Zehntausende Asyl-Bescheide werden noch einmal überprüft

Berlin  Zehn Prozent der positiv beschiedenen Asylanträge der letzten Jahre werden neu geprüft. Grund ist der Korruptionsverdacht beim Bamf.

Darum geht es beim Verdacht auf Korruption im Bundesamt für Migration

Korruptionsskandal: Eine leitende Mitarbeiterin des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge soll unrechtmäßig Asylanträge bewilligt haben. Laut Staatsanwaltschaft geht es um mehr als 1200 Fälle.

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Als Konsequenz aus dem Korruptionsverdacht beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sollen Zehntausende Asylverfahren noch einmal aufgerollt werden. Der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Stephan Mayer, kündigte am Mittwoch im Innenausschuss des Bundestages eine Überprüfung von zehn Prozent aller positiv beschiedenen Asylanträge der vergangenen Jahre an.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Die Fälle sollten nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden, hieß es.

Kurden, die sich als Jesiden ausgaben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die frühere Leiterin der Bamf-Außenstelle in Bremen. Sie soll zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen Asyl gewährt haben, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. In den meisten Fällen geht es laut Staatsanwaltschaft um Kurden, die angaben, zur Religionsgemeinschaft der Jesiden zu gehören. (dpa)

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