Grizzlys Wolfsburg: Vor dem Tor muss es öfter knallen

Wolfsburg.  Vor dem Gruppenfinale in Bremerhaven: Grizzlys-Coach Pat Cortina sieht die „richtige Richtung“. Furchner kehrt zurück, Fauser fehlt weiter.

Vor des Gegners Tor soll es wieder mehr knallen: Spencer Machacek (in Orange und Schwarz) und die Grizzlys Wolfsburg kämpfen in Bremerhaven um ihre letzte Chance aufs Halbfinale.

Vor des Gegners Tor soll es wieder mehr knallen: Spencer Machacek (in Orange und Schwarz) und die Grizzlys Wolfsburg kämpfen in Bremerhaven um ihre letzte Chance aufs Halbfinale.

Foto: Darius Simka / regios24

Egal, was die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend ab 19.30 Uhr bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven auch anstellen: Sie müssen bis Sonntag warten, um zu erfahren, ob es für den Einzug in die Endrunde des Magentasport-Cups gereicht hat. Dann spielt Düsseldorf in Krefeld – und alle drei Teams haben vor dem letzten Spieltag in Gruppe A noch die Möglichkeit, die K.o.-Spiele zu erreichen. Gibt es nach vier Niederlagen doch noch ein Happy End für die Grizzlys?

Lediglich das Auftaktduell mit einer stark ersatzgeschwächten DEG hatten die Wolfsburger bislang für sich entscheiden können. Seitdem schauten sie in die Röhre. Und Manager Charly Fliegauf war nach dem 1:2 am Dienstagabend in der Verlängerung gegen Krefeld so bedient, dass er deutliche Kritik übte. „Wir haben es vergeigt“, sagte der 60-Jährige unter anderem. Fliegauf bemängelte zudem das Offensivspiel und die Torausbeute, zählte mit Garrett Festerling, Mathis Olimb und Anthony Rech auch drei Spieler an, die „große Probleme“ hätten, ihre Form zu finden.

Cortina: „Schritt in die richtige Richtung“

Bei Pat Cortina klingt das einen Tag vor dem womöglich letzten Vorbereitungsspiel in Bremerhaven schon etwas versöhnlicher . Sein Blick aufs Krefeld-Spiel ist ein anderer als der des Managers. Der Grizzlys-Coach sagt: „Es war nicht das Ergebnis, das wir wollten. Aber von der Leistung her war es ein Schritt in die richtige Richtung nach dem Spiel am Samstag in Düsseldorf.“ Das hatte sein Team ebenfalls in der Verlängerung verloren, ein 2:3 stand am Ende auf der Anzeigetafel.

Der letzte Test vor dem Saisonstart?

Cortina will einen Schritt nach vorn gesehen haben, ergänzt jedoch auch: „Das bedeutet nicht, dass wir zufrieden sind. Sind wir schon dort angekommen, wo wir hin wollen? Absolut nicht!“ Viel Arbeit wartet demnach noch auf den Kanadier und sein Trainerteam, um die Grizzlys in die Spur zu bringen. Sollte es im Magentasport-Cup nicht mehr weitergehen, ist die Partie am Freitagabend in Bremerhaven vermutlich schon der letzte Test vor dem anvisierten DEL-Start am 20. Dezember gegen Krefeld. Mit Testspielen ist es in der Corona-Zeit schwierig.

Der Puck muss öfter ins Tor

Wo setzt Cortina nun an? Ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht die Verbesserung der Effektivität vor des Gegners Tor . So habe seine Mannschaft am Dienstag ja nur acht Chancen der Pinguine zugelassen. „Wenn das so ist, hast du einen richtig guten Job gemacht“, sieht der 56-Jährige den Hebel nicht in der Defensive. Sondern in der Offensive. Zu vieles verpufft im gegnerischen Drittel wirkungslos. „Vor dem gegnerischen Tor müssen wir einen besseren Job machen . Da liegt der Fokus drauf“, sagt Cortina.

Furchner wieder dabei, Youngster-Duo in Quarantäne

Helfen würde es sicher schon, wenn die von Fliegauf öffentlich angezählten Festerling, Olimb und Rech wieder in die Spur finden würden. Immerhin: Mit Sebastian Furchner ist ein erfahrener Angreifer wieder dabei. Der 38-Jährige hatte gegen Krefeld wegen eines Magen-Darm-Infekts passen müssen. Noch zu früh kommt die Partie hingegen für Gerrit Fauser , der nach seinen Adduktorenproblemen noch mehr Eiszeit benötigt. Zudem werden die Youngster Jan Nijenhuis und Steven Raabe fehlen. Sie sind für das deutsche U20-Nationalteam nominiert worden, das an der WM in Kanada teilnimmt. Dafür müssen sich beide vorsorglich in Quarantäne begeben.

Nur mit einem Sieg in Bremerhaven haben die Grizzlys überhaupt noch Chancen aufs Halbfinale, das am 10. Dezember stattfinden wird. Dass das nicht einfach wird, zeigt schon ein schneller Blick aufs Tableau . Die Fischtowns Pinguins sind das einzige Team im gesamten Wettbewerb, das noch ungeschlagen ist. Es muss schon einiges passieren, dass die Wolfsburger noch ihr Happy End bekommen.

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