Vechelde begrüßt seine 18.000. Einwohnerin

Vechelde.  Die Gemeinde Vechelde wächst und wächst. Jetzt begrüßte Bürgermeister Ralf Werner die 18.000. Einwohnerin.

Franziska Sonnenberg, hier mit ihrem Mann Maximilian, ist die 18.000 Einwohnerin der Gemeinde Vechelde.

Franziska Sonnenberg, hier mit ihrem Mann Maximilian, ist die 18.000 Einwohnerin der Gemeinde Vechelde.

Foto: Jörg Kleinert

Von der Herzogin-Elisabeth-Straße in die Herzogin-Elisabeth-Straße. Was nach einem Umzug der kurzen Wege klingt, war für Franziska und Maximilian Sonnenberg ein Sprung vom Stadt- ins Landleben. Das junge Paar zog von Braunschweig nach Wahle – modernes Reihenhaus statt Altbau-Wohnung. Und wie es der Zufall so wollte: Der Straßenname in der Postanschrift bleibt die gleiche, einzig die Hausnummer ändert sich. Das wusste Franziska Sonnenberg schon lange. Was sie nicht ahnte: Die 30-Jährige ist die 18.000. Einwohnerin der Gemeinde Vechelde. Bürgermeister Ralf Werner überraschte die Neu-Wahlerin am Mittwoch mit einem kleinen Kaffee- und Kuchenbuffet im Rathaus, obendrauf gab es für die junge Mutter – Söhnchen Jonathan ist zwei Jahre alt – einen Strauß bunter Blumen. Mehr noch: Ehemann Maximilian ist als 18.001. Einwohner Vecheldes registriert. Ihm überreichte Werner eine Flasche Sekt mit Vechelde-Label.

Vechelde wächst schnell

Wie schnell die Gemeinde Vechelde wächst, sei an Vergleichszahlen deutlich abzulesen, sagte Bürgermeister Werner. Den 17.000. Einwohner hatte die Gemeinde erst im Sommer 2016 geehrt – nun, kaum vier Jahre später, ist die nächste „Schallgrenze“ erreicht. „1000 Neubürger in so kurzer Zeit zeugen davon, dass Vechelde ein beliebter Wohnstandort ist“, sagte Werner. „Das ist wie eine Abstimmung mit den Füßen.“ Zum Vergleich: Als es 1974 zur Gebietsreform kam und die Gemeinde Vechelde mit 17 Ortschaften entstand, lebten 12.900 Menschen in dem neuen Kommunal-Konstrukt.

Von der Stadt aufs Land

Franziska Sonnenberg, Geschäftsstellenleiterin bei den Volleyballern des USC Braunschweig, entschied sich mit ihrem Mann bewusst für einen Umzug nach Wahle. Familiäre und infrastrukturelle Gründe hätten den Ausschlag gegeben, erzählte die 30-jährige Neu-Wahlerin, die in Wendeburg aufgewachsen ist und ihren Mann später in der Schule in Braunschweig kennen lernte.

Auf Maximilian Sonnenberg dagegen trifft die Bezeichnung Neu-Wahler nicht zu. Der 32-Jährige wuchs in dem durch Neubaugebiete stark gewachsenen Ort auf. „Wir haben lange ein Häuschen gesucht“, erzählte der IT-Experte. In Wahle passe alles. Die Anbindung – sowohl an die Familie, als auch zum Arbeitsplatz und zu den Versorgungsangeboten in der Gemeinde – „alles top“, sagte der 32-Jährige, der ab sofort in Vechelde auch sportlich durchstarten will. Zur neuen Saison wechselt Sonnenberg vom MTV Gifhorn zum Volleyball-Regionalligisten Vikings Vallstedt Vechelde.

Dauert der Neubürger-Boom an?

Ob der Neubürger-Boom in Vechelde wohl dauerhaft ist? „Wir müssen die weitere Entwicklung mit Augenmaß betrachten“, betonte Verwaltungschef Werner. Immerhin: Im Rat ist das Thema längst angekommen. Das politische Gremium beschäftigte sich erst jüngst mit dem Bauflächenentwicklungsplan bis 2030.

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