Hausarztpraxis und Wohngebiet in Peine sollen kommen

Peine.  Der Stadtplanungsausschuss stimmt für das Auslegen der Bebauungspläne, damit die Bevölkerung ihre Einwände vorbringen kann.

Aus dem ungenutzten Getränkemarkt (vorne) der Ladenzeile an der Eichendorffstraße soll eine Hausarztpraxis werden.

Aus dem ungenutzten Getränkemarkt (vorne) der Ladenzeile an der Eichendorffstraße soll eine Hausarztpraxis werden.

Foto: Harald Meyer

"Grünes Licht" für den nächsten Schritt zur Umgestaltung der Ladenzeile an der Eichendorffstraße in Peine nahe dem Weidenweg: Die Rathausverwaltung möge den Bebauungsplan "Westlich Eichendorffstraße/An der Grundschule" mindestens 30 Tage öffentlich auslegen, damit die Bevölkerung ihre Anregungen und Bedenken vortragen kann -- dafür hat sich der Peiner Stadtplanungsausschuss am Mittwoch einstimmig ausgesprochen. Zu entscheiden hat darüber aber der Verwaltungsausschuss (VA).

Im „Eulenring-Ost“ in Peine ist kein Abbruch geplant

Der Grund für diese Planung: Ein Privatinvestor möchte den leerstehenden Getränkemarkt der Ladenzeile umbauen/abreißen, um dort für einen Hausarzt eine Praxis zu bauen. Die übrigen Geschäfte der Ladenzeile – eine Apotheke, ein Bäcker und ein Asia-Imbiss – bleiben erhalten. Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey ergänzt, einer der Läden überlege, an der Seite zur Eichendorffstraße eine Außengastronomie einzurichten – dies sei mit geplanten Dingen wie Pflanzbeeten und Pollern abzustimmen. Während sich beim ehemaligen Getränkemarkt sofort etwas tun werde, würden die anderen drei Ladenbetreiber „nicht sofort“ in ihre Geschäfte investieren, stellt Tarrey fest.

Ladenzeile bleibt zum großen Teil erhalten

Ebenfalls öffentlich auszulegen ist der Bebauungsplan „Westerbergsfeld“: Damit folgt der Stadtplanungsausschuss dem Votum des Woltorfer Ortsrats, aber auch hier hat der VA das letzte Wort. Der Plan ermöglicht am Westrand von Woltorf – und zwar westlich der Straße „Im Westerfelde“ zwischen Schwittmerstraße und Dungelbecker Straße – ein Wohnbaugebiet mit 37 Grundstücken für Einfamilienhäuser. „Viele Interessierte wollen in Woltorf bauen“, versichert Planungsausschussmitglied Roland Schönaich (CDU).

Bei den 37 Grundstücken handelt es sich um den ersten Bauabschnitt. Ob im zweiten der Grundschulneubau – möglicherweise für die Orte Schmedenstedt, Dungelbeck und Woltorf -- geplant sei, wollte der Woltorfer Schönaich wissen. Tarrey antwortet, es sei noch völlig unklar, ob und wie dieses Gelände entwickelt werde.

CDU-Mann beklagt "Raserei"

Zudem beklagt sich Schönaich über die Dungelbecker Straße, die eine „Renntrecke“ sei – teilweise mit 100 Stundenkilometer rasten die Autofahrer auf ihr in Woltorf hinein. Der Christdemokrat bekräftigt daher seine Forderung nach einem Kreisel an der Kreuzung Dungelbecker Straße/Am Böckelsmeerfeld: Dies allerdings ist nicht Gegenstand des Bebauungsplans. Im Übrigen seien das zwei Kreisstraßen, erinnert Tarrey – die Zuständigkeit liege also beim Landkreis.

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