Zuschauer-Bann trifft Löwen erstmal nur für zwei Heimspiele

Braunschweig.  Sollten die Corona-Einschränkungen aber noch für Dezember gelten, sieht es für Braunschweigs Basketballer düster aus.

Beim Test gegen Vechta waren ein paar Fans in der VW-Halle, die sich dieses Privileg im Crowdfunding gekauft hatten. Die ersten Punktspiele müssen Karim Jallow und Co. aber nun vor leeren Rängen spielen.

Beim Test gegen Vechta waren ein paar Fans in der VW-Halle, die sich dieses Privileg im Crowdfunding gekauft hatten. Die ersten Punktspiele müssen Karim Jallow und Co. aber nun vor leeren Rängen spielen.

Foto: imago images/Susanne Hübner

Das neue bundesweit geltende Zuschauerverbot für den Profisport zur Eindämmung des Coronavirus wirft auch Braunschweigs Basketballer enorm zurück. Allerdings haben sie noch Glück im Unglück. Denn im November stehen nur zwei Heimspiele auf dem Programm. Würde das Runterfahren des öffentlichen Lebens allerdings noch einen Monat ausgedehnt, träfe das den Standort enorm.

Acht Heimspiele bis Jahresende

Denn für Dezember sind für die Löwen sechs Heimspiele angesetzt. Mit den beiden Niedersachsenduellen im November, Sonntag in einer Woche zum Punktspielstart gegen Oldenburg, und am 21. November gegen Vechta, wären das Einnahmeausfälle aus acht Spielen und somit aus fast einer halben Saison.

„Wir hoffen natürlich, dass es nicht so weit kommt“, sagt Geschäftsführer Oliver Braun und setzt sehr darauf, dass im Dezember zumindest die nach letztem Stand erlaubten 1300 Zuschauer in die Arena dürfen. Schließlich hatten die Löwen zusammen mit dem Braunschweiger Gesundheitsamt und den Verantwortlichen der VW-Halle ein Hygienekonzept ausgetüftelt, um dies zu ermöglichen.

Geld für Tickets gibt’s zurück

Die Dauerkarteninhaber, die für die Oldenburg-Partie bereits Tickets gekauft hatten, bekommen ihr Geld zurück. Eventuell wollen die Löwen auch noch die Option anbieten, die Karten für ein späteres Spiel einzutauschen.

Kniffliger ist die Sache im Blick auf die Entschädigung von Sponsoren, die mit ihren Werbepaketen ja auch viele Tickets gekauft haben. Hier arbeiten Braun und seine Kollegen in der Geschäftsstelle noch an Lösungen.

Regressforderungen von Sponsoren drohen

Die Sorge vor Regressforderungen von Werbepartnern ist für die Basketballer momentan ohnehin größer als die vor Ticket-Mindereinnahmen. Denn für Zuschauerausfälle können sie nach derzeitiger Regelung bis einschließlich Dezember noch weitere Summen aus den 200 Millionen Staatshilfen für den Profisport beantragen.

Für wegfallende Werbeeinnahmen hingegen, gibt es kein Auffangnetz. Wenn Sponsoren Gelder zurückfordern, weil ihre Hallenwerbung nur im Fernsehen, nicht aber von Zuschauern auf den Rängen gesehen wird, haben die Löwen ein Etatloch. Größenordnungen könne er aber nicht nennen, sagt Braun und hofft, dass es gar nicht erst dazu kommt und ab Dezember mit Fans gespielt werden kann.

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