Vorsfeldes Vorweihnachts-Festspiele starten

Vorsfelde.  Zum ersten von drei Krachern bis zu den Feiertagen erwartet der MTV in der Handball-Oberliga Lehrte. Vorsfelde hat dabei schon großen Sieg-Druck.

Marius Schwarz (am Ball) und der MTV Vorsfelde erwarten Lehrte zum Verfolgerduell in der Oberliga. Es ist der Auftakt der Vorweihnachts-Festspiele aus Sicht des MTV.

Marius Schwarz (am Ball) und der MTV Vorsfelde erwarten Lehrte zum Verfolgerduell in der Oberliga. Es ist der Auftakt der Vorweihnachts-Festspiele aus Sicht des MTV.

Foto: Helge Landmann / regios24

Der erste Akt der Topspiel-Wochen steht bevor: Vorsfelde empfängt am Samstag den Lehrter SV. Beide Teams kämpfen um den Anschluss an die Oberliga-Spitze. Für die MTV-Handballer ist die Begegnung das zweite von drei Heimspielen in Serie und das erste von drei Dezember-Highlights.

Der Anfang ist gemacht, wenn auch mit viel Mühe. Der MTV hat gegen Barsinghausen seine kurze Durststrecke von zwei sieglosen Spielen beendet. Vorsfelde ist nach wie vor im Spitzenquartett dabei – und will das auch Ende des Jahres sein. „Wir wollen dranbleiben“, betont MTV-Co-Trainer Jürgen Thiele. „Dafür brauchen wir Siege.“

Am besten sogar drei aus den in 2019 verbleibenden Spielen. Denn tabellarisch ist Vorsfelde zurückgefallen. Spitzenreiter MTV Braunschweig ist noch immer ohne Punktverlust. „Braunschweig marschiert, ist enorm dominant“, sagt Vorsfeldes Teammanager André Frerichs. „Ich halte sie für noch stärker als zu Drittliga-Zeiten.“

Der Absteiger aus der Löwenstadt macht einen sehr gefestigten Eindruck. Das setzt die Konkurrenz unter Druck. „Wir hinken etwas hinterher“, merkt Frerichs an. „Wenn wir Schritt halten wollen, dürfen wir uns keine Punktverluste leisten.“ Der Teammanager gibt ein mutiges Ziel für die Dezember-Spieltage aus. „Wir wollen die vollen sechs Punkte einfahren“, betont Frerichs. „Aber uns ist klar, dass das ganz hart wird.“

Die Vorsfelder stehen vor drei absoluten Spitzenspielen. Erst kommt der Tabellendritte Lehrter SV ins Eichholz, dann der VfL Hameln (12.). Schlusspunkt der Vorweihnachts-Festspiele ist das Duell bei Tabellenführer Braunschweig in der VW-Halle. „Das sind super attraktive Gegner, wir freuen uns alle riesig auf die Partien“, sagt Frerichs.

Einzig die fehlende Form trübt die Vorfreude. „Es ist Sand im Getriebe“, sagt der Teammanager. „Unsere Ergebnisse sind okay, aber die Leistungen stimmen nicht.“ Wille, Einsatz und Einstellung kann dem MTV niemand absprechen. Doch spielerisch hakt es. Der Teammanager hofft, dass mit den Spitzenspiel-Wochen der Durchbruch gelingt: „Vielleicht platzt jetzt der Knoten. Wir wollen endlich unsere PS auf die Strecke bringen.“

Spätestens gegen Braunschweig will und muss der MTV bei 100 Prozent sein. Am besten aber schon früher – gegen Lehrte. „Der SV ist defensivstark und kann sowohl Tempo-Handball als auch im Positionsangriff spielen“, berichtet Thiele. Drei Spieler ragen heraus: Toptorschütze ist Louis Ewert, der durchschnittlich mehr als fünf Treffer pro Partie erzielt. „Ewert kann eine Abwehr sehr beschäftigen“, sagt Thiele. Ähnlich Lars-Christian Schiebler, der bei knapp unter fünf Toren pro Spiel liegt. Weniger Treffer, dafür aber viel Unruhe stiftet SV-Kreisläufer Hendrik Edeler. „Ihn in den Griff zu bekommen, ist ganz schwierig“, sagt Thiele.

Der Co-Trainer stellt sich auf eine späte Entscheidung im Topspiel ein. „Die letzten zwölf Minuten werden entscheiden“, prognostiziert Thiele. Das ist eigentlich genau die Zeit der Vorsfelder „Crunchtime-Cracks“. Mit der Unterstützung der Heimfans wollen die Eberstädter Lehrte niederringen. „Ich hoffe auf eine volle Hütte und darauf, dass wir mit einem Sieg an Lehrte vorbeiziehen“, betont Frerichs. „Wir brauchen die Heimsiege.“

MTV Vorsfelde – Lehrter SV
Sa., 18.30 Uhr, Sporthalle Im Eichholz.

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