Reithalle in Vallstedt – Tamara Kreuser sehnt sie herbei

Vallstedt.  Die Betreiberin des Reiterhofs an der Hüttenstraße hofft auf die Fertigstellung des Neubaus noch im Frühjahr.

Wünschen sich sehnlich die Reithalle: Ulrike Sendtko (links) mit ihrer Tochter Amelie und ihrem Pferd Toulouse sowie Tamara Kreuser auf deren Reiterhof in Vallstedt. 

Wünschen sich sehnlich die Reithalle: Ulrike Sendtko (links) mit ihrer Tochter Amelie und ihrem Pferd Toulouse sowie Tamara Kreuser auf deren Reiterhof in Vallstedt. 

Foto: Harald Meyer

Sie haben so exotische Namen wie Emigrante, Tapicero oder Toulouse – und für das Pressefoto sind sie am besten mit Futter anzulocken: 33 Pferde haben ihr Zuhause auf dem Reiterhof von Tamara Kreuser in Vallstedt – drei eigene Hengste und 30 Pensionspferde. Ob sie sich freuen, dass dort an der Hüttenstraße bald auch eine Reithalle gebaut wird?

Vermutlich, denn für die 50-jährige Vallstedterin steht fest: „Ohne Reithalle lässt sich ein solcher Hof gar nicht betreiben.“ Denn bei schlechtem Wetter (Regen, Schnee, Kälte) ist es für manch einen Pferdehalter nicht angesagt auszureiten; mit der Reithalle werden aber die Pferde ihre Bewegung bekommen ganz unabhängig vom Wetter. Der Errichtung dieses Neubaus (Fertighalle/Leichtbauhalle) hat der Vechelder Umwelt- und Planungsausschuss bereits zugestimmt, abgesegnet wird das Projekt vom Gemeinderat. Noch im Frühjahr, hofft Tamara Kreuser, soll die Reithalle stehen: „Der eigentliche Aufbau dauert nur eine Woche.“

Vor etwa zwei Jahren hat die Braunschweigerin den landwirtschaftlichen Hof in Vallstedt gekauft und ist dorthin gezogen – aufgewachsen ist sie mit Pferden. „Mit sieben Jahren habe ich das erste mal auf einem Pony gesessen, mit neun Jahren hatte ich mein erstes eigenes Pferd“, erzählt Tamara Kreuser. Nun hat sie sich entschlossen, den früheren Bauernhof in Vallstedt zum Reiterhof umzubauen und sich damit selbstständig zu machen – eine Mammutaufgabe.

Alle Gebäude entkernen und neu herrichten sowie Leitungen verlegen – nennt die Vallstedterin die Aufgaben. „20 Container mit jeweils 20 Tonnen Schutt“ habe sie beim Umbau zum Reiterhof wegschaffen lassen – also insgesamt 400 Tonnen. Nun also soll die nächste Investition folgen: die Reithalle – 20 mal 45 Meter groß.

Platz ist genug auf dem Gelände: 10.000 Quadratmeter ist der eigentliche Reiterhof mit 45 Pferdeboxen groß, zudem gehören Tamara Kreuser 30.000 Quadratmeter Weideland – und sie hat noch weitere 60.000 Quadratmeter Weideland gepachtet. Als „Sondergebiet Reitsportzentrum“ ist das gesamte Areal im Südwesten Vallstedts im Bebauungsplan ausgewiesen, der wegen der Reithalle erforderlich ist.

Was ist das Besondere an Pferden? Tamara Kreuser nennt sie „Seelentiere“, auf dem Rücken eines Pferdes könne sie „abschalten“. Für Jugendliche bedeute es, ein Pferd zu haben, „Verantwortung zu übernehmen – das hilft in der Persönlichkeitsentwicklung“. Allerdings: „Pferde sind Fluchttiere – sie bleiben immer unberechenbar.“

Tamara Kreuser ist auch klar, dass Pferde nicht überall beliebt sind – zumal dann, wenn ihre „Hinterlassenschaften“ nicht weggeschafft werden. „Alle Pferde meines Reiterhofs haben eine Reitermarke am Trensen – wir können also jederzeit nachprüfen, wer der Reiter ist“, verdeutlicht die Hofeigentümerin und betont: „Die jeweiligen Reiter müssen die Straßen wieder sauber machen.“ Der Vorteil sei aber, dass „wir vom Reiterhof direkt in die Feldmark gelangen können, ohne durch den Ort reiten zu müssen“.

Wer sein Tier als Pensionspferd auf dem Reiterhof Kreuser einquartieren will, melde sich unter tamarakreuser8@web.de per Mail. Zwölf Pferdeboxen sind noch frei.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder