Triathlon

Wolfsburgs Triathlon-Ass bleibt beim VfL Wolfsburg

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Triathlet Mika Noodt vom VfL Wolfsburg hat sich mit seinem Verein auf eine Vertragsverlängerung geeinigt.

Triathlet Mika Noodt vom VfL Wolfsburg hat sich mit seinem Verein auf eine Vertragsverlängerung geeinigt.

Foto: Ingo Kutsche

Wolfsburg.  Gute Nachricht für Wolfsburg und die Region: Jungprofi Mika Noodt, eines der größten deutschen Triathlon-Talente, startet weiter für den VfL.

Diese vereinbarte Vertragsverlängerung kostet nicht annähernd so viel wie im Profifußball. Aber sie bindet ein einheimisches Toptalent weiter an unsere Region: Mika Noodt (21) war in diesem Jahr einer der Shootingstars der internationalen Triathlon-Szene. Nach Platz 11 bei der Mitteldistanz-Weltmeisterschaft in den USA, einem Sieg und einem zweiten Platz bei der renommierten Ironman-70.3-Serie hatte er das Interesse anderer Teams geweckt. Doch der Student entschied sich zum Verbleib beim VfL Wolfsburg e. V. und einigte sich mit seinem Verein auf einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag.

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„Viele Verträge basieren stark auf erfolgsabhängigen Bonussystemen. Der VfL glaubt aber an mich und hat mir hingegen ein Grundeinkommen geboten, wodurch ich mich mit weniger Druck weiter in Ruhe entwickeln kann. Darüber bin ich sehr glücklich“, erklärt Noodt die Entscheidung für seinen Heimatklub, bei dem er vor zehn Jahren mit der Sportart angefangen hatte und mit dem er sich auch emotional sehr verbunden fühlt. „Ich möchte dem Verein dafür auch etwas zurückgeben.“

Unterschriften stehen zwar noch keine unter dem neuen Kontrakt, aber beide Seiten sind sich einig. Der in Darmstadt studierende und trainierende Noodt will bei einem Heimatbesuch im Dezember unterzeichnen. „Was Mika an Werbung und Imagepflege für den VfL e. V. leistet, ist unglaublich. Wir werden noch viel Freude an ihm haben, solange wir ihn halten können“, sagt Stephan Ehlers, Geschäftsführer des VfL-Stammvereins, und verdeutlicht: „Wir sind finanziell bis an unsere Schmerzgrenze gegangen.“

Noodt hat bereits genaue Pläne

Nun muss jedoch niemand glauben, dass Noodt fortan im Geld schwimmt. Aber um die Finanzierung von Reisen zu internationalen Wettkämpfen, gutem Material und seines Unterhalts, um sich neben dem Studium nun noch mehr auf den Triathlon konzentrieren zu können, muss er sich künftig etwas weniger Gedanken machen. Er hat zwar zu Wochenbeginn gerade erst wieder mit dem Training angefangen, aber Pläne für das Jahr 2022 hat er bereits entworfen. „Ich möchte ein, zwei Mitteldistanzen im deutschsprachigen Raum absolvieren und bei der 70.3-WM in die Top 10 kommen“, erzählt er. Die Qualifikation dafür hatte er mit seinem zweiten Platz im Oktober auf Lanzarote bereits geschafft.

Neben der Mitteldistanz, seinem Schwerpunkt, möchte Noodt auch weiter die Bundesliga aufmischen. Dabei handelt es sich um Sprint-Wettkämpfe, in denen er mit einem Zweit-Startrecht für den DSW Darmstadt antritt. „Der VfL ist und bleibt aber mein Hauptverein.“

Rückendeckung beim Stammverein

Zusätzlich zum erhöhten Sponsoring durch den VfL brachten ihm die jüngsten Erfolge auch weitere Sponsoren beziehungsweise bei bereits vorhandenen Unterstützern bessere Konditionen ein. Oft geht es dabei weniger um Geld, sondern mehr um Material. Vor allem in puncto Rennrad ist er guter Dinge, sich verbessern zu können. Top-Material spart in der Weltspitze die eine oder andere entscheidende Sekunde oder gar Minute auf der Strecke.

Zu viel Druck will er sich nicht machen, hat aber auch keine Angst davor, weil die Erwartungen an ihn nun gestiegen sind. Sein Instagram-Account (mikanoo00) schoss durch die Erfolge auf mehr als 2300 Follower hinauf. „Mittlerweile folgen mir auch internationale Top-Athleten, die bisher meine Vorbilder waren“, sagt er erfreut. Und dank der Rückendeckung des VfL, bei dem er mit Triathlon-Abteilungsleiter René Schaab einen großen Mentor besitzt, greift Noodt wieder voll an.

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