Grizzlys-Trainer Cortina auf Stippvisite: „So weit, so gut“

Wolfsburg.   Und zwischendurch weht schon mal wieder ein Hauch von Eishockey durch Wolfsburg. Zur Spieler-Trainingswoche schaut auch der neue Coach vorbei.

Spaß an der Arbeit haben hier Marius Möchel (links) und Neuzugang Maximilian Adam.

Spaß an der Arbeit haben hier Marius Möchel (links) und Neuzugang Maximilian Adam.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Pat Cortina auf Stippvisite in Wolfsburg. Der neue Cheftrainer der Grizzlys sieht beim Eishockey-Erstligisten nach dem Rechten, ehe er heute schon wieder abreist. „Ich bin hier, um zu beobachten und die Stimmung kennenzulernen. Außerdem suche ich noch eine Wohnung“, erzählte der Italo-Kanadier am Rande einer Fitness-Einheit seines neuen Teams.

In dieser Woche befinden sich die meisten deutschen Spieler in der Stadt, um gemeinsame Trainingseinheiten zu absolvieren. Im Mai, Juni und Juli hat der Klub je eine solche Woche angesetzt, ehe Ende Juli die Leistungstests und das Mannschaftstraining starten. Zurzeit nehmen auch junge Spieler des Zweitliga-Kooperationspartners Kassel Huskies an der Vorbereitung teil.

Unter der Leitung des neuen Fitness- und Athletiktrainers Peter Kruse, der den nach Klagenfurt wechselnden Lion Hennig ersetzt, ging es am frühen Dienstagvormittag bei strahlendem Sonnenschein vor der Eis-Arena schweißtreibend zur Sache. Vor allem als Sturm-Hüne Marius Möchel mit Neuzugang Maximilian Adam, einem echten kleinen Kraftpaket, um einen Gymnastikball ringen sollte, kam richtig Spaß auf. Das trieb auch Cortina die Lachfältchen ins Gesicht. „Ich finde es sehr gut, dass die Jungs schon jetzt zusammen hier arbeiten.“

Der Coach ist überhaupt angetan vom bisherigen Kader. „So weit, so gut. Wir haben viele erfahrene und gute junge Spieler. Allerdings müssen wir auch noch einen Großteil neue Spieler finden“, sagte der 54-Jährige. Dabei vertraut er auf Manager Charly Fliegauf und Nordamerika-Scout Tyler Haskins. „Beide machen sehr gute Arbeit. Auch ich probiere, dabei zu helfen.“ Offen ließ auch Cortina noch die Frage, ob die Grizzlys mit den pro Match maximal erlaubten neun Ausländern oder gleich mit zehn in die Spielzeit gehen. Seine interessante Antwort: „Das hängt auch davon ab, ob wir finden, was wir suchen. Wenn nicht, dann werden es vielleicht zehn.“

Bevor Cortina demnächst wieder nach Wolfsburg kommt, reist er nun erst einmal zur Eishockey-WM in die Slowakei. „Nach Bratislava. Ich nehme dort auch an einem Trainer-Symposium teil“, verriet er. Dem deutschen Nationalteam, das am Dienstagabend auch sein drittes Gruppenspiel (4:1 gegen Frankreich) gewann, und vor allem Grizzlys-Profi Gerrit Fauser (1 Assist gegen die Franzosen) drückt der ehemalige Bundestrainer fest die Daumen. „Deutschland hat einen sehr guten Kader. Und wir haben noch nicht das volle Potenzial gesehen“, lobte er.

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