Unzufriedener Arnold weckt das Interesse

Wolfsburg  Gladbach, Schalke und Leipzig sollen heiß auf das Eigengewächs des VfL sein.

Was wird aus Maximilian Arnold? Das Eigengewächs des VfL hat Interesse geweckt.

Was wird aus Maximilian Arnold? Das Eigengewächs des VfL hat Interesse geweckt.

Foto: regios24/Darius Simka

So kann’s nicht weitergehen: Dieses Motto für die VfL-Zukunft hat Francisco Javier Garcia Sanz, der mächtige Aufsichtsratsvorsitzende des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, den Verantwortlichen vorgegeben. Sportdirektor Olaf Rebbe soll den Klub umkrempeln. Mit John Anthony Brooks von Hertha BSC steht der erste Neuzugang fest, weitere werden folgen. Auf der anderen Seite werden einige Spieler den VfL verlassen. Maximilian Arnold soll eigentlich nicht dazugehören. Aber: Es gibt Interesse aus der Bundesliga an dem 23-Jährigen, der mit der abgelaufenen Saison nicht zufrieden sein kann.

Nicht nur, weil der VfL sich erst in der Relegation retten konnte. Auch persönlich lief es für Arnold nicht wie gewünscht. Meist stand er zwar in der Startelf, überzeugen konnte er für einen Mann mit seinen Qualitäten indes zu selten. Zwar sind Tore nicht der wichtigste Gradmesser für einen wie Arnold, der mal als Zehner, mal als Sechser aufgeboten wird. Aber die Zahlen sagen dennoch etwas aus. Zwei Treffer stehen in 32 Spielen auf seinem Konto. Zuvor waren es mindestens drei in einer Spielzeit bei stets weniger Einsätzen. Im Ligafinale in Hamburg und in der Abstiegsrelegation gegen Braunschweig setzte ihn Coach Andries Jonker auf die Bank.

Obwohl es sicher nicht die beste Saison Arnolds war, haben Klubs aus der Bundesliga ein Auge auf den Rotschopf geworfen. So sollen nach Informationen unserer Zeitung Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und RB Leipzig durchaus starkes Interesse an einer Verpflichtung haben. In Gladbach hat Trainer Dieter Hecking das Sagen. Unter der Regie des 52-Jährigen entwickelte sich Arnold beim VfL vom Talent zum Stammspieler in der 1. Liga. Allerdings: Für Gladbach und Schalke könnte es am Finanziellen scheitern. Unter 15 Millionen Euro ist das Eigengewächs sicher nicht zu haben. Das wiederum wäre für Leipzig unproblematisch. Mit RB könnte Arnold zudem wieder in der Königsklasse spielen.

Der VfL plant jedoch fest mit dem begehrten Arnold. Nicht nur in sportlicher Hinsicht, auch als Identifikationsfigur ist er wichtig. Keinem anderen Profi gehen Niederlagen so nah wie dem 23-Jährigen, nur wenig andere haben die VfL-DNA so in sich aufgesogen. Seit 2009 schnürt er die Schuhe für den Verein. Kein Wunder, dass Rebbe klare Worte findet, wenn es um das Interesse an Arnold geht. „Da gibt es überhaupt keine Diskussion, Maxi hat einen langfristigen Vertrag bei uns“, erklärte der Sportdirektor gestern auf Nachfrage. Bis 2020 läuft das aktuelle Arbeitspapier noch.

Bei einigen seiner Teamkollegen wird es jedoch wahrscheinlich trotz eines Vertrags zum Abschied kommen. Luiz Gustavo, Vieirinha, Diego Benaglio, Ashkan Dejagah – die Liste ist noch länger. Die Transferperiode geht vom 1. Juli bis zum 31. August. Rebbe jedoch will früher Klarheit. Bis Dienstag sollen Gespräche mit allen Spielern des aktuellen Kaders geführt worden sein. „Bis dann wollen wir die Weichen gestellt haben“, sagte der Sportdirektor. Dann soll auch mit Mario Gomez alles klar sein. Die aktuelle Tendenz: Der deutsche Nationalstürmer bleibt dem VfL für mindestens eine weitere Saison erhalten.

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