Corona in Salzgitter und Umland – Was Sie jetzt wissen müssen

Salzgitter.  Alle Fakten auf einen Blick. Es gibt weitere 38 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert steigt auf 154,2.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Hände­hygiene­maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektions­präventions­maßnahmen. Die eigene Hygiene, vor allem das Händewaschen, ist als Schutz vor dem Coronavirus besonders wichtig.

Foto: Patrick Pleul

519 nachgewiesene Covid-19-Fälle gibt es in Salzgitter seit Beginn der Pandemie, meldet das städtische Gesundheitsamt am Freitagnachmittag. Das sind 38 mehr als am Vortag. Akut erkrankt sind demnach 215 Salzgitteraner. Eine über 70-jährige Frau war am Donnerstag im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt gab es somit 12 Todesfälle in dem Zusammenhang in Salzgitter. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt für Salzgitter 154,21 (+27,1). 597 Krankheitsverdächtige befinden sich gegenwärtig in häuslicher Isolation. In 6.310 Fällen wurde die angeordnete Quarantäne aufgehoben.(Stand: 30.10., 15:30 Uhr). Als genesen gelten derzeit 292 Personen.

Gerüchte, in einem Pflegeheim in Lebenstedt sei es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen, dementierte Stadtsprecher Martin Neumann. Es gebe einen positiven Fall unter den Mitarbeitern einer Einrichtung, mehr jedoch nicht. Auch im Helios-Klinikum spiegelt sich die seit einer Woche stark erhöhte Zahl der Neuinfektionen noch nicht wider, sagt Geschäftsführerin Alice Börgel. „Bisher haben wir nur wenige Covid-19-Patienten.“

Weil der Siebestageswert der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner jenseits der Marke von 50 liegt, ist die Stadt aufgrund der Vorgaben von Land und Bund verpflichtet, eine neue Verfügung zu erlassen, die weitgehendere Beschränkungen mit sich bringt. Neben der verpflichtenden Sperrstunde in der Gastronomie von 23 bis 6 Uhr und dem Limit von 10 Personen aus zwei Haushalten, die sich treffen dürfen, gilt ab Dienstag auch eine erweiterte Maskenpflicht unter freiem Himmel.

Wegen der hohen Inzidenz gilt die neue Niedersächsische Landesverordnung ab sofort auch in Salzgitter. Sie sieht unter anderem eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr sowie erweiterte Maskenpflicht vor. Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) hat in diesem Zuge mitgeteilt, dass nicht zuletzt in der Gastronomie nach wie vor die Einhaltung der bereits länger bekannten Corona-Regeln (1,50 Meter Abstand, Mund-Nasen-Schutz) im Vordergrund stehen.

Erneutes Besuchsverbot im Helios-Klinikum in Lebenstedt

Am Sonntagvormittag, 18. Oktober, hat das Helios-Klinikum in Lebenstedt aufgrund der steigenden Infektionszahlen ein erneutes Besuchsverbot verhängt. Der ärztliche Direktor Dr. Dietmar Loitz bat um Verständnis für die Maßnahme: „Uns ist bewusst, dass wir den Patienten und ihren Angehörigen erneut viel abverlangen. Sozialen Kontakte erhöhen das Infektionsrisiko aber erheblich.“ Ausnahmen bestehen unter anderem für Eltern oder Erziehungsberechtigte, wenn die Patienten Kinder sind.

Am Donnerstag, 15. Oktober, hatte die Stadt 14 neue bestätigte Infektionsfälle mit Covid-19 gemeldet. Dabei handelt es sich um zehn Erkrankungsfälle in einem großen Familienverband und weitere vier Einzelfälle, von denen drei Reiserückkehrende sind, erklärt Stadtsprecher Martin Neumann. „Aktuell laufen die Kontaktnachverfolgungen, wobei ein Großteil der Kontaktpersonen schon erreicht werden

Appell: „Hygieneregeln einhalten“

Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich appelliert: „Daher ist weiterhin das Einhalten der Hygieneregeln und der Abstandsregelungen zwingend zum Eigen- und Fremdschutz erforderlich, um zu verhindern, dass Ausbrüche weitere Kreise ziehen. Das gilt für den privaten Raum ebenso wie für das Verhalten in der Öffentlichkeit.“

Nur mit Termin ins Rathaus

Nur mit einem Termin, der vorher telefonisch oder per E-Mail vereinbart wurde, ist ein Besuch im Rathaus möglich. Von der Pflicht vorher einen Termin vereinbaren zu müssen, gibt es allerdings eine Ausnahme:Um die Besucherströme zu entzerren und allgemeine Dienstleistungen anzubieten, die ohne Beratungsgespräch erbracht werden können, wird die ehemalige Pförtnerloge auf der rechten Seite neben dem Eingang des Rathauses geöffnet. Gelbe Säcke oder Formulare sind beispielsweise über die Fensterfront der Pförtnerloge erhältlich.

Beim Servicepoint melden

Besucher und Besucherinnen mit Termin melden sich beim Servicepoint, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vermitteln den Kontakt zur zuständigen Organisationseinheit und geleiten die Besucher und Besucherinnen zu einer Wartezone im Atrium. Zu beachten ist, dass eine „freie“ Bewegung im Rathaus nicht möglich ist, dass bei der Kundenbegleitung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist und ein Formular zur Kontaktnachverfolgung ausgefüllt werden muss, das nach 3 Wochen Aufbewahrung vernichtet wird. Die Terminwahrnehmung sollte grundsätzlich durch Einzelpersonen erfolgen. Nur wenn es rechtlich erforderlich ist, kann hiervon abgewichen werden.

Nicht alle Ämter haben die gleichen Öffnungszeiten

Für den Großteil der Fachdienste im Rathaus gelten die bekannten Öffnungszeiten von Montag bis Mittwoch und Freitag, von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Weitergehende Öffnungszeiten haben das BürgerCenter, die Ausländerstelle und das Standesamt. Diese öffnen montags bis freitags, von 8 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags, von 14 bis 18 Uhr. In den Bereichen Bauordnung und Denkmalschutz können nach Vereinbarung Termine am Dienstag, von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag, von 14 bis 18 Uhr wahrgenommen werden. Das Gesundheitsamt hat bereits Kunden-Kontaktbüros auf dem Gelände des Helios-Klinikums eingerichtet. Es muss jedoch vor dem Besuch ein Termin per Telefon 05341 / 839-2022 oder E-Mail gesundheit@stadt.salzgitter.de vereinbart werden.Auch die Stadtbibliothek, das Städtische Museum Schloss Salder, die Kunst- und Kreativschule, die Musikschule, die Volkshochschule und die Zulassungsstelle haben andere Öffnungszeiten. Wann welche Stelle geöffnet hat und was zu beachten ist, steht auf der Internetseite der Stadt Salzgitter www.salzgitter.de .

Noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet

Weitere Dienstgebäude, die bisher noch nicht geöffnet sind, werden sobald alle organisatorischen Maßnahmen getroffen worden sind, ebenfalls sukzessive öffnen. Betroffen sind die im Gebäude von Avacon untergebrachten Organisationseinheiten, der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie im Gebäude „Haus der Familie“ sowie die Nebenstellen und die Verwaltungsstelle Salzgitter-Bad. Bis dahin erfolgt die Abwicklung des Kundenverkehrs weiterhin über die Kontaktbüros im Atrium des Rathauses.Während der Pandemie bleiben das im Altklinikum untergebrachte Gesundheitsamt und Sachgebiete des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie für den Publikumsverkehr geschlossen.

Start des Schulbetriebes in Salzgitter

Die Landesregierung hat entschieden, dass am kommenden Montag, 27. April, zunächst die Abschlussklassen in den weiterführenden Schulen und in der darauffolgenden Woche die Abschlussklassen der Grundschulen wieder in den Unterrichtsbetrieb einsteigen können. In Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebes hat die Stadt Salzgitter zusammen mit den Schulleitern nach eigenen Angaben alle notwendigen organisatorischen und hygienischen Maßnahmen getroffen, die für einen sicheren Schulbetrieb unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erforderlich sind. Auf der Basis des Musterhygieneplanes des Kultusministeriums gibt es neben den persönlichen Hygienemaßnahmen für Lehrer und Schüler auch eine Reihe von Maßnahmen, für die die Stadt Salzgitter als Schulträgerin Sorge trägt. Dazu gehören beispielsweise besondere Reinigungsmaßnahmen im Vergleich zur routinemäßigen Reinigung der Schulen. So müssen Handläufe, Türgriff, Tische und Stühle häufiger abgewischt werden und Toilettenanlagen müssen noch gründlicher gereinigt werden.

Auch organisatorische Maßnahmen zum Gesundheitsschutz mussten umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Abstandsmarkierungen auf Fußböden, die Nutzung mehrerer Ein- und Ausgänge, die Einhaltung notwendiger Sitzabstände in Klassenräumen und das Absperren bestimmter Außen- und Innenbereiche an Schulen.

Eine besondere Herausforderung stellte und stellt die schnelle Beschaffung der erforderlichen Hygienematerialien (Seife, Desinfektionsmittel oder Papierhandtücher), aber auch beispielsweise von Absperrband in der erforderlichen Menge dar, da die Nachfrage nach derartigen Produkten aktuell immens ist.

Hinsichtlich der Schülerbeförderung in den Schulbussen und an den Haltestellen der Schulbusse wird auf die ab kommenden Montag vom Land verordnetet Verpflichtung hingewiesen, eine textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Geeignet sind neben den Geischtsmasken Schals, Tücher, Buffs, aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material selbst hergestellte Masken.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel richtete sich in einer Pressemitteilung mit dem Appell, gerade im Zuge der aktuellen Lockerungen besonders verantwortlich zu handeln, an die Bevölkerung. „Ich bitte alle Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner, gerade in diesen entscheidenden Tagen und Wochen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Seit Montag hat das öffentliche Leben wieder Fahrt aufgenommen, zahlreiche Geschäfte sind wieder geöffnet und so kommt man sich zwangsläufig in geschlossenen Räumen näher. Schützen Sie andere und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz! Das sollte aus meiner Sicht keine verpflichtende Regelung sein, die kontrolliert wird, sondern eine freiwillige Maßnahme, um unsere Mitmenschen zu schützen. Das sehe ich genauso wie unsere Landesregierung.“

Im Personennahverkehr, beim Einkaufen oder dem Aufsuchen von Behörden, überhaupt beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen und überall dort, wo die Abstandsregelung nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen einer Alltagsmasken sinnvoll. Eine sogenannte Alltagsmaske, auch „Community-Maske“ oder „Mund-Nase-Abdeckung genannt, ist eine textile Barriere, die infektiöse Tröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abfängt. Damit schützt eine solche Maske nicht die Trägerin oder den Träger, sondern Personen, die sich in der Nähe aufhalten. Eine solche Alltagsmaske ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu den vorgeschriebenen Abstandsregeln. All diese Fakten seien bekannt, so Oberbürgermeister Klingebiel.

Aus diesem Grund bleibe es bei einer eindringlichen Empfehlung. „Auch, wenn wir heute keine weitere Neuinfektion zu verzeichnen haben, gibt es noch keine Entwarnung und es bei einer Empfehlung zu belassen, ist nach heutiger Einschätzung angemessen“, doch er stellt klar, „dass die nächsten Tagen zeigen werden, ob in diesem Punkt verpflichtend nachgesteuert werden müsste. Wir werden uns im Krisenstab die Entwicklung der Infektionszahlen und das Verhalten der Menschen in Salzgitter sowie das weitere Geschehen in Niedersachsen genau anschauen, um die Notwendigkeit des Erlasses einer Rechtspflicht in Salzgitter regelmäßig neu zu bewerten.“

Stadt stellt Antworten-Katalog auf wichtigste Fragen ins Internet

Seit Dienstag, 17. März, 14 Uhr, waren alle Dienststellen der Stadt Salzgitter für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Fachdienste und Organisationseinheiten der Stadtverwaltung sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Notfalltermine werden nur noch in außergewöhnlichen Härtefällen vergeben.

Kurz nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Corona-Falles hat die Stadt am 13. März ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses dient als erste Anlaufstelle für die Anliegen der Bürger.

Bis zum 1. April liefen dort rund 4.200 Anrufe auf. Aktuell sind es täglich etwa 230 bis 425 Anruferinnen und Anrufer, die sich mit Fragen zur Erreichbarkeit der Fachdienste, zur Vergabe der Nottermine oder zum Coronavirus dort melden, berichtet Stadtsprecherin Simone Kessner. Auch in den einzelnen Fachbereichen lauen zahlreiche Anfragen per E-Mail und Telefon ein. Wo nötig, werden Nottermine vereinbart.

Zur Arbeitserleichterung wurde ein Antworten-Katalog erstellt. Die häufigsten Fragen und Antworten davon sind auf der der städtischen Internetseite veröffentlicht.

Teilweise könne es bei der Bearbeitung zu Verzögerungen kommen.

Weiteres Beratungsangebot: Telefonische Beratung der Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern

Gerade für Familien mit Kindern stellen die Veränderungen und Einschränkungen der vergangenen Tage und Wochen eine Herausforderung dar. Je nach Familienkonstellation und individueller Belastung, können dadurch vermehrt Fragen, Ängste oder Nöte auftreten. Gerade in einer solchen Situation ist es hilfreich und sinnvoll, das Gespräch und die Beratung einer dafür ausgebildeten Fachkraft zu suchen. Deshalb bietet die Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Stadt Salzgitter eine telefonische Beratung für alle Fragen rund um das Thema Familie in der Corona-Krise an.

Auch Jugendliche und junge Erwachsene können sich bei Fragen und Sorgen dort telefonisch melden. Die Telefonberatung ist unter der Nummer 05341/839-3491 immer montags bis mittwochs von 09 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 09 bis 12 Uhr erreichbar. Auch per E-Mail (erziehungsberatung@stadt.salzgitter.de) werden Anliegen und Fragen gerne beantwortet.

Das Angebot der Psychologischen Beratungsstelle erweitert das Psychosoziale Beratungstelefon des Sozialpsychiatrischen Dienstes (Tel.: 05341/839-2482), das Betroffene aller Altersgruppen für telefonische psychosoziale Beratungs- und Entlastungsgespräche in Anspruch nehmen können.

Gästezimmer für Gewaltopfer

Weil in Zeiten der Kontaktsperre zum Schutz gegen das Corona-Virus die Gefahr von häuslicher Gewalt vor allem gegen Frauen und Kinder wächst, hat die Stadt Notwohnungen bereitgestellt für Opfer, aber auch für Menschen, die unter Quarantäne stehend oder infiziert sind. Um weitere Räume zur Verfügung zu haben, hat die Stadt Hotels und Pensionen gebeten, gegen Kostenerstattung Gästezimmer zur Verfügung zu stellen.

Digitale Endgeräte für Schulen

Auf der Basis der Vorgabe des Landes, auch bei länger dauernden Schulschließungen Unterricht zu ermöglichen, hat die Verwaltung die Schulen im Stadtgebiet angeschrieben. Sie sollen mitteilen, ob Computer benötigt werden, wie sie genutzt werden sollen und ob digitaler Unterricht geplant ist. Zudem wird mit der städtischen IT geklärt, welche Geräte anzuschaffen sind und wie die Unterstützung der Schulen aussehen kann.

Kurzarbeit bei den Eigenbetrieben

Auch die Gesellschaften und Töchter der Stadt sind durch die Corona-Krise in ihrer Arbeit deutlich eingeschränkt. Die Bäder-, Sport- und Freizeit (BSF) und die Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) haben sich daher auf Kurzarbeit geeinigt.

Bei der KVG wurde durch ein eingeschränktes Fahrplanangebot die Zahl der täglichen Dienste seit Ende März nahezu halbiert, so die Stadt. Zugleich verzeichne das Unternehmen einen deutlichen Einbruch der Umsätze. Die Kurzarbeit wird andauern, bis die Pandemie unter Kontrolle ist.

Bei der BSF wurde laut Stadt eine Kurzarbeits-Regelung gefunden, um den Mitarbeitern sozialverträgliche Lösungen für ein weiterhin gesichertes Einkommen und eine Arbeitsplatzgarantie anzubieten. Die erforderliche Betriebsvereinbarung wurde zunächst nur für den März abgeschlossen. Über die Zeit danach fänden derzeit noch Gespräche statt, hieß es gestern

Digitale Angebote

Die Stadtbibliothek bietet mit den Datenbanken Munzinger und Genios Zugriff auf gesicherte Informationen im Internet. Für die Nutzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis notwendig. Wer bisher über keinen Ausweis verfügte, kann sich jetzt für drei Monate unentgeltlich anmelden. Hierfür muss eine Mail mit dem Vor- und Zunamen, der Anschrift sowie dem Geburtsdatum an stabi@stadt.salzgitter.de gesendet werden. Die Datenbank Genios ermöglicht Zugriff auf Zeitschriften und Zeitungen im Volltext. Sie beinhaltet 300 Tages- und Wochenpressequellen sowie 450 Fachpressequellen aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum. Munzinger ist ein umfangreiches Online-Lexikon. Infos im Netz unter stabi@stadt.salzgitter.de.

VHS-Angebote für Zuhause

Auch von zu Hause aus können Interessierte zahlreiche Angebote der Volkshochschule nutzen. Dafür sind nur ein Computer und einige Grundkenntnisse in der Bedienung notwendig. Alle Online-Seminare sind zu finden auf der Internetseite der Volkshochschule www.vhs-salzgitter.de und weitere Informationen über vhs@stadt.salzgitter.de.

Stadtbibliothek versendet Medien

Aufgrund ständig wachsender Nachfrage hat sich die Stadtbibliothek entschlossen, ab sofort Medien an ihre Kunden mit gültigem Bibliotheksausweis zu versenden. Sie können nun maximal zwei verfügbare Medien unter Angabe ihrer Benutzernummer per E-Mail an stabi@stadt.salzgitter.de bestellen. Auf der Seite https://www.salzgitter.de/bildung/stabi/webkatalog.php kann nach verfügbaren Medien recherchiert werden. Es werden Versandkosten in Höhe von drei Euro auf dem Benutzerkonto in Rechnung gestellt, die bei Rückgabe der Medien zu zahlen sind. Von einer Rückgabe von Medien über den Versandweg bittet die Bibliothek dringend abzusehen.

Psychosoziales Beratungstelefon

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für viele Menschen eine Herausforderung dar. Es entstehen zum Beispiel Sorgen um die eigene Gesundheit, den eigenen Arbeitsplatz oder Ängste, wie man selbst mit der sozialen Isolation umgehen kann. Besonders sind Menschen betroffen, die vorher schon an psychischen Erkrankungen gelitten haben. Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet für alle Bürger telefonische psychosoziale Beratungs- und Entlastungsgespräche an. Das Beratungstelefon ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer (05341) 839-2482 erreichbar.

Erste Hilfe bei der Stadt

Seitens der Stadtverwaltung wurden wegen des Coronavirus folgende Sofortmaßnahmen ergriffen: Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (05341) 839-5000 geschaltet. Dieses ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar und steht für Fragen zu Serviceleistungen der Verwaltung zur Verfügung. Für medizinische Fragen wenden sich Bürgerinnen und Bürger bitte an die Corona-Hotline des Landes Niedersachsen (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr) unter Telefon (0511) 4505555. Zudem informiert die Stadtverwaltung kontinuierlich auf der städtischen Homepage.

Das ist zu beachten

Oberbürgermeister Frank Klingebiel erklärte, dass die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Kontaktverbote auch in Salzgitter zu weiteren erheblichen Einschnitten führen werden. So seien Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit auf höchstens zwei Personen beschränkt. Ausgenommen seien Angehörige und Menschen, die in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus leben. Alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, seien untersagt. Der Besuch eines Physiotherapeuten sei nur in Ausnahmefällen gestattet. Verstöße gegen die Anordnungen seien Ordnungswidrigkeiten und würden mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet.

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So reagiert die Polizei

Seit Tagen kontrolliert die Polizei in Salzgitter massiv, ob sich die Bürger der Stadt an die Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie halten. Einige Dutzend polizeiliche Ansprachen gab es seitdem im Stadtgebiet, zudem sind die Zahlen rückläufig – und im großen und ganzen zeigten sich die Menschen einsichtig, wenn die Beamten sie auf ihr Verhalten hinweisen, sagt Salzgitters Polizeisprecher Matthias Pintak. Versammlungen meist älterer Männer in einem Vereinsheim mussten aufgelöst werden, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Um den Infektionsschutz sicherzustellen, wird die Polizeistation in Gebhardshagen, die in einem Wohnhaus untergebracht ist, vorübergehend für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Einsatzbereitschaft der Beamten sei nicht beeinträchtigt, hieß es dazu.

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Das ändert sich im Busverkehr

Montags bis freitags gilt in der Corona-Krise der Samstagsfahrplan. Die Linien des Berufsverkehrs verkehren. Samstags und sonntags gelten die normalen Fahrpläne. An allen Tagen entfallen die Fahrten, die an den Endhaltestellen nach 22 Uhr beginnen. Die Flächen-AST Verkehre werden an allen Tagen nur bis 22 Uhr durchgeführt.

Das ändert sich bei der Müllabfuhr

Die Stadt hat mitgeteilt, dass es aufgrund der aktuellen Corona-Krise zu Änderungen bei der Tourenplanung der Müllabfuhr kommen kann. Der Abfuhrtag bleibt zwar zunächst bis auf weiteres bestehen, doch die gewohnte Tageszeit der Leerung der Abfalltonnen und der Abholung der gelben Säcke kann sich ändern. Die Verwaltung bittet daher alle Bürger, die Abfallbehälter und Gelben Säcke möglichst bereits bis 6.30 Uhr am Abfuhrtag bereit zu stellen. Sie sind fest zu verschließen. Weitere Infos unter www.salzgitter.de.

Hilfen von den Nachbarn

Einkaufshilfen, Botengänge: Im Stadtgebiet und dem Umland haben sich im Zuge der Corona-Krise mehrere Initiativen gegründet, um Menschen beizustehen, die Unterstützung brauchen. Sei es, weil sie sich in Quarantäne befinden. Sei es, weil sie zu den Risikogruppen gehören. So entschlossen sich zwei Mitglieder der Jungherrenwache Ringelheim der Schützengilde am Wochenende spontan, ein solches Angebot auf die Beine zu stellen. Dabei ist auch der Verein Su.Per Salzgitter, der Helfer mit Essbarem versorgt, und viele andere kleine und größere Initiativen in den einzelnen Stadtteilen. Im gesamten Stadtgebiet wollen die Freiwilligen von „Salzgitter – Alle für einen“ rund um Stefani Steckhan helfen. Mehr als 300 Interessenten haben sich bereits in der Facebook-Gruppe eingetragen. Auch in den Salzgitteraner Kliniken haben sich Freiwillige gemeldet, um zu helfen.

Im Stadtteil Fredenberg helfen Ministranten Mitbürgern bei alltäglichen Arbeiten.

Ein Kind kommt zur Welt – was nun?

Wegen personellen Engpasses, der vorrangigen Beurkundung von Sterbefällen und bereits vor längerer Zeit gebuchter Trautermine kommt es laut Stadt bei der Beurkundung von Geburtsanzeigen (Geburtsurkunden) zu zeitlichen Verzögerungen. Oberbürgermeister Klingebiel bat um Verständnis. Eltern von neugeborenen Kindern wenden sich telefonisch (05341/839-3274) oder per E-Mail (standesamt@stadt.salzgitter.de) an die Stadt.

Aktion von Ärzten und Medizinpersonal

Viele Berufsgruppen, vornehmlich medizinische, appellieren derzeit dafür, Zuhause zu bleiben. „Du spazierst auf der Straße? In Ordnung – dann gehe ich nach Hause.“ Die Aktion mit den Schildern, erklärt Gabor Schuszter, einer der beiden Ärzte, soll das Bewusstsein für die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus stärken. Es ist eine von vielen Aktionen, die derzeit besonders auch in den sozialen Medien im Umlauf sind.

Corona – Kliniken in Salzgitter stocken auf

Corona­ – Gefahr für heimische Wirtschaft?

Mit anschaulichen Beispielrechnungen hat Lehrerin Christiane Neumann zunächst im Lehrer-Schüler-Schulelternrat-Kreis die Ansteckungsgefahr des Corona-Virus’ erklärt. „Wichtig ist mir, dass in einer allgemeinverständlichen Sprache komplexe Zusammenhänge erklärt und durch entsprechende Darstellungen sichtbar gemacht werden“, sagt sie. Ihre „Corona-Mathematik – oder warum man besser zu Hause bleibt“ legt auch dar, warum es wichtig war, die Schulen zu schließen. Heinz Strauß, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Salzgitter-Bad, sieht mit der Corona-Krise auch eine Gefährdung der heimischen Wirtschaft, die durch die vorübergehende Schließung von Läden bei laufenden Kosten noch mehr leidet. Deshalb möchte er handeln und die Geschäftslandschaft stärken. Strauß ließ Banner anfertigen, die Salzgitteraner dazu auffordern, auch an die Lage der Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung zu denken. Und zwar mit Stadtgutscheinen, die in allen Mitgliedsläden der Werbegemeinschaft eingetauscht werden und jetzt schon erworben werden können (erhältlich im Netz unter werbegemeinschaft-salzgitter.bad.de, im Sanitätshaus Christoph – aber auch über Facebook und (05341) 35583).

Appell von Ärzten und Polizei Salzgitter- Zuhausebleiben!

Was ist auf dem Markt los?

Die Geschäfte laufen gut, berichten fast alle Marktbeschicker, die selbst erstaunt schienen, dass ihre Waren wie warme Semmeln weggingen – trotz Corona. Gerade Kartoffeln sind derzeit begehrt, berichten sie, aber auch Eier. Mehrere Marktbeschicker berichten von überraschenden Bekundungen der Wertschätzung. „Die Kunden sagen: Es ist toll, dass Ihr da seid, und dass Ihr so tolle Sachen habt“, schildert eine Marktfrau gerührt. „Inzwischen habe ich sogar schon einmal Trinkgeld bekommen!“ Eine andere berichtet, dass sie das Gefühl der Dankbarkeit vermittelt bekommen habe. „Es gibt mehr Wertschätzung als früher“, bestätigt man auch am Obst- und Gemüsestand Fellenberg.

Die Tourismusbranche leidet

Die Zeiten für die Tourismusbranche sind hart. Das bekommen besonders auch die Reisebüros zu spüren. Die Urlaubsreisen, die jetzt für den Sommer gebucht wurden, sind zurückgegangen, weiß Professor Dr. Ernst-Otto Thiesing, Leiter des Instituts für Tourismus- und Regionalforschung (IfTR) an der Ostfalia in Calbecht. Durch die Einreisestopps gebe es viele Stornierungen, wodurch Provisionen für die Reisebüros wegfallen, und das könne diesen in der Masse „das Genick brechen“, sagt Barbara von Zitzewitz von den Flugbörse. Eine FAQ-Liste hängt dort (Berliner Straße) aus und ist auch im Netz abrufbar (www.flugundferien.de)

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