Lacroix und Bialek feiern VfL-Debüts mit Licht und Schatten

Wolfsburg.  Der Franzose darf von Anfang an ran, der Pole kommt in der zweiten Hälfte ins Spiel des VfL Wolfsburg. Glasner will keine vorschnellen Urteile.

Maxence Lacroix räumt Fürstenwaldes Kapitän Ingo Wunderlich aus dem Weg. Der Neuzugang des VfL Wolfsburg zeigte bei seinem Debüt aber auch Wackler. 

Maxence Lacroix räumt Fürstenwaldes Kapitän Ingo Wunderlich aus dem Weg. Der Neuzugang des VfL Wolfsburg zeigte bei seinem Debüt aber auch Wackler. 

Foto: Darius Simka / regios24

Ein Neuzugang stand vom Anpfiff an auf dem Rasen des AOK-Stadions, der andere kam in der zweiten Hälfte aufs Feld: Maxence Lacroix und Bartosz Bialek feierten beim 4:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Viertligist Union Fürstenwalde ihre Debüts im Jubiläumstrikot des VfL Wolfsburg. Beide zeigten in ihren ersten Auftritten, dass sie Qualitäten mitbringen, aber zugleich auch, dass man ihnen noch Zeit im Umstellungsprozess einräumen muss.

So lief Lacroix’ erstes Spiel im VfL-Trikot: Der Neuzugang aus Frankreichs 2. Liga (FC Sochaux, 5 Millionen Euro Ablöse) wurde von Trainer Oliver Glasner in die Startelf beordert und spielte in der Viererkette neben seinem Landsmann Josuha Guilavogui. Abstimmung und Automatismen fehlten dem Franzosen-Duett zu Beginn, in dem Fürstenwalde einige Löcher im Abwehrverbund aufdeckte. In der 9. Minute stoppte Lacroix einen Union-Angriff übermotiviert und ungestüm im Strafraum. Der 20-Jährige foulte seinen Gegenspieler und schenkte dem Viertligisten einen Strafstoß – und die 1:0-Führung.

Danach berappelte er sich aber schnell und leitete mit einem starken Pass auf Felix Klaus das Wolfsburger 1:1 ein. Im weiteren Spielverlauf wirkte Lacroix immer souveräner, bis er Mitte der zweiten Hälfte den Ball zu lange am Fuß hielt und diesen verlor. Hätte Pavao Pervan im VfL-Tor nicht eine Glanztat gezeigt, wäre Lacroix auch am zweiten Fürstenwalder Treffer beteiligt gewesen.

So erlebte der Franzose ein Debüt mit Licht, aber etwas mehr Schatten. In den Testspielen gegen Köln und Magdeburg hatte er noch vollends überzeugt. „Bei einem jungen Spieler, der den Schritt ins Ausland hierher wagt, sollte man mit Superlativen vorsichtig sein“, findet Trainer Glasner. „Man sollte ihn nicht nach zwei Testspielen in die Höhe heben und ihn auch nicht infrage stellen, wenn mal etwas nicht so läuft.“ Lacroix habe seine Qualitäten schon bewiesen und in seinem ersten Pflichtspiel nun Nerven gezeigt. „Aber das ist kein Problem“, sagt Glasner. „Ich bin froh, dass er hier ist. Wir werden ihn weiter behutsam aufbauen.“ Jörg Schmadtke beurteilt das Debüt des Neuzugangs ähnlich. „Er wirkte ein wenig unruhiger als sonst, aber das ist undramatisch“, sagt der Geschäftsführer, der auch dem zweiten Debütanten ein „ordentliches Spiel“ attestiert.

So lief Bialeks erstes Spiel im VfL-Trikot: Der 18 Jahre Zugang aus der polnischen Ekstraklasa (Zaglebie Lubin, 5 Millionen Euro Ablöse) wurde in der 74. Minute für Admir Mehmedi eingewechselt und hätte drei Minuten später schon seinen ersten Torerfolg verbuchen können. Doch der Mittelstürmer scheiterte frei vor Fürstenwaldes hervorragenden Torhüter David Richter. Bialek sollte zehn Minuten später allerdings eine noch bessere Chance bekommen – und sie ebenfalls vergeben. Daniel Ginczek hatte den 18-Jährigen klasse bedient, Bialek hätte frei vor dem Tor nur noch einschieben müssen, traf aber den Ball nicht richtig, der am langen Pfosten vorbeikullerte. Für den Polen endete wie für Lacroix das Debüt mit Licht und Schatten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder