IG Metall sagt Stellenabbau bei MAN in Salzgitter Kampf an

Watenstedt.  Die IG Metall hat sich auf ihrer jüngsten Delegiertenversammlung geschlossen hinter die vom Stellenabbau bedrohte Belegschaft von MAN gestellt.

Die IG Metall unterstützt geschlossen die Beschäftigten von MAN.

Die IG Metall unterstützt geschlossen die Beschäftigten von MAN.

Foto: IG Metall

Die Front der Solidarität für die MAN-Belegschaft bei „Truck & Bus“ wächst. So haben sich alle Betrieben der IG Metall in Salzgitter und Peine bei der jüngsten Delegiertenversammlung hinter die Beschäftigten des Komponentenwerks für Achsen und Kurbelwellen gestellt.

Wie die Gewerkschaft gestern mitteilte, waren die Pläne des Konzerns, bis 2023 weltweit rund 9500 Stellen zu streichen und möglicherweise auch Standorte zu schließen, das zentrale Thema bei der Zusammenkunft, an der 180 Delegierte teilnahmen.

Ziel sei es nun, den Standort und die Arbeitsplätze in Salzgitter zu erhalten. „Massenentlassungen Akzeptiert Niemand“, bildete 1. Bevollmächtigter Matthias Wilhelm aus der Lagebeschreibung das Akronym des Lastwagen- und Busherstellers. „Keiner akzeptiert die Pläne von MAN, auf Kosten der Beschäftigten die Umsatzrendite von plus 3, 3 Prozent auf 8 Prozent anheben zu wollen und dafür Standorte zu schließen und die Beschäftigten vor die Tür zu setzen“, erklärte er. Die Belegschaft habe bisher viele Veränderungen am Standort in Salzgitter erleben müssen.

„Einen Kahlschlag des Werkes in Watenstedt und unserer Arbeitsplätze werden wir nicht kampflos hinnehmen“, gab sich der 1. Bevollmächtigte kämpferisch.

„Wir erwarten vom MAN-Konzern, endlich tragfähige und innovative Konzepte zu liefern, die den Beschäftigten Sicherheit und zukunftsgerichtete Perspektiven geben,“ forderte Elke Behmer-Geisler, die Betriebsratsvorsitzende von „Truck & Bus“. Es gab laut IG Metall anhaltenden Beifall der Delegierten.

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