Pickard glänzt beim 6:1 der Grizzlys Wolfsburg in Dresden

Wolfsburg.  Der Torwart-Neuzugang des Eishockey-Erstligisten liefert eine überzeugende Premiere ab. Das ist die wichtigste Erkenntnis des ersten Tests.

Eric Valentin schoss das erste Tor der Grizzlys Wolfsburg in der Vorbereitung.

Eric Valentin schoss das erste Tor der Grizzlys Wolfsburg in der Vorbereitung.

Foto: Darius Simka / regios 24

Eric Valentin erzielte das erste Tor der Grizzlys Wolfsburg in der Saison 2019/2020. Es war das 1:0 beim standesgemäßen 6:1 (1:0, 2:0, 3:1) am Sonntagabend in Dresden gegen die gastgebenden Eislöwen aus der DEL 2. Zum Testspielauftakt lief aber längst noch nicht alles rund. Die wichtigste Erkenntnis war deshalb: Mit Torwart Chet Pickard aus Mannheim hat der Eishockey-Erstligist einen ausgezeichneten Fang gemacht.

Die Neuzugänge Anthony Rech (zuvor Schwenningen), Garrett Festerling (Mannheim), Jan Nijenhuis (Jungadler Mannheim) , Alexander Johansson (Färjestad) und Maximilian Adam (Berlin) schossen die weiteren Grizzlys-Tore. Dass hinten zwei Drittel nichts anbrannte, war aber vor allem Pickards Verdienst. Mit hervorragendem Stellungsspiel und seinem massigen Körper (1,88 m/98 kg) entschärfte er reihenweise gute Chancen der keineswegs passiven Dresdner und bügelte so nicht zu übersehende Defensivschnitzer seiner Vorderleute aus. Im Schlussdrittel durfte die Nummer 3, Michel Weidekamp (ausgeliehen aus Halle/Saale), ran.

Die beiden intensiven ersten Mannschaftstrainingswochen erklären jedoch gelegentliche Unkonzentriertheiten des Teams. Dafür präsentierten sich die Grizzlys vor des Gegners Tor zumeist kaltschnäuzig. Außerdem fehlten fünf Spieler (Felix Brückmann, Armin Wurm, Mike Sislo, Valentin Busch und Mathis Olimb) zum Start.

Deshalb probierte der neue Cheftrainer Pat Cortina vor allem auf den Center-Positionen etwas aus. Überraschend Anthony Rech führte die nominell erste Reihe mit Brent Aubin und Christoph Höhenleitner zu Beginn an. Festerling indes spielte auf außen, überließ Valentin die Mittelposition.

Die besseren Möglichkeiten besaßen im ersten Drittel die Eislöwen. Dane Mitchell (2. Minute) und Thomas Pielmeier (14.) trafen jedoch nur das Torgestänge, Mario Lamoureux (17.) scheiterte am Außennetz. Aber auch Wolfsburgs Spencer Machacek (29.) ließ die metallene Torumrandung erklingen. In derselben Überzahl, vergangene Spielzeit eine Schwäche der Mannschaft, traf Festerling zum 3:0.

Beim 1:0 (9.) hatte Valentin seinen eigenen Nachschuss im Slot verwandelt. Beim 2:0 (25.) stand Rech genau an der richtigen Stelle. Am meisten freute sich allerdings Nijenhuis über sein Tor zum 4:0 (39.). Der 18-jährige Förderlizenzspieler kämpft um einen festen Platz im DEL-Kader. Das 5:0 besorgte Johansson (51.). Mit Adam traf ein weiterer Neuer gegen im letzte Drittel überforderte Eislöwen, die aber durch Lamoureux (58.) zum verdienten Ehrentreffer kamen.

Übrigens: Spencer Machacek lief als Assistent von Kapitän Sebastian Furchner auf, dessen zweiter Stellvertreter wie vergangene Saison Jeff Likens war. „Wir werden in den nächsten Wochen rotieren“, kündigte Manager Charly Fliegauf an.

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