Grizzlys Wolfsburg: Gegen Krefeld geht’s ums Halbfinale

Wolfsburg.  Am Dienstagabend sind die personell gebeutelten Krefeld Pinguine zu Gast. Wolfsburg will seine Chance auf Gruppenplatz 2 wahren.

Sebastian Furchner (rechts) und die Grizzlys Wolfsburg benötigen gegen die Krefeld Pinguine (Laurin Braun) unbedingt einen Sieg, um noch auf das Weiterkommen im DEL-Vorbereitungsturnier um den Magenta-Sport-Cup zu hoffen.

Sebastian Furchner (rechts) und die Grizzlys Wolfsburg benötigen gegen die Krefeld Pinguine (Laurin Braun) unbedingt einen Sieg, um noch auf das Weiterkommen im DEL-Vorbereitungsturnier um den Magenta-Sport-Cup zu hoffen.

Foto: City-Press / Grizzlys Wolfsburg/oh

In der eigenen Hand haben es die Grizzlys nicht mehr, ob sie beim Magenta-Sport-Cup die Gruppenphase überstehen werden. Für den Wolfsburger Eishockey-Erstligisten geht es nur noch darum, die Düsseldorfer EG zu überholen und sich als Tabellenzweiter der Gruppe A für das zweite Halbfinale am 11. Dezember zu qualifizieren. Die Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg gegen die Krefeld Pinguine , die am 20. Dezember auch der Gegner beim Auftakt der DEL-Saison 2020/21 sein werden.

Auch die Pinguine haben ein Weiterkommen noch nicht komplett abgeschrieben, müssen dazu allerdings auch unbedingt gewinnen, und zwar in der regulären Spielzeit. Dass sie überhaupt daran denken können, haben sie ihrem einzigen sportlichen Highlight der vergangenen Wochen zu verdanken: Dem 3:1-Heimsieg gegen die Grizzlys. Dieses Spiel sorgte aber auch am Rande für Aufmerksamkeit, nachdem aus Protest zum Aufwärmen nur der Krefelder Torwart aufs Eis gekommen war. Im Anschluss hätten die Pinguine dann „Schaum vor dem Mund“ gehabt, sagte da Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner , dessen Team sich davon ziemlich beeindrucken ließ.

Auch Ex-Grizzlys Hospelt hat Krefeld verlassen

Ansonsten waren es vor allem Personalien und ein erneuter Gehaltsverzicht, die für Schlagzeilen in Krefeld sorgten. Insgesamt sechs Spieler sowie Coach Glen Hanlon haben seit dem Erfolg gegen die Grizzlys ihre Zelte dort wieder abgebrochen. Als bisher letzter hat sich der frühere Wolfsburger Kapitän Kai Hospelt entschlossen, den Weg der Pinguine zu verlassen. Hospelt soll es in die DEL2 ziehen, er wird schon an seiner früheren Wirkungsstätte nicht mehr mit von der Partie sein. „Da war ziemlich viel Unruhe in den letzten Tagen, was uns aber nicht beeinflussen soll und wird“, sagt Grizzlys-Verteidiger Dominik Bittner, der aber sicher ist, dass es auf die Krefelder einen Effekt haben wird: „Das wird die verbliebenen Spieler bestimmt anspornen.“

Ihren Fokus versuchen die Wolfsburger komplett auf sich zu legen. Und dazu haben sie nach drei Niederlagen in Serie beim DEL-Vorbereitungsturnier auch allen Grund. „Es schien so, als wären wir bereit, aber wir waren es nicht“, sagt Pat Cortina , der erneut auf Verteidiger Janik Möser und Angreifer Gerrit Fauser verzichten muss. Wolfsburgs Coach meint weiter: „Bei uns muss mehr Kampfgeist zu sehen sein, wir müssen härter spielen als zuletzt.“ Was die Anzahl an Torchancen betrifft, da waren die Grizzlys auch bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Düsseldorf gleichwertig, aber die DEG zeigte eben den nötigen Biss in den Zweikämpfen. Noch etwas anderes ist wichtig, wie Bittner nachschiebt: „Wir müssen weg von den Hochrisikopässen oder Eins-gegen-eins-Situationen hin zu mehr Sicherheit in den kritischen Zonen.“

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Wolfsburg benötigt Schützenhilfe fürs Weiterkommen

Gelingt den Wolfsburgern gegen Krefeld die Trendwende, dann sind sie allerdings immer noch auf Schützenhilfe angewiesen. Die Fischtown Pinguins sind als aktueller Gruppenerster bereits sicher fürs Halbfinale qualifiziert, am Mittwoch gegen Düsseldorf reicht ihnen ein Punkt, um Platz 1 in Gruppe A klarzumachen. Für die Grizzlys wäre es freilich besser, die Bremerhavener würden gegen die DEG im fünften Spiel den fünften Sieg einfahren. Dann hätte es Wolfsburg doch wieder selbst in der Hand, wenn es am Freitagabend in Bremerhaven zum finalen Duell in der Gruppe kommt.

Die Frage, ob die Wolfsburger im Magenta-Sport-Cup weiterkommen, dürfte auch für den weiteren Verlauf der Vorbereitung von Bedeutung sein: Ist nach dem sechsten Gruppenspiel am Freitag Schluss, müssten die Grizzlys zwei Wochen bis zum Liga-Auftakt überbrücken und würden versuchen, noch Testspiele zu vereinbaren. „Weiterzukommen wäre mir persönlich lieber“, so Cortina. „Was wir nicht wollen, ist es, zwei Wochen nicht zu spielen. Wobei das eine Situation ist, die uns wegen Corona auch im Laufe der Saison ereilen könnte. Wenn es für uns nicht weitergehen sollte, werden wir uns Gedanken machen, was wir stattdessen tun können.“

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Grizzlys Wolfsburg – Krefeld Pinguine , Dienstag, 19.30 Uhr, Zuschauer sind nicht zugelassen, MagentaSport überträgt die Partie im Internet.

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