Tiefschlag für die Basketballer: Kostja Mushidi muss gehen

Braunschweig.  Die Löwen geben die sofortige Trennung von ihrem 21 Jahre alten Leistungsträger aus „disziplinarischen Gründen“ bekannt und suchen Ersatz.

Ein Youngster voller Emotionen: Kostja Mushidi  feierte seine Dreier stets mit großen Gesten und war ein großer Hoffnungsträger für den Standort. Nun muss er die Löwen verlassen.

Ein Youngster voller Emotionen: Kostja Mushidi feierte seine Dreier stets mit großen Gesten und war ein großer Hoffnungsträger für den Standort. Nun muss er die Löwen verlassen.

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Das ist ein böser Tiefschlag für Braunschweigs Basketballer und ihre Fans: Die Löwen geben die sofortige Trennung von ihrem Supertalent Kostja Mushidi bekannt. Es muss etwas vorgefallen sein, das keine andere Reaktion erlaubte, zu dem der Erstligist aber keine weiteren Angaben macht als „disziplinarische Gründe.“

„Es ist sehr bedauerlich, dass es zur Trennung kommen musste. Aber es gibt gewichtige Gründe, die diesen Schritt unvermeidlich gemacht haben“, sagt Geschäftsführer Sebastian Schmidt in einer Pressemitteilung und warb um Verständnis, dass keine Details genannt werden. „Kostja ist ein hochtalentierter, junger Spieler mit unglaublich viel Potenzial und hatte bei uns eine wichtige Rolle. Dementsprechend enttäuscht sind wir auch über das Geschehene und die daraus resultierenden, unvermeidlichen Konsequenzen.“

Mushidi war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der 21-Jährige spielte nach drei Jahren in Serbien sein erstes BBL-Jahr und hat den Löwen-Anhängern mit seiner emotionalen Spielweise viel Freude bereitet. Der Flügelspieler gehörte bei seinen acht Einsätzen mit 11,6 Punkten im Schnitt zu den Braunschweiger Leistungsträgern. Er zelebrierte seine Dreier mit immer neuen Gesten, entschied mit so einem Treffer das Heimspiel gegen Ulm für die Löwen, zerriss aber nach dem Debakel in Vechta auch tief betrübt sein Trikot und weinte nach der Niederlage gegen Hamburg.

Gerade erst hatte Trainer Pete Strobl im Gespräch mit unserer Zeitung dem begnadeten Scorer erneut eine NBA-Perspektive bescheinigt, die Mushidi zugesprochen wird, seit er die deutsche U18-Nationalmannschaft zum ersten Sieg beim Albert-Schweitzer-Turnier geführt und in der U19-Weltauswahl beim „Hoop Summit“ stark aufgetrumpft hatte. Nun scheint die Karriere des Flügelspielers erstmal empfindlich unterbrochen.

Und auch die Löwen haben ein Problem, den Youngster zu ersetzen, der ja einer der Vorzeigeathleten für den neuen „deutschen Weg“ sein sollte, mit dem sich der Standort einen neuen Namen als Talentschmiede machen wollte. Gleich nach der überraschenden Trennung von Mushidi begannen Schmidt und Strobl nach einem deutschen Ersatz Ausschau zu halten. Und sie hoffen, ihn schon kurzfristig präsentieren zu können, vielleicht bereits zum Pokalspiel gegen Bamberg.

Pokal-Viertelfinale: Braunschweig – Bamberg, Sonnabend, 18 Uhr, VW-Halle.

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