Poker mit ManCity stockt – steigt jetzt der große Rivale ein?

Wolfsburg  De Bruyne würde bei United reinpassen. Kommt dann Januzaj? Die Bayern sind raus.

Kevin De Bruynes Abgang, doch wohin führt er? Neben Manchester City soll nun auch ausgerechnet Stadtrivale United ausgestreckt haben.

Kevin De Bruynes Abgang, doch wohin führt er? Neben Manchester City soll nun auch ausgerechnet Stadtrivale United ausgestreckt haben.

Foto: regios24

Das Dementi kam prompt. Der FC Bayern München hat gestern umgehend jegliches Interesse an Wolfsburgs Superstar dementiert. „Der FC Bayern wird in Sachen Kevin De Bruyne nicht aktiv“, stellte Mediendirektor Markus Hörwick klar. „Das hat der Vorstand schon vor längerer Zeit entschieden.“

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass der Rekordmeister nach endgültig in den Poker um den Belgier eingestiegen sei. Dass De Bruyne aber noch in diesem Sommer an die Isar wechselt, ist damit vom Tisch. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte bereits am Tag vor dem Bundesliga-Saisonstart zumindest einen kurzfristigen Angriff auf De Bruyne ausgeschlossen: „Zu hundert Prozent wird der FC Bayern da nicht reingrätschen.“

Doch wohin führt dann der Weg des Belgiers? Das Transferfenster schließt in sechs Tagen. Und der Kaugummi-Poker mit Manchester City zieht sich weiter hin. Klaus Allofs hat zwar schon ein Angebot des Tabellenführers der Premier League vorliegen. Es soll zwischen 70 und 80 Millionen Euro schwer sein. Doch der VfL-Manager zögert noch. Nach Informationen des „Kicker“ hat er sich noch ein wenig Bedenkzeit erbeten. Zu lange kann Allofs diesen Zustand aber nicht mehr aufrechterhalten. Denn die Zeit läuft ab.

Nach Informationen unserer Zeitung ist Manchester City deshalb auch nicht mehr der einzige Klub aus dem Nordwesten Englands, der seine Fühler nach De Bruyne ausgestreckt hat. Auch Stadtrivale Manchester United soll jetzt ins Schneckenrennen um den 24-Jährigen eingestiegen sein. De Bruynes Berater bestätigt, dass „mehrere Möglichkeiten“ bereitstünden. Ein Verbleib in Wolfsburg ist noch immer genau so möglich wie der Wechsel zu City. Doch auch ein stiller Transferangriff der „Red Devils“ könnte den Belgier noch zu einem Wechsel bewegen.

Der von Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal trainierte Spitzenklub fahndet schon seit Wochen erfolglos nach einer Verstärkung für die Offensive. Im Werben um Pedro (zum FC Chelsea), Thomas Müller (bleibt bei Bayern) und Edinson Cavani (Paris) war United zuletzt rigoros abgeblitzt. Unter der Woche kamen sogar irre Gerüchte auf, dass sich Manchester nach Barcelonas Superstar Neymar erkundigt hätte.

Das zeigt nur, wie groß die Gier des englischen Rekordmeisters nach einem neuen Kreativspieler für die Offensive ist. Nach den Abgängen von Robin van Persie (Fenerbahce), Radamel Falcao (Chelsea) und Angel Dí Maria (Paris) klafft eine Lücke im Angriff. Und diese könntenun De Bruyne füllen. Das nötige Kleingeld ist jedenfalls vorhanden. Dank der Transfereinnahmen, TV-Gelder (ManU bekam knapp 134 Millionen) und der schwerreichen Besitzer aus den USA, sind die Konten der „Red Devils“ prall gefüllt. Die angeblich geforderten 80 Millionen für De Bruyne könnten sie locker zahlen.

Und der VfL könnte sich bei United sogar gleich noch einen Ersatz für De Bruyne vom Kaufpreis abrechnen lassen. Denn mit Adnan Januzaj (20) steht ein höchst talentierter Landsmann des Noch-Wolfsburgers im Kader. Der Manchester-Trainer könnte sich durchaus vorstellen, das offensive Mittelfeld-Juwel noch in diesem Sommer abzugeben.

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