Spielkreis Bettmar

Spielkreis Bettmar – seit 50 Jahren wie eine Familie

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Große Freude im Spielkreis Bettmar: Auch Dank einer Spende der Volksbank haben die Kinder eine Doppelschaukel bekommen.

Große Freude im Spielkreis Bettmar: Auch Dank einer Spende der Volksbank haben die Kinder eine Doppelschaukel bekommen.

Foto: Harald Meyer

Bettmar.  Die Einrichtung hat zum Jubiläum eine Doppelschaukel erhalten – auch Dank der Spende der Volksbank: Das macht den Charme des Spielkreises aus.

Pünktlich zum Jubiläum ist das Geschenk da, das die Mädchen und Jungen mit Begeisterung ausprobieren: die Doppelschaukel für den evangelischen Kinderspielkreis „Regenbogeninsel“ in Bettmar, der sein 50-jähriges Bestehen feiert. Diese Einrichtung sieht deren neue Leiterin Karen Funke wirklich als eine Art „Insel“ an, als ein Stückchen „heile Welt“ – doch dazu später mehr.

Rund 2500 Euro hat die Schaukel gekostet: 1500 Euro sind eine Spende der Volksbank Wolfenbüttel – genauer gesagt stammt das Geld aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Doch im Jubiläumsjahr hat der Spielkreis noch mehr investiert: „7500 Euro für neue Möbel, 2500 Euro für den Innenanstrich im Gebäude“, zählt Karen Funke auf: Sie ist die Nachfolgerin von Anika Müller, die in die evangelische Kindertagesstätte (Kita) Wierthe gewechselt ist. Also: Weitere Spenden sind willkommen in Bettmar.

Im Spielkreis treffen sich auch kirchliche Gruppen

Die neuen Möbel stehen für eine Eigenart des Spielkreises: Denn untergebracht ist er im evangelischen Gemeindehaus, den auch andere kirchliche Gruppen wie die Frauenhilfe, der Bibelkreis und der Kirchenvorstand für Sitzungen nutzen. Besagte Möbel – vollgepackt mit Bastelmaterial, einem Spielzeug-Bauernhof und Spielen wie Puzzel – haben Rollen, lassen sich also leicht zur Seite schieben, um Platz zu schaffen, wenn andere das Gemeindehaus nutzen. Oder anders ausgedrückt: Der Kinderspielkreis ist eingebettet in das gemeindliche, aber auch in das dörfliche Leben. Eltern, die früher selbst diese Einrichtung besucht haben, schicken heute ihre Kinder dorthin.

Seit 27 Jahren arbeitet Roswitha Schmidt, die sie liebevoll „Rosi“ nennen, im Bettmarer Kinderspielkreis, den sie sogar noch länger bereits kennt. Was hat sich verändert in dieser langen Zeit? Die Hauptakteure hätten sich nicht geändert, denn „Rosi“ Schmidt antwortet mit Begeisterung: „Kinder sind Kinder – liebenswert, einzigartig, ein Geschenk Gottes.“ Zum christlich geprägten Leitbild des Spielkreises gehöre es, die „Mädchen und Jungen so, wie sie sind, auf ihrem Weg mitzunehmen“. Maren Kellermann von der Verwaltungsstelle Salzgitter, Wolfenbüttel und Bad Harzburg kümmert sich auch um die Propstei Vechelde und damit um den Spielkreis Bettmar: „Wir sorgen aber nicht nur vom Schreibtisch aus für die kirchlichen Haushalte, sondern haben auch die Menschen vor Ort im Blick.“

Für Karen Funke steht der Spielkreis mit seinen 20 Plätzen genau für das, was sich andere Kitas wünschten: Im Kinderspielkreis gehe es „familiär“ zu, alle seien „eng miteinander verbandelt“ – das alles „ginge verloren, wenn wir größer werden würden“, ist die Leiterin überzeugt, die zuvor im evangelische Kindertagesstätten-Verband (Kita-Verband) Peiner Land des evangelischen Kirchenkreises Peine gearbeitet hat. Die Nähe zur angrenzenden Grundschulaußenstelle in Bettmar ist für die Spielkreiskinder noch ein zusätzlicher Reiz: Gemeinsame Aktionen wie das Spielefest und der Besuch des Eiswagens stehen wieder auf dem Programm, sobald „Corona“ das zulässt. Doch einen Wunsch hat Karen Funke für die „Regenbogeninsel“ – eine Art „Insel der Glückseligen“ – doch noch: die Öffnungszeiten von 8 bis 13 Uhr zumindest ein wenig zu erweitern.

Am Sonntag, 3. Oktober, lädt die „Regenbogeninsel“ zur Open-Air-Jubiläumsfeier ein, Beginn ist um 10 Uhr mit einem Erntedankgottesdienst.

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