Träsch will sich beim VfL durchsetzen

Wolfsburg  Was passiert mit dem nach den Abgängen Schäfers und Benaglios dienstältesten VfLer? „Sehe mich absolut in der Lage, mich hinten rechts durchzusetzen“

Elf Mal lief Christian Träsch (in Grün) in der Bundesliga-Saison für den VfL Wolfsburg auf.

Elf Mal lief Christian Träsch (in Grün) in der Bundesliga-Saison für den VfL Wolfsburg auf.

Den ersten Urlaub auf Teneriffa hat Christian Träsch mit seiner Familie schon hinter sich, am Wochenende geht’s aber noch einmal für ein paar Tage zum Ausspannen an den Gardasee.

Wenn er am 3. Juli beim Trainingsauftakt des VfL Wolfsburg wieder mit vollen Akkus aufschlägt, wird Einiges ganz anders sein beim Fußball-Bundesligisten. Denn mit Diego Benaglio hat nach Marcel Schäfer die nächste Legende den Klub verlassen. „Es war schon seltsam, als Marcel nicht mehr in der Kabine saß“, sagt Träsch. „Jetzt wird mit Diego noch etwas fehlen. Beide waren schließlich Ewigkeiten da und sind gute Freunde von mir.“

Wegen der Abgänge der Urgesteine rutscht Träsch im internen Verweilranking in die absolute Wolfsburger Spitzengruppe vor. Der Verteidiger ist im Juli 2011 zum VfL gekommen, zeitgleich rückte Robin Knoche aus der U19 in den Profikader auf. Die beiden Defensivspezialisten sind jetzt die „neuen Alten“ im grün-weißen Aufgebot.

Ab dem Vorbereitungsstart will Träsch die abgelaufene Saison vergessen machen. Nicht nur der VfL war in der Liga arg in Schieflage geraten, auch seine persönliche Statistik war nicht zufriedenstellend. Nur elfmal spielte er in der Bundesliga, seit November nur noch einmal über 90 Minuten. Erst in den Relegationsspielen setzte Trainer Andries Jonker wieder auf ihn – mit Erfolg.

Träsch hatte sich trotz der Rettung Gedanken über seine Zukunft gemacht. Ein Wechsel zu Hannover 96 stand lange zur Diskussion, ging aber nicht über die Bühne. Weil der Vertrag des 29-Jährigen nur noch ein Jahr läuft, denkt der Klub über einen Verkauf nach. Für Träsch, der in Wolfsburg verwurzelt ist, wäre wohl eine Verlängerung die interessantere Zukunftsoption. „Meine Familie und ich fühlen uns super wohl in der Stadt“, erklärt er.

Gedanken über einen Transfer macht er sich jedenfalls im Moment nicht mehr. „Ich will nicht den Hut ziehen. Ich freue mich viel mehr auf den Trainingsstart, fühle mich topfit und sehe mich absolut in der Lage, mich hinten rechts durchzusetzen“, sagt er. Sebastian Jung und Neuzugang William sind seine Konkurrenten auf der Außenverteidigerposition.

Am 3. Juli beginnt Träschs bereits siebte Saison im VfL-Trikot. Geht er vorher doch noch, wird es seine letzte oder bindet der Verein seinen langjährigen Vorzeigeprofi doch noch? Die nächsten Wochen werden darüber entscheiden.

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