Wolfsburger denken über Bremens Manager Allofs nach

Wolfsburg  Der VfL Wolfsburg ist auf der Suche nach einem Geschäftsführer für den sportlichen Bereich vielleicht fündig geworden.

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs wechselt offenbar zum VfL Wolfsburg.

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs wechselt offenbar zum VfL Wolfsburg.

Foto: dpa

Klaus Allofs soll nach Plänen des Aufsichtsrates das Manager-Erbe von Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten übernehmen.

Nach Informationen unserer Zeitung haben zwischen dem VfL-Aufsichtsrat und dem 55-Jährigen erste Gespräche stattgefunden. Allofs gilt VW-intern seit langem als eine Idealbesetzung für den Manager-Posten beim VfL und war schon einmal vor drei Jahren im Gespräch. Doch es gibt ein Problem: Allofs steht noch bis 2015 bei Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen unter Vertrag.

Laut einem Bericht von welt.de sind die Bremer aber inzwischen bereit, ihren Manager unter bestimmten Umständen gehen zu lassen. Sollte der VfL für den Ex-Nationalspieler also eine Ablöse zahlen, könnte Allofs vielleicht schon zum 1. Januar 2013 als Geschäftsführer Sport nach Wolfsburg wechseln.

„Klaus Allofs ist mit seinem Profil ein Manager, der sicher jedem Klub gut zu Gesicht stehen würde“, sagte VfL-Aufsichtsrat-Vize Stephan Grühsem gegenüber welt.de. Unterschrieben ist allerdings noch nichts, ergaben die Recherchen unserer Zeitung. Und nachdem die Meldung vom bevorstehenden Manager-Wechsel publik wurde, gingen alle Beteiligten auf Tauchstation.

Offiziell ließ ein VfL-Sprecher nur so viel verlauten: „Wir kommentieren keine Namen.“ Allofs äußerte sich am Donnerstag am späten Nachmittag dann gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa): „Mir liegt kein Angebot des VfL Wolfsburg vor. Es hat auch keine Gespräche gegeben. Also muss ich mich mit dem Thema nicht beschäftigen.“ Das klingt eindeutig, kann aber auch die übliche Hin-Halte-Taktik bei Wechseln in dieser Dimension sein.

Die Gerüchteküche rund um Allofs wird trotz seines Dementis auch in den nächsten Tagen weiter kräftig brodeln. Zuletzt hatte der Werder-Manager ein Rekord-Minus für das Geschäftsjahr 2011/2012 verkünden müssen. Deshalb hatte es an Allofs, der seit 13 Jahren in Bremen die Zügel in der Hand hält, zuletzt auch viel Kritik gegeben.

Trotzdem ist das Modell Werder für die VfL-Bosse ein Vorbild. Deshalb würden sie auch einem Doppel-Wechsel zustimmen. Allofs’ Wertschätzung für Bremens Coach Thomas Schaaf ist bekannt, der Trainer war auch schon einige Male in Wolfsburg im Gespräch. Gut möglich, dass der VfL an einer gemeinsamen Paketlösung arbeitet und Allofs und Schaaf holt.

Der Text wurde mehrfach aktualisiert.

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