Wohlgemuth geht: Schmadtkes nächste Baustelle

Wolfsburg  Der langjährige Nachwuchschef des VfL Wolfsburg heuert als neuer Sportdirektor beim Relegationsgegner Holstein Kiel an.

Wechselt als Sportdirektor zu Holstein Kiel: Nachwuchschef Fabian Wohlgemuth verlässt den VfL Wolfsburg nach sieben Jahren.

Wechselt als Sportdirektor zu Holstein Kiel: Nachwuchschef Fabian Wohlgemuth verlässt den VfL Wolfsburg nach sieben Jahren.

Foto: Imago/Hartenfelser

Seit Freitag darf Jörg Schmadtke als neuer Geschäftsführer offiziell die Weichen beim VfL Wolfsburg stellen. Nun ist eine weitere Aufgabe für ihn dazugekommen: Der 54-Jährige muss einen neuen Nachwuchschef suchen. Fabian Wohlgemuth heuert als Sportdirektor beim Relegationsgegner Holstein Kiel an.

Beim Zweitligisten ersetzt der 39-Jährige Ralf Becker, der wiederum zum Hamburger SV gewechselt ist. „Ich freue mich wirklich sehr auf die neue Aufgabe, da es für mich an der Zeit war, den nächsten Entwicklungsschritt zu machen“, erklärte Wohlgemuth, der 2011 als Scout im Nachwuchsbereich beim VfL begonnen hatte. Nach nur einem halben Jahr war der ehemalige Chefscout des HSV zum Leiter des Nachwuchsleistungszentrums im Porschestadion gefördert worden.

Mit seinem Weggang eröffnet Wohlgemuth die nächste Baustelle für Schmadtke. Der neue Sport-Geschäftsführer ist von der Entwicklung nicht überrascht worden, gab seine Zustimmung für die Auflösung des Vertrags. Die Suche nach einem Nachfolger läuft daher bereits, erste Kandidaten hat Schmadtke schon ins Auge gefasst. Eine Lösung soll kurzfristig präsentiert werden. Bis dahin übernimmt jedoch erst einmal Pablo Thiam, bisher sportlicher Leiter der U23, die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums.

Für Schmadtke bietet der Abgang Wohlgemuths die Chance, einen Kandidaten auf den Posten zu setzen, der mit seiner Philosophie perfekt zu der eigenen passt. Dabei können sich die Erfolge der VfL-Talente in den vergangenen Jahren durchaus sehen lassen. Unter der Aufsicht Wohlgemuths wurde die Wolfsburger A-Jugend zweimal deutscher Meister. Einigen Eigengewächsen wie Maximilian Arnold, Robin Knoche oder Gian-Luca Itter gelang der große Sprung ins Profiteam. Dennoch möchte der VfL an dieser Stelle noch durchlässiger werden.

Wohlgemuth bekam zum Abschied noch liebe Worte von Wolfgang Hotze mit auf den Weg nach Kiel. „Die Erfolge im Nachwuchsbereich sprechen für sich und sind ein Beleg für die dort geleistete nachhaltige Arbeit“, sagte der VfL-Geschäftsführer.

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