Veranstalter: 300 Adenstedter fordern Erhalt der Grundschule

Adenstedt.  Der Ortsrat verlangt ebenfalls den Fortbestand der Grundschul-Außenstelle. Am Montag befasst sich der Schulausschuss mit dem Thema.

Rund 300 Personen haben sich nach Darstellung des Veranstalters für den Erhalt der Grundschul-Außenstelle in Adenstedt eingesetzt.

Rund 300 Personen haben sich nach Darstellung des Veranstalters für den Erhalt der Grundschul-Außenstelle in Adenstedt eingesetzt.

Foto: Matthias Laue

Keine Überraschung im Adenstedter Ortsrat: Erwartungsgemäß spricht sich das Gremium für den Fortbestand des Grundschulstandorts in Adenstedt aus – allerdings mit zwei Gegenstimmen. Abgelehnt hat der Ortsrat somit die Alternative: die einzügigen Grundschulstandorte in Gadenstedt, Adenstedt und Groß Lafferde schließen und stattdessen eine dreizügige Grundschule für diese drei Ortschaften in Gadenstedt bauen.

Zuvor haben rund 300 Personen – so die Einschätzung des „Vereins zum Erhalt dörflicher Grundschulen und dörflicher Strukturen“ als Veranstalterin – auf dem Schulhof für den Erhalt dieser Grundschul-Außenstelle in Adenstedt Corona-gerecht demonstriert. Ortsbürgermeister Karsten Könnecker (CDU) dankt den Teilnehmern und stellt erneut die Wichtigkeit des Grundschul-Standorts für Adenstedt in den Vordergrund: Der Standort sei unverzichtbar, man werde dafür kämpfen. Elternvertreter Cord Pape aus Adenstedt sieht ebenfalls keine Alternative zum Erhalt der Grundschul-Außenstelle und erklärt, „Corona“ habe die Vorteile mehrerer kleinerer Standorte statt einer großen Zentralschule aufgezeigt: „Unsere Kinder unnötig in Busse zu pferchen und so nach Gadenstedt zu fahren, möchte auch keiner.“ Auch künftig sollen die Adenstedter Kinder zu Fuß zum Grundschulunterricht kommen.

„Die Lenkungsgruppe ist nicht so neutral gewesen“

Zuvor hat sich der Ortsrat Groß Lafferde ebenfalls für den Erhalt der örtlichen Grundschule ausgesprochen; der Ortsrat Gadenstedt wiederum ist für die Schließung der jetzigen Schulstandorte und für den Schulneubau in Gadenstedt. Am Montag, 28. September, berät der Ilseder Schul- und Kindertagesstättenausschuss über das hoch brisante Thema (18 Uhr, Gebläsehalle); am Donnerstag, 8. Oktober, entscheidet der Gemeinderat.

Marcus Seelis (CDU), Gemeinderatsmitglied aus Groß Ilsede, meint: Nur zwei der sieben Kriterien der Lenkungsgruppe sprächen für den Erhalt der drei Grundschulstandorte, fünf Kriterien hingegen für den Neubau – daher sei auch er für den dreizügigen Schulbau in Gadenstedt. „Die Lenkungsgruppe ist unseres Erachtens nicht so neutral gewesen, wie es die Gemeinde Ilsede gern darstellt“, sagt dazu Matthias Laue vom „Verein zum Erhalt dörflicher Grundschulen und dörflicher Strukturen“: „Ein Teil der Interessengruppen bestätigt, dass die dargestellten Ergebnisse des beauftragten Architekten stets nur in Richtung Neubau in Gadenstedt gelenkt wurden.“

Das ist zudem Thema im Adenstedter Ortsrat

Gebilligt hat der Adenstedter Ortsrat das Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm der Gemeinde Ilsede: Aufgenommen sind dort für Adenstedt die Mühlenfeldstraße (145.522 Euro für eine Deckenerneuerung) und die Molkereistraße (765.035 Euro für einen Ausbau). Kenntnis genommen hat der Ortsrat der Änderung des Flächennutzungsplans: Damit ist eine Erweiterung/Weiterentwicklung des Windparks am Nachbarort Solschen möglich. Einstimmig angenommen hat der Ortsrat einen CDU-Antrag: Demnach ist zum einen der Rodelberg am Adenstedter Festplatz wieder so herzurichten, dass dort im Winter – bei Schneefall – Kinder und Jugendliche rodeln können; zum anderen soll dieser Berg in der übrigen Jahreszeit als Mountainbike-Strecke für Kinder und Jugendlichen nutzbar gemacht werden.

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