VfL-Neuzugang Bremer: „Vorne drin spiele ich am liebsten“

Wolfsburg.  Über ihre Rückkehr in die niedersächsische Heimat spricht Pauline Bremer, Neuzugang des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, nach dem Auftakt.

VfL-Neuzugang Pauline Bremer (vorn links) im Laufduell mit ihrer neuen Teamkollegin Pia Wolter.

VfL-Neuzugang Pauline Bremer (vorn links) im Laufduell mit ihrer neuen Teamkollegin Pia Wolter.

Foto: Darius Simka / regios24

Für Pauline Bremer ist der Wechsel zum VfL Wolfsburg auch die Rückkehr in die niedersächsische Heimat. Das und anderes verrät die 24-Jährige aus Ossenfeld, einem Ortsteil der Stadt Dransfeld im Landkreis Göttingen, nach dem Trainingsauftakt des Frauenfußball-Bundesligisten am Dienstagnachmittag.

Bereits 21 A-Nationalmannschaftsspiele hat Bremer bestritten und hatte zuletzt unter anderem drei Jahre bei Manchester City und zuvor zwei Jahre bei Olympique Lyon unter Vertrag gestanden – zwei internationale Topadressen im Frauenfußball. Trotzdem gelang es dem VfL, Bremer zur Rückkehr nach Deutschland zu bewegen. Warum, erklärt die Offensiv-Spielerin so: „Es passt menschlich, glaube ich, sehr gut hier. Ich habe mich bei allen, mit denen ich gesprochen habe, wohl gefühlt. Zudem freuen sich meine Familie und ich, wieder etwas näher beieinander zu sein. Ich hoffe, dass sie bald mal wieder im Stadion zuschauen kann.“

Überzeugungsarbeit von Rauch

Durch ihre Einsätze in der Nationalmannschaft kennt Bremer bereits einige Spielerinnen aus dem VfL-Kader. Die größte Überzeugungsarbeit, Bremer nach Wolfsburg zu lotsen, leistete Felicitas Rauch. „,Feli’ Rauch kenne ich, seit ich elf Jahre alt bin. Wir sind echt sehr gut befreundet und haben schon in Potsdam und in der Nationalmannschaft zusammengespielt. Von daher hat sie häufiger nachgefragt und sich am Ende auch sehr gefreut, als ich unterschrieben habe.“

Besonders überzeugend sei vor allem auch der im Wolfsburger Team herrschende Siegeswillen gewesen. „Ich war fünf Jahre Im Ausland. Das war eine sehr gute Zeit, aber ich habe schon das Gefühl gehabt, dass es schön wäre, wieder nach Deutschland zu kommen. Der VfL hat mich mit seinem Konzept direkt überzeugt. Auch mit seiner Siegermentalität, die ich hier selbst so empfinde“, erklärt Bremer.

Ansprüche stellt sie nicht

Wie bei Manchester City möchte die 24-Jährige am liebsten die Rolle ganz vorne in der Sturmspitze einnehmen. „Vorne drin spiele ich am liebsten. Gerne auch mit zwei Spitzen, etwas flexibler im System. Früher habe ich auch auf außen gespielt.“ Trotz ihrer schon eindrucksvollen Vita zeigt sich Bremer auch etwas demütig: „Ansprüche kann man in so einem Team nicht stellen. Wir sind überall super aufgestellt, aber natürlich will ich viel Spielzeit haben und werde im Training immer alles geben.“

Die aktuelle Situation, dass die Champions League noch vor der Saison ausgetragen wird, findet sie persönlich gar nicht schlecht. „Für uns Neuzugänge ist es ein sehr schneller Start. Das kann aber auch gut sein. Wir sind alle heiß auf die Saison. Es wäre ein Traumstart, die Königsklasse zu gewinnen.“

Wilde Kerle als Vorbilder

Es sei besonders, das Highlight der Saison direkt am Anfang zu haben. „Das kann einen für den weiteren Saisonverlauf beflügeln“, so Bremer. Ein möglicher Finalgegner ist ihr Ex-Verein Lyon. „Olympique kenne ich natürlich gut, da kann ich die Geheimtipps weitergeben“, scherzt sie. Aber im Ernst: „Lyon ist jedes Jahr Favorit, weil es die vergangenen vier Jahre den Titel gewonnen hat. Aber man darf uns nicht unterschätzen. Wolfsburg war auch immer oben mit dabei.“

Zum Fußball fand Bremer in ihrer Jugend übrigens über die Filmreihe Wilde Kerle. „Ich habe damals den Film mit meinen Schwestern geschaut und fand ihn so cool, dass ich von da an jede Sekunde auf dem Platz war und kicken wollte wie die. Da war ich circa ach Jahre alt.“

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