Eintracht-Angreifer Putaro: An uns darf kein Vorbeikommen sein

Braunschweig.  Der Abstiegskampf mit Eintracht Braunschweig hat Leandro Putaro reifen lassen. Im Sommer ist er wohl wieder weg. Bis dahin will er alles geben.

Leandro Putaro fühlt sich auf der linken Außenbahn im Eintracht-Mittelfeld am wohlsten.

Leandro Putaro fühlt sich auf der linken Außenbahn im Eintracht-Mittelfeld am wohlsten.

Foto: Philipp Ziebart / Philipp Ziebart/BestPixels.de

Leandro Putaro war anzumerken, wie gut ihm der 3:0-Sieg am Montagabend beim KFC Uerdingen tat. Trotz der nach wie vor prekären Situation der Fußballer von Eintracht Braunschweig im Abstiegskampf der dritten Liga scheint sich die Anspannung nach zuvor drei sieglosen Spielen wieder in eine positive zu wandeln. „Ich denke, es war für alle sehr gut. Und deshalb sind hier auch gerade alle sehr glücklich.“

Die Löwen konnten einen erneuten Sturz auf einen Abstiegsrang vermeiden – trotz der Siege der Konkurrenten aus Jena und Cottbus. Die drei Punkte hievten Eintracht auf einen 14. Platz. Ausruhen will sich bei den Blau-Gelben darauf aber niemand. „Wir müssen in den letzten vier Spielen noch einmal alles geben, dann erreichen wir auch unser Ziel“, sagt Putaro. Alles andere wäre auch leichtsinnig.

Putaros Entwicklung im Trikot von Eintracht Braunschweig

Jenen Leichtsinn konnte der 22-Jährige, der für eine Spielzeit von Zweitligist Arminia Bielefeld ausgeliehen ist, mit der Zeit ablegen. Hackentricks, die der Offensivspieler bei seinen ersten Auftritten im Eintracht-Trikot nur zu gern auspackte, lässt er nun bleiben. Unter André Schubert scheint der gebürtige Göttinger, der nur rund 30 Kilometer den Mittellandkanal runter beim VfL Wolfsburg ausgebildet wurde, verinnerlicht zu haben, dass ein aufopferungsvoller Einsatz und solide Aktionen besser ankommen, statt bloß phasenweise Glanzlichter zu setzen.

Eintracht Braunschweig kommt Putaros Variabilität zugute

Diese Entwicklung hilft nicht nur Putaro – sondern auch Eintracht. Der Angreifer, der sich auf dem linken Flügel am wohlsten fühlt, hat sich nach einer Zerrung seinen Platz in der Startelf zurückerkämpft und wird von Schubert mal rechts, mal links eingesetzt. Gegen Uerdingen agierte er gar als Außenverteidiger in der Fünferkette. Doch wo er spielt, sei ihm egal. „Ich ordne mich ein. Damit habe ich kein Problem“, sagt der ehemalige U-Nationalspieler Deutschlands. Dass er seit der 3:4-Niederlage im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück im Oktober nicht mehr getroffen hat, nervt Putaro zwar, doch wenn andere die Tore schießen, ist ihm das auch recht. „Wichtig ist mir, dass wir die Punkte holen“, erklärt er. „Aber natürlich würde ich mich freuen, wenn ich mal wieder ein Tor mache.“ Vielleicht klappt’s ja Sonntag gegen den SC Preußen Münster. Mit einem Sieg könnten Putaro und seine Mitspieler einen gewaltigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt tun. „Drei Punkte“, sagt er, „wären schon enorm wichtig. Dafür müssen wir dem Gegner zeigen, dass es an uns kein Vorbeikommen gibt.“

Putaro will den Klassenerhalt mit Eintracht so früh wie möglich

Denn mit einem Abstieg will sich der Deutsch-Italiener bestimmt nicht aus Braunschweig verabschieden. Nach jetzigem Stand kehrt er im Sommer zurück nach Bielefeld. Bis es soweit ist, liegt sein Fokus jedoch darauf, mit der Mannschaft den Ligaverbleib klarzumachen. „Und das wollen wir so früh wie möglich tun“, sagt er.

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