Vermisster Liebenburger – Polizei bittet nach Hinweis um Mithilfe

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Vermisst wird ein 51-Jähriger aus der Gemeinde Liebenburg.

Vermisst wird ein 51-Jähriger aus der Gemeinde Liebenburg.

Foto: Polizei

Goslar.  Ein Zeuge will den PKW des vermissten 51-Jährigen am Morgen des 13. April auf der Kreisstraße 32 zwischen Groß Döhren und Hahndorf gesehen haben.

Die Staatsanwalt Braunschweig geht davon aus, dass der vermisste 51-Jährige aus Groß Döhren Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Seit dem frühen Morgen des 13. April wird er vermisst. Eigens für diesen Fall hat sich die Ermittlungsgruppe „Fortuna“ gebildet, die beim 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes angesiedelt ist.

Sucheinsatz nach Hinweis aus der Bevölkerung

Die Ermittlungsgruppe hat am Freitag, 7. Mai, einen Sucheinsatz in die Wege geleitet. „Aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung suchten Ermittler gemeinsam mit Spürhunden ein Grundstück in der Lewer Straße am Ortsrand der Gemeinde Liebenburg ab“, heißt es seitens der Polizeiinspektion Goslar. Das Ergebnis der Spurensuche liegt noch nicht vor.

Blutspuren im Garten entdeckt

Wie Staatsanwalt Christian Wolters auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, seien im Garten Blutspuren gefunden worden. Außerdem will ein Zeuge das Auto des Vermissten gesehen haben.

Die Ermittlungsgruppe bittet um Mithilfe. „Ob der Vermisste noch lebt, ist ebenso unklar wie die konkreten Umstände, die zu den Spuren geführt haben“, so Wolters. Das Verschwinden sei weiter rätselhaft. So sei insbesondere weiter unklar, unter welchen Umständen das Auto des Vermissten nach Hannover gekommen ist.

Das Auto soll gesehen worden sein

Doch gibt es hier nun eine heiße Spur im Fall des vermissten 51-Jährigen aus Groß Döhren bei Liebenburg? Zumindest nimmt die bei der Polizeiinspektion Goslar eingerichtete Ermittlungsgruppe „Fortuna“ einen Zeugenhinweis zum Anlass, die Bevölkerung erneut um Mithilfe zu bitten: Ein Zeuge will am Dienstagmorgen, 13. April, gegen 5.20 Uhr, den PKW des seit dem 13. April Vermissten, einen VW Caddy, Baujahr 2015, blaumetallic, GS - KK 31 auf der Kreisstraße 32 zwischen Groß Döhren und Hahndorf vor sich fahrend bemerkt haben.

Zwischen ihm und dem VW Caddy habe sich noch ein weiteres Fahrzeug befunden. Hierbei soll es sich um einen weißen PKW Seat, Typ Mii, gehandelt haben. Die Ermittler suchen nun dringend den Fahrer oder die Fahrerin dieses PKW als Zeugen. Ferner werden Berufspendler beziehungsweise andere Personen, die die K32 regelmäßig in den frühen Morgenstunden befahren, gebeten, mögliche Beobachtungen in Bezug auf den VW Caddy beziehungsweise dessen Insassen zu melden. Hinweise: (05321) 3390.

Ermittlungsgruppe suchte im Wald nach Vermisstem

Die bereits Ende April von der Polizei Goslar eingeleitete Absuche eines Waldstücks im Vermisstenfall des 51-Jährigen aus der Gemeinde Liebenburg blieb erfolglos. „Die Ermittlungsgruppe ging hierbei einem Hinweis aus der Bevölkerung nach. Die Absuche des Geländes führte jedoch nicht zum Auffinden fallrelevanter Hinweise“, informierte die Polizeiinspektion Goslar.

Die bei der Polizei Goslar eingerichtete Ermittlungsgruppe „Fortuna“ suchte am Freitag, 30. April, Waldstücke längs der Bundesstraße 242 zwischen Sonnenberg und Dammhaus ab. Das geht aus einer Meldung der Polizei hervor. Mehrere Spürhunde aus ganz Niedersachsen waren mit im Einsatz. Die B242 musste für diesen Einsatz voll gesperrt werden.

Übergriff im Garten

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat der Vermisste sein Haus im Liebenburger Ortsteil Groß Döhren am Dienstag, 13. April, zwischen 5 und 5.15 Uhr verlassen. Aufgrund der mittlerweile ausgewerteten Spurenlage dürfte es unmittelbar im Anschluss zu einem Vorfall im Garten des Grundstücks gekommen sein, bei dem der 51-Jährige verletzt wurde. Seitdem fehlt von dem Mann jede Spur.

Der Vermisste wird als hilfsbereit beschrieben

Ewald Bosse ist der Zweite Vorsitzende des Schützenvereins Döhren. Der Sohn des Vermissten war hier Mitglied. „Der Vermisste war sehr hilfsbereit. Obwohl er kein Mitglied im Verein war hat er auch schon mal ausgeholfen“, so Bosse. „Wir im Ort sind alle geschockt über das Verschwinden. Da können wir uns keinen Reim drauf machen.“

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