Löwen-Profis loben: „Steve hat einen tollen Job gemacht“

Braunschweig.  Der Co-Trainer der Braunschweiger Basketballer hat nach sechs Spielen als Chef die Regie am Ostermontag wieder an Frank Menz übergeben.

„Siehste, ich kann’s auch“, scheint hier Assistent Steven Clauss (rechts) zu Frank Menz zu sagen.

„Siehste, ich kann’s auch“, scheint hier Assistent Steven Clauss (rechts) zu Frank Menz zu sagen.

Foto: imago/Jan Huebner

Als Frank Menz zuletzt vor sechs Wochen an der Seitenlinie stand und seine Löwen coachte, kletterte sein Team durch einen Triumph in Ludwigsburg auf den siebten Bundesliga-Rang. Am Montag hat der Cheftrainer nach überstandener Krankheit wieder die Regie bei Braunschweigs Basketballern übernommen, und seine Mannschaft rangiert nach zwischenzeitlichem Abrutschen erneut auf einem Play-off-Platz.

Sein Co-Trainer Steven Clauss hat also recht gute Arbeit geleistet. Von den sechs Partien, in denen er Menz vertrat, gewann er drei Heimspiele gegen Gießen, Göttingen und Bremerhaven und verlor gegen Vechta, in Ulm und in München.

Ein Spiel mehr hätten die Löwen gerne noch gewonnen.

Siegwurf war ein Spielzug

Dennoch waren die Spieler mit ihrem Interimstrainer sehr zufrieden. Wen man auch fragte, Thomas Klepeisz, Scott Eatherton oder DeAndre Lansdowne, sie alle antworteten fast wortgleich: „Steve hat einen tollen Job gemacht.“

Nach dem Sieg gegen Bremerhaven bekam Clauss noch ein Sonderlob für seinen letzten Spielzug. Der Sensationstreffer von DeAndre Lansdowne in 0,5 Sekunden Restspielzeit auf Zuspiel von Thomas Klepeisz war nämlich keine Zufallsproduktion. Er entsprang einem Einwurfsystem, das die Löwen seit Wochen für eine solche Situation unter Zeitdruck eingeübt hatten. Schon im Spiel in München waren sie es einmal durchgelaufen – noch ohne Erfolg. „Aber heute war es perfekt exekutiert“, jubelte Klepeisz.

Stolz zeigte Clauss nach der Partie sein Taktikbrett, auf dem die Aktion – wie einige andere Spielzüge auch – als fertiger gezeichneter Computerausdruck abgeheftet war. „Da musste ich in der Auszeit nur noch draufzeigen, und es nochmal in Erinnerung rufen“, lachte der Trainer. „Wenn man mir etwas nicht vorwerfen kann, dann, dass ich nicht gut vorbereitet bin.“

Alle freuen sich auf Menz

Die Arbeit habe ihm Spaß gemacht, resümierte Clauss seine Wochen als Cheftrainer. „Es ist ja meine Aufgabe, ordentlich weiterzumachen, wenn der Headcoach mal ausfällt. Ich tue das mit meiner Erfahrung und meinem Können, und wir haben unsere Ziele umgesetzt“, sagte er zufrieden mit sich selbst. „Jetzt freue ich mich, dass Frank gesund ist und wieder einsteigt.“

Die Mannschaft muss sich nach den Wochen des ruhigeren wieder an einen autoritäreren Führungsstil und mehr Druck gewöhnen. Die Spieler sind bereit. „Wir freuen uns, den Coach jetzt gesund zurückzuhaben“, sagte Lansdowne. „Es ist Franks Team und seine Spielanlage. Er wird uns nochmal einen Push geben mit seinem Feuer und seiner Energie an der Seitenlinie.“

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