Mitte 2020 steht die Vorauswahl für mögliche Endlager-Standorte

Braunschweig  Der Atomausstieg ist beschlossen, doch wohin mit dem Müll? Noch kommt unsere Region für ein Endlager infrage. Ein wichtiger Termin steht nun.

Arbeitsmaschinen stehen im September .2014 im Erkundungsbergwerk Gorleben in Niedersachsen hinter einer Absperrung. Bis Mitte 2020 will die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine Vorauswahl für ein geeignetes Endlager für hoch radioaktiven Atommüll treffen.

Arbeitsmaschinen stehen im September .2014 im Erkundungsbergwerk Gorleben in Niedersachsen hinter einer Absperrung. Bis Mitte 2020 will die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine Vorauswahl für ein geeignetes Endlager für hoch radioaktiven Atommüll treffen.

Foto: dpa

Bis 2031 soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll gefunden haben. Nun wird bekannt: Spätestens Mitte 2020 wird die BGE mit Sitz in Peine eine Vorauswahl für geeignete Standorte in Deutschland treffen. Das kündigte BGE-Chefin Ursula Heinen-Esser am Montag an. Geladen hatte die BGE Experten aus Bergämtern und Umweltministerien zu einer Tagung in Braunschweig.

Bisher gilt das Prinzip der „Weißen Landkarte“. Infrage kommen Gebiete, in denen es Vorkommen von Steinsalz, Tongestein und Kristallingestein gibt. Das dürften etwa 130 Landkreise und Städte in Deutschland sein. Vor allem handelt es sich um Städte und Landkreise im Norden und Osten Deutschlands.

Darunter sind auch fast alle Kreise und Städte aus unserer Region. Tongestein gibt es in Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter sowie in den Landkreisen Gifhorn, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel und Goslar. Im Landkreis Gifhorn gibt es außerdem Salzstöcke.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder