Landeskirche dankt in Vechelde ehrenamtlichen Helfern

Vechelde.   Die Vechelder Christuskirche veranstaltet einen Festgottesdienst zum Themenjahr „Kirche und Diakonie“.

Der Gottesdienst zum Themenjahr „Kirche und Diakonie“ in der Christuskirche in Vechelde wurde von vielen Kirchenmitarbeitern gestaltet. Allen voran der Pröpstin Pia Dittmann-Saxel von der Propstei Vechelde (Dritte von links vorne) und Landesbischof Christoph Meyns (Fünfter von links vorne) von der evangelischen Landeskirche.

Der Gottesdienst zum Themenjahr „Kirche und Diakonie“ in der Christuskirche in Vechelde wurde von vielen Kirchenmitarbeitern gestaltet. Allen voran der Pröpstin Pia Dittmann-Saxel von der Propstei Vechelde (Dritte von links vorne) und Landesbischof Christoph Meyns (Fünfter von links vorne) von der evangelischen Landeskirche.

Foto: Heike Heine-Laucke

Die Kirchgänger erlebten am Sonntag in der Christuskirche Vechelde einen ganz besonderen Festgottesdienst im Rahmen des Themenjahres „Kirche und Diakonie“ der braunschweigischen Landeskirche. Die Propstei Vechelde war zum Veranstaltungsort auserkoren worden. Gastgeber war die Landeskirche Braunschweiger Land. Rund 70 Gäste folgten der Einladung. Und dies sei nur ein kleiner Kreis von den Ehrenamtlichen, die sich im diakonischen Bereich für ihre Mitmenschen einsetzen, hörten die Besucher von Pröpstin Pia Dittmann-Saxel, die den besonderen Gottesdienst eröffnete.

Landesbischof Christoph Meyns ließ es sich nicht nehmen, an diesem Ehrentag in die Propstei Vechelde zu kommen und „Danke“ zu sagen. In den Mittelpunkt wurden die Menschen gerückt, die sich in kirchlichen Gremien, Kirchenvorständen oder auf der Ebene der Landeskirche und in der Diakonie engagieren und oft im Hintergrund die Fäden ziehen.

Das Motto des Gottesdienstes war ein Vers aus dem Hebräerbrief der Bibel, Kapitel 10, Vers 24: „Lass uns aufeinander achthaben.“ Im Gottesdienst wurde auch noch einmal deutlich, dass es nicht selbstverständlich ist, sich für seine Mitmenschen, die Hilfe benötigen, einzusetzen. Denn wie Pröpstin Pia Dittmann-Saxel und Pfarrer Lennart Kruse, persönlicher Referent des Landesbischofs, bestätigten, Ehrenamtliche lassen sich nicht gern langfristig binden, sondern mögen einen überschaubaren Zeitrahmen, den Projektarbeiten bieten. Dazu zählt beispielsweise der Einsatz bei der Tafel, die Arbeit mit Flüchtlingen, Diakoniefeste oder Besuchsdienste.

Interessant die Ausführung des Landesbischofs in seiner Predigt: „Kirche ohne Diakonie ist wie ein Rezept, ohne zu backen.“ Meyns ließ immer wieder durchblicken, dass Kirche modern werden müsse und den Spagat zwischen einer über 2000 Jahre alten Geschichte in die Zukunft mit seinen Werten transportieren sollte.

Dass Kirchen und Diakonie durchaus innovativ sind, zeigte eine „Talkrunde“ im Gottesdienst. Dort galt es, Fragen zu beantworten, die aus „Talkboxen“ stammten und 120 Gesprächsthemen beinhalteten, darunter „Frust und Freude“, „Einfach mal darauf los gesponnen“, „Das sind wir“. Die Kandidaten mussten die Antworten geben – ein „Falsch“ gab es allerdings nicht.

Landesbischof Christoph Meyns sagte: „Alle Menschen die anderen helfen, sollten auch ein besonderes Augenmerk auf sich selbst haben, denn auf sich zu achten, heißt, seine Mitmenschen besser sehen zu können.“

Und damit das funktioniert, wurden als kleines Dankeschön Brillenputztücher verteilt.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Landeskirche die Ehrenamtlichen zu einem Festessen unter freiem Himmel ein.

Kirche ohne Diakonie ist wie ein Rezept, ohne zu backen.
Christoph Meyns,

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