Kobylanski-Rückkehr gegen St. Pauli? So siehts Eintrachts Kapitän

Braunschweig.  Eintracht Braunschweig trifft im Kellerduell der 2. Bundesliga auf St. Pauli. Kann Kapitän Martin Kobylanski dabei wieder eingreifen?

Die Kapitänsbinde braucht Martin Kobylanski nicht, um Führungsspieler zu sein. Dennoch freut er sich, dass er sie tragen darf.

Die Kapitänsbinde braucht Martin Kobylanski nicht, um Führungsspieler zu sein. Dennoch freut er sich, dass er sie tragen darf.

Foto: Darius Simka / regios24

Der deutliche Pausenstand bei der 0:4-Niederlage gegen Darmstadt 98 am vergangenen Freitag hatte zumindest einen winzigen positiven Aspekt – er verschaffte Eintracht Braunschweigs Kapitän Martin Kobylanski Zeit, seine Verletzung richtig auszukurieren. „Wir haben in der Halbzeit mit dem Trainerteam darüber gesprochen, ob ich noch ins Spiel komme, haben uns aber dagegen entschieden“, erklärte der Mann mit der Rückennummer zehn, der aus den siegreichen Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Bochum (2:1) und Nürnberg (3:2) eine Verletzung am Innenband davongetragen hatte und anschließend gut drei Wochen lang ausgefallen war.

Beide Male erwischte ihn ein Gegenspieler kurz vor seiner Auswechslung. Die Komponente Kobylanski fehlte dem Eintracht-Spiel zuletzt ein wenig . Seine zuweilen ansatzlosen, überraschenden Abschlüsse sorgten ansonsten immer für Gefahr. „Das zeichnet mich aus, dass ich auch aus nicht so optimalen Positionen schieße und der Mannschaft so das Gefühl gebe, dass wir immer die Chance auf ein Tor haben. Aus solchen Situationen entstehen auch mal Abpraller, die meine Mitspieler verwerten können“, ist sich der 26-Jährige sicher. „Ich fackle oft nicht lange und versuche, so Fehler der Gegner zu erzwingen.“

Kobylanski: Ich brauche die Binde nicht, um voranzugehen

Die haben seit dem Aufstieg logischerweise eine ganz andere Qualität als in der 3. Liga. Und sie stehen auch dem gebürtigen Berliner bei seinen Offensivaktionen ein bisschen mehr auf den Füßen, als es in der vergangenen Saison der Fall war. „Fehler werden hier härter bestraft. Aber auch wir können diese provozieren. Und obwohl keine Zuschauer da sind, spürt man nach guten Aktionen die Unterstützung von der Bank, vom Trainerteam und den Auswechselspielern. Das gibt einem dann Selbstbewusstsein“, sagt der schussgewaltige Mittelfeldmann, der seit Beginn dieser Spielzeit Kapitän bei der Eintracht ist . Seine Rolle sieht er daher schon ein wenig verändert, sein Auftreten sei aber immer noch dasselbe. „Es ist schön, Kapitän zu sein. Aber ich brauche die Binde nicht, um voranzugehen. Im Spiel und im Training die Mitspieler zu unterstützen, habe ich auch schon in der Saison vorher gemacht“, sagt Kobylanski, der seit dem Aufstieg aufgeräumter wirkt, aber sich auf dem Rasen seine rotzfrechen Aktionen beibehalten hat. In der Situation, in der sich die Eintracht vor dem Kellerduell gegen St. Pauli am Samstag im Eintracht-Stadion (13 Uhr/Sky) befindet, ist der Führungsspieler aber wieder mehr gefragt. Zwei Spiele in Folge verloren die Löwen zuletzt . Die Stimmung war deshalb verständlicherweise gedrückt.

Kobylanski gibt aber zu verstehen: „Der Auftritt in Darmstadt war schlecht. Wir sollten das Spiel aber nicht überbewerten und die Situation nicht dramatischer machen als sie ist. Wir haben erst neun Spieltage absolviert. Dennoch wissen wir, dass wir gegen St. Pauli gänzlich anders auftreten müssen.“ In den vergangenen Tagen habe es viele Gespräche gegeben. Der Eindruck: Bei der Eintracht wird der Blick nach vorn gerichtet.

Kobylanski: Eintrachts gegen St. Pauli wird kampfbetont

Und St. Pauli steht ebenso wie die Blau-Gelben unter Druck. Nach verheißungsvollem Start ließ die verjüngte Mannschaft des neuen Trainers Timo Schultz zuletzt nach. Einfach wird es trotzdem oder gerade deshalb nicht gegen die Kicker vom Millerntor. „Es wird ein kampfbetontes Spiel. Und ich rechne damit, dass viel mit langen Bällen agiert wird“, sagt Kobylanski. „Aber wir sollten uns mehr auf unsere Stärken konzentrieren als auf den Gegner.“

Seine Genesung kommt da gerade Recht, denn es lässt sich nicht verneinen, dass der Spielgestalter den Auftritten der Löwen eine andere Qualität verleiht. Der Deutsch-Pole ist ein Unterschiedsspieler im Kader der Braunschweiger. Seine Rückkehr wäre daher ein positives Signal.

Doch reicht es überhaupt schon für die Startelf? „Das müssen wir besprechen“, sagt Kobylanski etwas geheimnisvoll. „Da will ich nicht Ja oder Nein zu sagen. Aber es geht in die richtige Richtung.“ Na also!

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (1)