Baustart für das Projekt „Windwasserstoff Salzgitter“

Salzgitter.  Die Avacon AG und die Salzgitter AG sind Projektpartner. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung CO2-arme Stahlproduktion.

Der Bau der Windkraftanlagen gegenüber von Tor 6 der Salzgitter AG für das Projekt Windwasserstoff geht zügig voran.

Der Bau der Windkraftanlagen gegenüber von Tor 6 der Salzgitter AG für das Projekt Windwasserstoff geht zügig voran.

Foto: Jörg Kleinert

Wer dieser Tage von der Eisenhüttenstraße in die Walzwerkstraße einbiegt, der staunt nicht schlecht. Gegenüber von Tor 6 der Flachstahl AG „wachsen“ auf der freien Fläche Windkraftanlagen in den Himmel.

Für den „Windpark Salzgitter“ mit sieben Windkraftanlagen – die Nabenhöhe der von Vestas gefertigten Anlagen liegt bei 169 Meter – ist der offizielle Baustart erfolgt. Ein riesiger Auslegerkran, 180 Meter hoch, unterstützt beim Aufbau der komplizierten Windenergie-Technik.

Drei Anlagen werden auf dem Gelände des integrierten Hüttenwerks der Salzgitter Flachstahl GmbH errichtet, weitere vier auf dem umgebenden Konzerngelände. Sie haben eine Gesamtleistung von rund 30 Megawatt. Ebenfalls beeindruckend: Die Länge der Rotorblätter beträgt 67 Meter. Sie wiegen
15 Tonnen und bestehen aus glasfaserverstärktem Epoxidharz, Kohlenstofffasern und einer massiven Metallspitze.

Bauherr und Betreiber ist die Avacon Natur GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Avacon AG. Die Kosten für das Projekt – Aufbau der Windkrafträder und der Wasserstoffanlagen inklusive der benötigten Infrastruktur – belaufen sich nach Angaben von Avacon und Flachstahl auf rund 50 Millionen Euro.

Die Windkraftanlagen, so teilen die Konzerne mit, seien ein weiterer Baustein des wegweisenden Projekts „Windwasserstoff Salzgitter“, bei dem „grüner“ Wasserstoff für die Stahlproduktion erzeugt werden soll. Deshalb baut Salzgitter Flachstahl in diesem Jahr eine PEM-Elektrolyse, die von Siemens geliefert wird. Der Wasserstoff wird in der Produktionskette der Salzgitter Flachstahl GmbH eingesetzt.

Der Plan: Künftig soll Wasserstoff zur Reduktion von Eisenerz dienen und Kohlenstoff ersetzen. Er spielt damit eine wichtige Rolle in der Konzeption von „SALCOS – Salzgitter Low CO2 Steelmaking“ und damit für eine CO2-arme Stahlproduktion.

Im Januar hatten die bauvorbereitenden Arbeiten für die sieben Windkraftanlagen begonnen. Zunächst wurden Straßen und Zuwegungen sowie Flächen für Krane und Baumaschinen vorbereitet. Die Fertigstellung der Anlagen ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Schaulustige dürfen sich den Baufortschritt indes nur aus der Ferne ansehen: Die Baustelle befindet sich auf dem Gelände des Salzgitter-Konzerns und darf, so teilt das Unternehmen mit, aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

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