3:4 in Ramlingen: Oberligist Lupo scheidet aus NFV-Pokal aus

Ramlingen/Wolfsburg.  Fußball: Lupo Martini Wolfsburg zeigte beim SV Ramlingen/Ehlershausen eine starke Partie, fürs Weiterkommen im NFV-Pokal reichte es aber nicht.

Andrea Rizzo (in Blau, hier im Ligaspiel gegen Ramlingen) traf beim Pokalaus doppelt.

Andrea Rizzo (in Blau, hier im Ligaspiel gegen Ramlingen) traf beim Pokalaus doppelt.

Foto: Helge Landmann / regios24

Wie gewonnen, so zerronnen: Nach kurzzeitiger Führung verspielte der Fußball-Oberligist Lupo Martini Wolfsburg in kürzester Zeit diese gute Ausgangslage und schied letztlich mit 3:4 (1:1) beim SV Ramlingen/Ehlershausen aus dem NFV-Pokal der Amateure aus.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem daraus resultierenden Rückstand (25.) fand Lupo besser in die für den neutralen Zuschauer sehr ansehnliche Partie. „Wir hatten aber auch etwas Glück nach dem 0:1“, gestand Lupos Sportlicher Leiter Lennart Gutsche – ein Kopfball aus kürzester Distanz verfehlte das Ziel nur knapp. Fortan lief es für die Gäste besser, der Ausgleich hätte schon früher fallen können, jedoch wurde Timon Hallmanns Schuss noch auf der Linie geklärt. Nach einer fantastischen Vorarbeit von Maxim Safronow machte es Andrea Rizzo kurz danach aber besser. Mit einem 1:1 ging es in die Pause – und Halbzeit 2 sollte furios starten.

Kurz nach Wiederanpfiff ließ Hallmann eine Flanke von Tim Mertens über den Scheitel zum 2:1 ins lange Eck rutschen (47.) – Jubel bei Lupo, der offensichtlich etwas zu lang anhielt, denn quasi direkt im Gegenzug musste Max Herter, der für Keeper und Kapitän Marius Sauß zwischen den Pfosten stand, erneut hinter sich greifen. Wieder war es Georgios Firiaridis, der ihm keine Chance ließ. Und es ging weiter in diesem Tempo. Nur eine Minute nach dem Ausgleich trafen die Gastgeber zum 3:2. Binnen weniger Augenblicke gab das Team von Lupo-Coach Giampiero Buonocore die Partie somit aus der Hand. „Da waren wir beide Male zu weit weg, haben es schlecht verteidigt“, ärgerte sich Gutsche, dass die Führung so leichtfertig verspielt wurde.

Was man der Mannschaft aber zugute halten konnte, ist, dass sie nicht aufsteckte. Gutsche: „Auch nach dem 2:4 haben die Jungs weiter nach vorne gespielt.“ In 87. Minute schien der Zug in die nächste Pokalrunde durch den vierten Treffer des SV abgefahren, doch ein sehenswertes Tor von Rizzo aus 18 Metern in den Winkel hielt Lupo weiter auf Schlagdistanz. „Es war dann aber leider nicht mehr genug Zeit für ein weiteres Tor“, bedauerte Gutsche, der das erneute Ausscheiden in der ersten Runde so kommentierte: „Ärgerlich, der Pokal ist immer sehr interessant. Aber jetzt konzentrieren wir uns voll auf die Liga und wollen dort am Sonntag den positiven Trend fortsetzen.“

Die medizinische Abteilung der Kreuzheider hat bis zum Wochenende erst mal alle Hände voll zu tun. Elvir Zverotic musste mit Wadenproblemen schon beim Aufwärmen passen. Während des Spiels trugen sich noch David Chamorro (Schlag aufs Schienbein) und Maxim Safronow (Knöchel) in die Verletztenliste ein. Gutsche: „Wir müssen zusehen, dass wir sie bis Sonntag fit bekommen.“ Die extreme Belastung in den vergangenen Wochen macht sich einfach bemerkbar. So hat das Ausscheiden zumindest ein Gutes: Englische Wochen wird es für Lupo vorerst keine mehr geben.

Lupo: Herter – Ebot-Etchi, Schlothauer, Hajdari, Taric – Chamorro (60. Dubiel), Breit (72. Salijevic), Mertens (60. Konieczny) – Safronow (80. Ataye), Hallmann, Rizzo.

Tore: 1:0 Firiaridis (25.), 1:1 Rizzo (34.), 1:2 Hallmann (47.), 2:2 Firiaridis (48.), 3:2 Jordan (50.), 4:2 von Pless (87.), 4:3 Rizzo (90.).

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