strafraum nur per Foul zu stoppen war, ließ sich Lena Goeßling die Chance vom Elfmeterpunkt nicht entgehen – die Führung nach bereits vier Minuten.

Jakabfi muss kurzfristig passen

Die Wolfsburgerinnen, die kurzfristig auf Angreiferin Zsanett Jakabfi (leichte muskuläre Probleme) hatten verzichten müssen, legten schnell nach. Angreiferin Pauline Bremer kam nach Rauch-Ablage von der Grundlinie zu ihrem ersten Pflichtspieltor für den VfL (16.). „Als Stürmerin will man Tore schießen. Gerade beim neuen Verein will man immer, dass es Richtung Tor gut läuft. Von daher bin ich froh, dass es mit dem ersten Treffer geklappt hat, und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen“, sagte der Neuzugang von Manchester City. Svenja Huth per Kopf sowie Wolter und Kathrin Hendrich hätten bereits zur Pause für klarere Verhältnisse sorgen können, scheiterten allerdings.

Nach der Halbzeit hatten die Grün-Weißen den Wind dann auf ihrer Seite – und wussten diese Tatsache zu nutzen. Denn Linksfuß Rauch zog eine Ecke mit Windunterstützung direkt aufs Tor, überraschte Leverkusens Abwehr und durfte jubeln. „Wir hatten vor dem Spiel schon gesagt, wie wir die Ecke reinschlagen wollen, gerade mit dem Wind“, verriet die Kunstschützin des 3:0, die sich zur Technik dann nicht äußern wollte. Das tat dann aber ihr Trainer. „Sie hat einen sehr guten linken Fuß und ist bei Standards sehr gefährlich. Es war schon so, dass sie ihn auch da hin haben wollte“, sagte Stephan Lerch. Dass dieser Treffer kein Zufall war, und der VfL-Trainer hinterher gar von „eineinhalb Eckballtoren für uns“ sprechen konnte, lag daran, dass Rauch es gut zehn Minuten später noch einmal probierte. Dieses Mal war zwar zunächst der Pfosten im Weg, doch Wolter drückte den Ball dann doch über die Linie – und zwar irgendwie mit dem Po. „Da hat sich das Krafttraining ausgezahlt“, meinte sie bestens aufgelegt, denn: „Es hat viel Spaß gemacht.“

Lerch: Souverän, seriös und dominant

Kapitänin Alexandra Popp und Joker Karina Saevik verpassten es zwar, den hochverdienten Sieg noch höher zu gestalten, doch der VfL trat die Rückreise äußerst zufrieden an. Zumal er neben vier eigenen Treffern keine Leverkusener Chance zugelassen hatte. Lerch befand: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir diese englische Woche mit drei Punkten eröffnen konnten. Wir hatten großen Respekt vor dem Gegner, aber wir haben das Heft von der ersten Minute an in die Hand genommen.“ Der Coach meinte weiter: „Ich glaube, wir haben es souverän, seriös und dominant gelöst.“ Auch Matchwinnerin Rauch zeigte sich glücklich: „Wir waren top eingestellt, und unterm Strich war’s ein höchst verdienter Sieg.“

Am Mittwoch geht’s im AOK-Stadion dann schon weiter gegen den SC Sand, enden wird die englische Woche am Sonntag mit der Partie beim SC Freiburg. „Sand ist ein unangenehmer Gegner, der einem das Leben schwer machen kann. Wir müssen den Ball laufen lassen und holen dann hoffentlich drei Punkte“, so Bremer.

VfL Wolfsburg – SC SandMittwoch, 18 Uhr, AOK-Stadion.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder