Klein Ilseder Grundschulgebäude weicht Wohnhaus

Ilsede.  Der Ortsrat stimmt für die Änderung des Bebauungsplans. Der Ortsrat Gadenstedt spricht sich für Grundschulneubau aus.

Der neue Eigentümer, ein Investor, will das frühere Grundschulgebäude in Klein Ilsede abreißen und dort ein zweigeschossiges Haus mit Wohnungen bauen.

Der neue Eigentümer, ein Investor, will das frühere Grundschulgebäude in Klein Ilsede abreißen und dort ein zweigeschossiges Haus mit Wohnungen bauen.

Foto: Harald Meyer

Zwei bewegende Themen in der Gemeinde Ilsede: In Klein Ilsede soll das Grundschulgebäude abgerissen werden, um Platz zu machen für ein Wohnhaus; in Gadenstedt soll die Grundschule geschlossen und stattdessen im Ort eine große neue Schule errichtet werden – dem hat der jeweilige Ortsrat zugestimmt.

Das meint der Ortsrat Klein Ilsede

Im Sommer 2011 ist die Grundschulaußenstelle in Klein Ilsede geschlossen worden. Im Jahr 2015 hat die Klavierlehrerin Kerstin Gartung-Gouda aus Ölsburg das Gebäude gekauft, um dort eine Klavierschule einzurichten: Zudem sollten Platz für Konzerte und mietbare Räume etwa für Familienfeiern entstehen. Aus persönlichem Gründen ist daraus nichts geworden: Vielmehr will ein Privatinvestor das Schulgebäude erwerben, um es abzureißen und Platz zu haben für ein zweigeschossiges Haus mit Wohnungen. Der Änderung des Bebauungsplans hat der Ortsrat einhellig zugestimmt: Die Kosten für das Planverfahren trägt der Investor. Nach Meinung des Ortsrats soll Reinhard Manke (69) aus Ölsburg für fünf Jahre Schiedsperson werden für Klein Ilsede, Groß Ilsede und Ölsburg; gleichzeitig wäre er Stellvertreter für Bülten, Groß Bülten und Solschen.

Das meint der Ortsrat Gadenstedt

Position bezogen hat der Ortsrat Gadenstedt: Einstimmig – bei einer Enthaltung von Hartmut Bartels (CDU) – hat sich das Gremium für einen dreizügigen Grundschulneubau in Gadenstedt für die Kinder aus diesem Ort, aus Groß Lafferde und Adenstedt ausgesprochen. Im Gegenzug sollen die einzügigen Grundschulstandorte in Gadenstedt, Adenstedt und Groß Lafferde geschlossen werden – zu entscheiden hat der Gemeinderat am 8. Oktober. In das Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm der Gemeinde sind laut Ortsrat folgende Straßen in Gadenstedt aufzunehmen: Teichstätte (Neubau – plus eventuell Kanalbau), Am Thie (Neubau, einschließlich Seitenstraßen), Feldstraße (Neubau). Auf generelle Zustimmung stieß im Ortsrat der Plan, auf dem Kinderspielplatzgelände an der Rathausaußenstelle eine neue größere Kindertagesstätte (Kita) zu bauen: Die jetzige Kita in Gadenstedt könnte zur reinen Krippen werden.

Das meint der Ortsrat Oberg

Deutlich vergrößern will der Regionalverband Großraum Braunschweig das Vorranggebiet für Windenergienutzung zwischen Oberg, Gadenstedt und Groß Lafferde: In diese Änderung des Flächennutzungsplans willigt der Ortsrat Oberg einhellig ein. Abgelehnt hat das Land die Aufnahme der beiden Ausbauvorhaben Rosenstraße und Oststraße ins Dorferneuerungsprogramm. Für die Oststraße ermittelt die Gemeinde die Kosten: Dann berät der Ortsrat darüber, die Bürgerinitiative wird eingebunden. In das Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm aufgenommen werden sollen diese Oberger Straßen: Weststraße (teils Neubau, teils Deckensanierung), Gadenstedter Weg (komplett Neubau), Rosenstraße, In der Gummelstätte (Teilabschnitt), Gemeindeverbindungsweg nach Gadenstedt (alle Deckensanierung).

Das sagen die Ortsräte Solschen und Bülten

Für das Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm angemeldet hat der Ortsrat Solschen diese Straßen: Lahweg (teils Neubau, teils Deckensanierung), Mölmsweg (Deckensanierung), Weglange (Neubau). Gefällt werden sollen an der Straße „Am Kleigarten” zwei Ahornbäume: Außerorts werden dafür drei neue Ahornbäume gepflanzt. In Bülten will der Ortsrat diese Straßen im Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm haben: Waldweg, Hinter der Schule, Alt-Klein-Bülten und Gemeindeverbindungsweg nach Solschen (alle Deckensanierung).

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