Bült: „Wir stehen vor schweren Prüfungen“

Wolfsburg.   In der Handball-Oberliga erwarten die VfLerinnen erst Überraschungs-Team Hollenstedt und in zwei Wochen kommt Spitzenreiter HSC Hannover.

VfL-Coach Oliver Bült fordert für das Spiel gegen Hollenstedt Kreativität und Spielwitz.

VfL-Coach Oliver Bült fordert für das Spiel gegen Hollenstedt Kreativität und Spielwitz.

Foto: Anja Weber / Regios24

Spielwitz und Kreativität sind jetzt gefragt. Die Handballerinnen des VfL Wolfsburg empfangen den TuS Jahn Hollenstedt, eines der abwehrstärksten Teams der Oberliga. Die Begegnung mit Hollenstedt ist das erste von zwei ganz schweren Heimspielen binnen zwei Wochen.

Weniger Gegentore als der TuS hat nur Northeim kassiert, im Schnitt sind es für Hollenstedt etwas mehr als 23 pro Spiel. Beide haben eines gemein: Sie praktizieren oft eine 3-2-1-Deckung, agieren also offensiv und stören das gegnerische Angriffsspiel frühzeitig. „Das macht es sehr schwer und unangenehm“, sagt VfL-Trainer Oliver Bült. „Wenn man sich darauf nicht einstellt, ist man aufgeschmissen.“ In Northeim kamen die Wolfsburgerinnen nicht zurecht mit der Deckungsvariante. 13 Tore gelangen dem VfL beim HC. Bült erklärt: „Wir brauchen Ideen und Konzeptionen, wenn wir gegen die 3-2-1 bestehen wollen.“

Die Spielzüge in der Trainingswoche vorher mal durchzuspielen, ist die übliche Vorbereitung. Bült muss jedoch muss umdenken, wird das Spiel gegen eine 3-2-1 kaum testen lassen können. „Wir waren am Montag zu siebt, da ist es unmöglich, in Spielformen zu arbeiten.“ Dem Coach gehen die Spielerinnen aus. Loreen Lindner meldete sich zu Wochenbeginn krank, ist auch gegen Hollenstedt fraglich. Eszter Tauker fällt lange aus. „Bei Eszter gehen wir kein Risiko, mit einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spaßen“, betont Bült. Einige Wochen werde sie sicher aussetzen. „Unser Kader wird immer kleiner. Das ist eine schwierige Situation“, so der VfL-Coach.

Gegen Hollenstedt müsste schon einiges zusammen kommen, wenn die Wolfsburgerinnen als Sieger vom Feld gehen wollen. „Wir brauchen einen richtig guten Tag“, sagt Bült. „Der TuS zählt nicht zu den Teams, gegen die man Punkte einplant.“ Die Tabellenposition Hollenstedts als Fünfter täusche, merkt der Trainer an. „Der TuS ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, nicht nur defensiv sehr stark, sondern auch offensiv top. Die Spielerinnen sind super ausgebildet, spielen extrem schnell und zielstrebig.“ Ungenauigkeiten dürfe man sich keine erlauben, warnt Bült. „Hollenstedt bestraft jeden Fehler.“

Mit fünf Siegen in Folge im Gepäck reist der Tabellenfünfte nach Wolfsburg. „Für mich ist der TuS das Team der Rückrunde“, betont Bült. „Wir können an solchen Aufgaben wachsen.“ Schon am 24. März kommt der nächste Kracher, der ungeschlagene Spitzenreiter Hannoverscher SC ist dann zu Gast in Wolfsburg. Zwischendurch geht’s zu Schlusslicht HSG Fuhlen-Hessisch-Oldendorf. „Die Partien gegen die direkte Konkurrenz werden entscheidend“, so Bült. „Wir stehen vor schweren Prüfungen.“

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