Von Salzgitters Amtsdeutsch, Autos, Bildung und Bahnfahrten

Lebenstedt.  Der Rat sich am Mittwoch mit Anfragen der Fraktionen befasst. Außerdem verabschiedete er SPD-Ratsfrau Sandra Dittmann.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel (links), Ratsvorsitzender Bernd Grabb und SPD-Ratsherr Frank Miska (rechts) übergaben Ratsfrau Sandra Dittmann zum Abschied Blumensträuße.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel (links), Ratsvorsitzender Bernd Grabb und SPD-Ratsherr Frank Miska (rechts) übergaben Ratsfrau Sandra Dittmann zum Abschied Blumensträuße.

Foto: Michael Kothe

Elf Anfragen der Fraktionen beschäftigten den Rat am Mittwoch. Die Bandbreite der Themen reichte von der Verwaltungssprache über allgemeine Sicherheit bis zur Bildung und einer möglichen Ortsumgehung für Salder. Nicht alle Fragen hat die Stadt bereits beantwortet. Diskussionen oder Nachfragen gab es am Ende der knapp viereinhalbstündigen, von drei corona-bedingten Pausen unterbrochenen Sitzung nicht.

Livestream war gewöhnungsbedürftig

Dass die Zusammenkunft erstmal per Livestream im Netz übertragen wurde, war für mache Ratsmitglieder gewöhnungsbedürftig.. Während einmal sogar Besucher im Saal des Hotels am See begrüßt wurden, obwohl sie gar nicht da waren, sprach zumindest SPD-Ratsfrau Doris Holletzek medienbewusst „die Zuhörer an den digitalen Endgeräten“ an. 665 sahen nach Zählung der Verwaltung kurz rein, 62 zur selben Zeit. Sie erlebten gleich eingangs mit, wie der Rat SPD-Ratsfrau Sandra Dittmann verabschiedete, die ihr Mandat aus beruflichen abgegeben hat. Ihr folgt Peter Zielinski nach.

Amtsdeutsch auf Augenhöhe

Um verständlicheres Amtsdeutsch ging es beispielsweise der MBS-Fraktion. Sie wollte von der Verwaltung detailliert wissen, wie weit sie sich nachvollziehbar bemüht, Klartext zu schreiben, höflich, bürgerorientiert und strukturiert spricht und korrespondiert. Dabei bezieht sich die Fraktion auf den 2010 veröffentlichten Leitfaden „Alles klar?! – Amtsdeutsch Ade: ein Leitfaden für bürgernahe Verwaltungssprache“. Die Stadt antwortete ausführlich auf die belehrend wirkenden Fragen. Sie nennt auf sieben Seiten acht Beispiele, teilweise in Formularform dafür, dass sie sich redlich bemüht, mit den Bürgern auf Augenhöhe zu kommunizieren. Doch für die Antwort gab es zumindest während der Ratssitzung keine Fleißnote.

Fragen nach Parkplätzen

Den Grünen, die nach Parkplätzen für die geplante Kita im Neubaugebiet Fredenberg-West fragen, antwortete die Stadt, die „optimale Erreichbarkeit“ sei gewährleistet. Die FDP hatte vorgeschlagen, mit einer Verbindung zwischen der Nord-Süd-Straße und der Landesstraße (L472) nicht nur eine Ortsumgehung für Salder, sondern auch eine Anbindung ans Neubaugebiet am Weddemweg zu schaffen. Diese Trasse sei geprüft und als unwirksam verworfen worden, so die Stadt.

Noch unbeantwortet sind Anfragen etwa zu einem Notfallplan in Corona-Zeiten, zu Bildung und Teilhabe von Arbeitslosen und Asylbewerbern, zur Raumlufttechnik an Schulen und zum Ausbau der Bahnstation in Lebenstedt.

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