Landkreis: Groß Ilseder Hallenbad eröffnet Ende September

Groß Ilsede.  Die Sanierungsarbeiten nach den Orkanschäden im Januar 2018 sind größer, als zunächst angenommen – deshalb die Verzögerung.

Mehrere Arbeiter sind derzeit damit beschäftigt, die Sanierung des kreiseigenen Hallenbads in Groß Ilsede abzuschließen.

Mehrere Arbeiter sind derzeit damit beschäftigt, die Sanierung des kreiseigenen Hallenbads in Groß Ilsede abzuschließen.

Foto: Harald Meyer

Die lange Zeit des Wartens soll Ende September ein Ende haben: Für die Woche ab dem 23. September kündigt der Landkreis Peine als Eigentümer die Wiedereröffnung des Groß Ilseder Hallenbades an. Dann wäre diese Badeanstalt sage und schreibe ein Jahr und acht Monate geschlossen gewesen – für den Schulsport und den Vereinssport.

Rückblick: Im Januar des vergangenen Jahres hat ein Orkan das Dach des mehr als 50 Jahre alten Hallenbads abgedeckt – seitdem ist es wegen der Sanierungsarbeiten abgeriegelt. „Bei der Schadensbegutachtung haben sich – außer dem Dach – noch weitere bauliche Mängel aufgetan, die es zu beseitigen gilt“, legt Landkreissprecherin Katja Schröder den Grund dar, warum sich die Wiedereröffnung des Hallenbads verzögert hat.

So müssen an dieser Einrichtung nicht nur die Dachkonstruktion und die Dachabdichtung saniert werden. „Außerdem finden Arbeiten an der Fassade, der Lüftungsanlage und an der Innendecke statt“, zählt Katja Schröder auf – auch der Beton müsse saniert werden. Damit sind auch die Kosten gestiegen. Während der Landkreis die Sanierungskosten im Februar noch mit 450.000 Euro angegeben hat, nennt Katja Schröder nun als Gesamtausgabe „rund 480.000 Euro“ – davon zahle der Bund 90 Prozent nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz KIP I und II, den Rest der Landkreis als Eigentümer. Derzeit ist das Hallenbad noch großflächig eingerüstet, auf dieser „Baustelle“ sind etliche Arbeiter zu sehen.

Ob Bundes- oder Kreismittel – kann sich der Landkreis diese Ausgabe für den Steuerzahlen sparen und das ohnehin schon sehr alte Hallenbad für immer schließen? „Nein“ lautet die Antwort aus der Kreisverwaltung, denn: „Das Hallenbad ist für den Schwimmunterricht an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen notwendig“, hebt Kata Schröder hervor. Den Schwimmunterricht in das nahe Gadenstedter Freibad zu verlegen, sei nicht möglich. Die Sommersaison, in der das Freibad geöffnet habe, sei zu kurz, um „den kompletten Schwimmunterricht der Schulen dort vorzunehmen“, ist Katja Schröder überzeugt – zumal in die Freibadsaison auch noch die Sommerferien fielen.

Um für den Landkreis Betriebskosten zu sparen, dürfen nur Schulen und Vereine das Groß Ilseder Hallenbad nutzen. Aufhorchen lässt Katja Schröder nun mit der Aussage: „Die Gemeinde Ilsede zahlt keinen Betriebskostenzuschuss für die Nutzung durch die Vereine an den Landkreis Peine.“ In der Vergangenheit allerdings soll der Landkreis nach den Informationen unserer Zeitung rund 20.000 Euro pro Jahr von der Gemeinde Ilsede verlangt haben, damit die Vereine – zumeist Sportvereine – in der Badeanstalt schwimmen gehen können. Im Gegenzug hat die Gemeinde die Vereine seinerzeit für die Badnutzung zur Kasse gebeten.

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