Nach irrer Schlussphase: Vorsfelde steht in Runde 3

Vorsfelde.  Im Fußball-Bezirkspokal liegt Vorsfelde bis zur 83. Minute 0:2 hinten, dann trifft Michel Haberecht doppelt, und der SSV siegt nach Elferschießen.

Michel Haberecht (rechts) drehte mit zwei Toren für Vorsfelde das Zweitrundenspiel im Bezirkspokal beim MTV Isenbüttel, das der SSV noch mit 6:4 n. E. gewann.

Michel Haberecht (rechts) drehte mit zwei Toren für Vorsfelde das Zweitrundenspiel im Bezirkspokal beim MTV Isenbüttel, das der SSV noch mit 6:4 n. E. gewann.

Foto: Jens Neumann / regios24

Jetzt sind sie der letzte Vertreter aus Wolfsburg in diesem Wettbewerb: Der SSV Vorsfelde ist trotz 0:2-Rückstands beim Landesliga-Rivalen MTV Isenbüttel noch in die dritte Runde des Fußball-Bezirkspokals eingezogen. Bis kurz vor Schluss hatte es dabei so ausgesehen, als würde sich auch die Mannschaft von Neu-Coach Burkhard Kick verabschieden. Doch dann sorgte Vorsfeldes Kapitän Michel Haberecht noch für die Wende und den 6:4 (0:1, 2:2)-Sieg nach Elfmeterschießen.

Bis in die Schlussphase hinein biss sich der SSV an der Isenbütteler Abwehr die Zähne aus – bis Haberecht sich zwei ruhende Bälle zurecht legte: Erst ließ er MTV-Torwart André Grandt per berechtigtem Foulelfmeter keine Chance. Dann nahm der SSV-Spielführer aus rund 30 Metern bei einem Freistoß Maß, der Innenpfosten half – 2:2 binnen gerade einmal drei Minuten. Kein Wunder, dass es dann auch Haberecht war, der im Elfmeterschießen nach zwei verschossenen Isenbütteler Versuchen mit dem letzten Schuss vom Punkt den Sieg seiner Mannschaft perfekt machte.

Bis zu Haberechts Anschlusstreffer war es eine merkwürdige Partie aus SSV-Sicht. „Es ist immer komisch, wenn man eigentlich das Spiel dominiert, aber durch zwei individuelle Fehler mit zwei Toren hinten liegt“, sagte Kick. MTV-Stürmer Jan-Philipp Helms überwand Vorsfeldes Torwart Paul Probodziak nach einer Flanke. „Das war wieder ein individueller Fehler und wieder über unsere linke Seite“, ärgerte sich Kick über Vorsfeldes derzeitige Problemseite. Bereits beim Liga-Debüt des Trainers fingen sich die Eberstädter ein ähnliches Gegentor.

In beiden Halbzeiten ließen die Gäste einige Möglichkeiten ungenutzt, so dass sich diese Fahrlässigkeit nach Petrus Amins Tor zum 2:0 zu rächen schien. Doch dann kam die irre Schlussphase – und Vorsfeldes Kapitän, der den Einzug in die nächste Runde fast im Alleingang klarmachte. Kick atmete auf: „Wir freuen uns über das Weiterkommen.“

SSV: Probodziak – Sarstedt, Haberecht, Gerloff, Topsakal (46. Breit) – Schmidtheisler, Broistedt, Dahlke (76. Erhoff), Cinquino – Reich, Hoffie (46. Krüger)

Tore: 1:0 Helms (33.), 2:0 Amin (70.), 2:1 Haberecht (84./Foulelfmeter), 2:2 Haberecht (86.).

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