Gegen die DEG: Grizzlys wollen den Trend umkehren

Wolfsburg.  Der Wolfsburger Eishockey-Erstligist zeigt sich optimistisch, dass Möser nach überstandener Herzmuskelentzündung bald loslegen darf.

Coach Pat Cortina hatte fast eine Woche Zeit, um mit seiner Mannschaft an den Defiziten zu arbeiten. Am Mittwoch gegen die DEG wollen die Grizzlys Wolfsburg den Schalter umlegen.

Coach Pat Cortina hatte fast eine Woche Zeit, um mit seiner Mannschaft an den Defiziten zu arbeiten. Am Mittwoch gegen die DEG wollen die Grizzlys Wolfsburg den Schalter umlegen.

Foto: Darius Simka / Regios24

Vom heutigen Mittwoch an haben es die Grizzlys Wolfsburg in der Hand, den Trend umzukehren, ihre Ausgangslage im Kampf um die Play-offs entscheidend zu verbessern. Nach der ersten kompletten Trainingswoche seit dem Saisonstart am 20. Dezember sollen die Resultate beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten wieder stimmen. Beweisen muss es die Mannschaft von Coach Pat Cortina am Mittwochabend (18.30 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG auf dem Eis.

Die DEG, in deren Spielen die meisten Treffer (52) gefallen sind, steht genau da, wo die Wolfsburger mindestens hinwollen. Auf Platz 4 der vermeintlich leichteren Nordstaffel, der damit für die Play-offs berechtigt. Die Grizzlys sind überzeugt, dass sie in der vergangenen Woche an den richtigen Stellschrauben gedreht haben, um den Trend nach zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen mit nur drei Punkten umkehren zu können. „Wir haben vor allem an unserem Defensivspiel und an den Special Teams gearbeitet“, gibt Maximilian Adam einen Einblick in die Trainingsinhalte. Und der Abwehrspieler sagt weiter: „Die Trainer haben uns sehr hart rangenommen, vor allem am Freitag und Samstag hatten wir zwei sehr lange Einheiten.“

Gegen Düsseldorf soll Weg korrigiert werden

Manager Charly Fliegauf hatte Druck auf die Coaches aufgebaut und gesagt: „Ich erwarte von ihnen, dass sie die Dinge, die sichtbar nicht gut laufen, besser machen.“ Dass die Intensität höher war, hatte nicht unbedingt etwas mit den Ergebnissen zu tun, sagt Cortina. Sondern mehr mit der Tatsache, dass im Training einmal keine unmittelbare Rücksicht auf das nächste Spiel genommen werden musste. Auch die Ansprache an die Mannschaft sei eine andere gewesen. Denn: „Der Weg, den wir eingeschlagen hatten, hat uns nicht gefallen.“

Gegen die Düsseldorfer soll der eingeschlagene Weg korrigiert werden. Die DEG hatte Wolfsburg zehn Tage vor dem zweiten Saisonvergleich mit 5:4 nach Verlängerung besiegt. Im Tor stand da Neuzugang Dustin Strahlmeier, der nach drei Einsätzen in Serie mit 14 Gegentoren dieses Mal von Chet Pickard abgelöst wird. Möglich ist auch, dass Kapitän Sebastian Furchner nach überstandener Oberkörperverletzung sein Comeback gibt. Eine Entscheidung, so Cortina, werde aber erst im Laufe des Spieltags fallen. Der Coach hätte dann nach langer Zeit mal wieder die Qual der Wahl für sein Aufgebot und müsste gegebenenfalls einen Akteur auf die Tribüne schicken.

Möser für Düsseldorf noch kein Thema

Natürlich noch kein Thema ist Janik Möser, von dem es am Dienstag dennoch vorsichtig optimistische Neuigkeiten gab. Eine Herzmuskelentzündung, die wohl durch eine Corona-Erkrankung ausgelöst worden war, sorgt dafür, dass der Sommer-Zugang aus Mannheim noch ohne Einsatz im Grizzlys-Trikot ist. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt und eine Diskussion über die Rückkehr von Leistungssportlern in den Trainings- und Spielbetrieb entfacht.

Möser musste nach den Tests am Montag ein 24-Stunden-EKG tragen, das letzte Werte über seinen Gesundheitszustand liefern soll. Wie es im Anschluss weitergeht, wird im Austausch mit den Ärzten entschieden. Die Grizzlys zeigten sich am Dienstag allerdings optimistisch, dass der Abwehrspieler bald ins Training einsteigen darf. Wann der 25-Jährige dann aber für den Spielbetrieb bereitstehen kann, ist ungewiss. Er hatte nahezu die gesamte Vorbereitung verpasst. Ebenfalls noch offen ist, wann Nationalverteidiger Dominik Bittner zurückkehren wird.

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