Olimb beim Mentalitätstest der Grizzlys Wolfsburg dabei

Wolfsburg.  Der norwegische Spielmacher ist rechtzeitig fit vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt. Das beschert dem Trainer ein zweifelhaftes Luxusproblem.

Der Grizzlys-Jubel von München – so möchten sich die Wolfsburger auch nach dem Ingolstadt-Match freuen.

Der Grizzlys-Jubel von München – so möchten sich die Wolfsburger auch nach dem Ingolstadt-Match freuen.

Foto: imago/Beautiful Sports

Die beste Nachricht zuerst: Mathis Olimb kehrt nach überstandener Handverletzung zurück ins Team der Grizzlys Wolfsburg. Auch U20-Nationalspieler Jan Nijenhuis steht nach dem Klassenerhalt mit Deutschland bei der WM der Top-Nationen dem Wolfsburger Eishockey-Erstligisten wieder zur Verfügung für die Wochenend-Spiele gegen Ingolstadt und in Mannheim.

Für mindestens einen Grizzlys-Spieler ist das aber eine schlechte Nachricht. Zuletzt blieb nur ein Platz leer im 21er-Spieltagsaufgebot. Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr gibt es auch noch bei einem dritten Stürmer: Alexander Johansson. Seine Unterkörperverletzung, die ihn seit einiger Zeit zum Zuschauen zwang, könnte der Schwede überwunden haben. Problem: „Wir konnten ihn bisher nicht testen, denn nun war er krank“, berichtet Trainer Pat Cortina.

Kehrt Johansson zurück, muss der Coach zwei Spieler auf die Tribüne setzen. Aber auch ohne Johansson hat er erstmals seit langem wieder ein kleines Luxusproblem. Doch ob es sich um ein solches handelt, da ist sich Cortina gar nicht so sicher. „Es besteht die Gefahr, dass sich ein paar Spieler zu behaglich fühlen, wenn der Kader tief ist“, sagt er. Zuletzt habe man aufgrund der Verletzungen zusammenrücken müssen, nun ändere sich der Rhythmus erneut, der ein oder andere Spieler bekomme weniger Eiszeit. Was prinzipiell ein Vorteil sein müsste, könne erst einmal die Teamleistung schmälern. Nach kurzem Überlegen wischt Cortina seine Zweifel beiseite. „Ich bin überzeugt, dass es positiv wird“, sagt er.

Nicht weit weg vom Comeback ist auch Sebastian Furchner (Oberkörperverletzung) . Für Ingolstadt reicht es zwar doch nicht, aber der Kapitän sagt: „Ich brauche sicher noch ein paar Tage, fühle mich aber stetig besser.“ Sicher kein Thema sind indes weiter Armin Wurm (Reha nach Hand-OP) und Lucas Lessio (Unterkörperverletzung). Aber auch Letzterer stand in dieser Woche auf dem Eis, trainierte aber noch nicht wieder in vollem Umfang mit der Mannschaft.

Eine sehr wahrscheinlich erscheinende Variante ist, dass Spielmacher Olimb spielt, aber ansonsten die 20 Profis erneut ran dürfen, die zuletzt 5:4 n. P. bei Spitzenreiter München gewannen. Nijenhuis, der laut Cortina im Training körperlich einen ordentlichen Eindruck machte, bleibt vorerst draußen.

Mitten drin im Rennen um Platz 6 wären die Grizzlys (49 Punkte), wenn sie mit einem glatten Heimsieg über den Tabellensechsten Ingolstadt (55) bis auf drei Punkte an diesen heranrückten. Doch von einem Schlüsselspiel in diesem Sinne will Cortina nichts wissen. Wohl aber von einem im Hinblick auf die Mentalität. „Die Frage ist: Beeinflusst der Blick auf die Tabelle unser Spiel?“

In den ersten Phasen der Saison sei das des Öfteren der Fall gewesen. Nun setzt der Trainer auf den Lerneffekt seines stabiler gewordenen Teams, das den Fokus behalten müsse. „Wir vertrauen mittlerweile unserem Prozess, weil wir gesehen haben, dass wir dadurch belohnt werden.“ Auf Rückkehrer Olimb und Co. wartet am Wochenende der Mentalitätstest gegen Ingolstadt (bisherige Saisonduelle 2:0, 3:6) und Mannheim (2:5, 1:3).

Grizzlys – Ingolstadt Panther,
Freitag, 19.30 Uhr, Eis-Arena.

Adler Mannheim – Grizzlys,
Sonntag, 19 Uhr.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder