Corona in Peine: Alle Fakten auf einen Blick

Peine.  Der Stand in Peine am Freitag, 22. Januar: Die 7-Tagesinzidenz sinkt auf 121,7. Derzeit sind 496 Peiner mit Corona infiziert.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat das Impfzentrum in Peine besucht. Die Ministerin warb mit Nachdruck für die Corona-Impfung.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat das Impfzentrum in Peine besucht. Die Ministerin warb mit Nachdruck für die Corona-Impfung.

Foto: Jörg Kleinert

Der Wert der 7-Tagesinzidenz im Landkreis Peine ist weiter gesunken auf 121,7 (Vortag: 135,8), nachdem Peine mehrere Tage in dieser Berechnung den höchsten Wert aller 45 Landkreise und Städte in Niedersachsen hatte. Allerdings meldete der Landkreis am Freitag einen weiteren Todesfall.

Das Landesgesundheitsamt stellt die Inzidenz-Werte (Neuinfektionen in der Zeitspanne von sieben Tagen je 100.000 Einwohner) täglich auf Grundlage der Meldungen der örtlichen Gesundheitsämter für die Kommunen offiziell fest. Die Berechnung ist nicht tagesaktuell, weil teils einzelne Fallzahlen erst mit Verzug gemeldet und somit auch erst später eingerechnet werden können. Somit kann es zu erheblichen Schwankungen kommen.

Erst bei einer Infektionsrate unter der Kennzahl 50, so die Faustformel der Gesundheitsbehörden, sei das Infektionsgeschehen so zu beherrschen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Und ab 200 können nochmals erheblich verschärfte Einschränkungen wirksam werden.

Am Freitagabend meldete Landkreissprecher Fabian Laaß die neuen Corona-Fallzahlen für Peine: Demnach wurden 31 Neuinfektionen vom Kreisgesundheitsamt registriert. Zudem ist ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu beklagen - seit Ausbruch der Pandemie zu Beginn vorigen Jahres sind das inzwischen insgesamt 47.

Weiter sehr hoch ist die Anzahl der Quarantäne-Anordnungen - gegenwärtig sind 738 Menschen im Kreis Peine von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Außerdem wurden im Corona-Testzentrum in Peine an diesem Freitag 64 Abstriche abgenommen. Die Testergebnisse stehen noch aus.

Die Fallzahlen im Landkreis Peine

Stand Freitag, 22. Januar:

Maßgebliche Sieben-Tages-Inzidenz (Niedersächsisches Gesundheitsministerium): 121,7 (Vortag: 135,8)

Anzahl der positiv getesteten Personen im Peiner Land seit Ausbruch der Pandemie: 2378

Davon Genesene: 1835

Davon derzeit aktive Fälle: 496 (Vortag: 486)

Davon Verstorbene laut Landkreis-Statistik: 47 (+1)

Aktuell in häuslicher Quarantäne: 738 (Vortag: 790)


Klinikum Peine sucht Pflegekräfte für Corona-Patienten

Das Klinikum Peine hat weiter Bedarf an Pflegepersonal zur Betreuung bestätigter Corona-Fälle sowie Verdachtsfälle. Laaß: „Wir suchen Menschen mit einer Pflege- oder Medizinausbildung oder ähnlicher Eignung, etwa Medizinstudenten oder Sanitäter. Diese können befristet eingestellt werden.“ Auskunft: (05171) 93-1201.

Coronavirus in Niedersachsen- Alle Fakten auf einen Blick

Generelles Besuchsverbot im Klinikum Peine

Am Donnerstag, 29. Oktober, hat das Klinikum Peine ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher derzeit keine Besuche mehr empfangen. Eine Ausnahme vom generellen Besuchsverbot gilt ausschließlich für Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung. Hier sind Besuche nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt weiterhin möglich.

Bund und Länder verschärfen Lockdown

Obwohl die Corona-Zahlen in Niedersachsen auch nach einem Wiederanstieg noch immer unter dem Niveau etlicher anderer Bundesländer liegen, greift ab Sonntag, 10. Januar, der verschärfte Lockdown. Ein kleinerer Teil der Schüler kann dennoch in die Schule kommen und auch bei der privaten Kinderbetreuung gibt es eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Die Einschränkung des Bewegungsradius' in Hotspots überlässt das Land den Kommunen und macht sie nicht zur Pflicht.

Ab wann greifen die verschärften Corona-Beschränkungen?

Die neue Corona-Verordnung gilt ab Sonntag, 10. Januar, bis zum 31. Januar. Die neue Quarantäne-Verordnung für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten gilt bundeseinheitlich ab Montag, 11. Januar. Alle neuen Coronaregeln für Niedersachsen gibt es hier auf einen Blick: Niedersachsen: Was im verschärften Lockdown ab Sonntag erlaubt ist

Das gilt speziell im Landkreis Peine

Zusätzlich zu den Regelungen der Rechtsverordnung hat der Landkreis Peine eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese ist seit Dienstag, 27. Oktober, gültig und enthält folgende Punkte:

An folgenden Örtlichkeiten im Landkreis Peine müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden: in der gesamten Fußgängerzone der Peiner Innenstadt (gekennzeichnet durch die Verkehrszeichen „Beginn/Ende der Fußgängerzone“) in der Zeit von 10 bis 19 Uhr; auf dem Gelände des Peiner Bahnhofs und dem Gelände des Peiner Busbahnhofs (gilt für Reisende mit Bus und Bahn und auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren) in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr); auf dem Gelände der jeweiligen Wochenmärkte während der Marktöffnungszeiten (gilt auch für Passanten ohne Kaufabsichten, die das Marktgelände lediglich passieren).

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, wird ausgeweitet: Wer bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in geschlossenen Räumen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einer anderen Person nicht oder nicht durchgehend einhalten kann, ist zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Diese Pflicht gilt insbesondere für Verkehrswege, Flure, Treppen und Treppenhäuser, Wartebereiche, Gemeinschafts- und Sozialräume, Toiletten und vergleichbare Räumlichkeiten.

Die Allgemeinverfügung für Stadt und Kreis Peine gilt zunächst bis Montag, 30. November. Eine Verlängerung ist möglich.

Bürgertelefon für Corona-Fragen

Das Bürgertelefon für Corona-Fragen der Peiner Landkreisverwaltung ist unter einer zentralen Nummer zu erreichen: (05171) 401-9000. Die Erreichbarkeit in der Woche und am Wochenende: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr; sonntags ist das Telefon nicht mehr besetzt.

Corona-Testzentrum ist jetzt im UPP an der Woltorfer Straße in Peine

Das Corona-Testzentrum des Landkreis-Gesundheitsamtes befindet sich seit Donnerstag, 7. Januar, im städtischen Unternehmenspark (UPP) an der Woltorfer Straße 77 h (Halle H) in Peine, neben der Aula des Gymnasiums am Silberkamp - damit in unmittelbarer Nähe des Peiner Impfzentrums. Das Testzentrum vorerst in der Woche täglich am Vormittag geöffnet. Die Dauer der Öffnung variiert je nach Bedarf. Eine Terminvereinbarung über das Gesundheitsamt Peine ist erforderlich. An den Wochenenden öffnet das Testzentrum nur in Sonderfällen nach individueller Absprache.

Die Zuständigkeiten ändern sich nach dem Umzug nicht. Dr. Agnieszka Opiela, Leiterin des Gesundheitsamtes, erläutert: „Im Testzentrum werden in erster Linie Abstriche bei Personen genommen, die als Kontaktpersonen zu Covid-Erkrankten Symptome entwickeln. Bei Personen mit einem positiven Schnelltest-Ergebnis wird der Befund nach Terminvereinbarung über das Gesundheitsamt durch eine PCR-Testung überprüft.“ Für alle symptomatischen Patienten sind die Hausärzte zuständig. Sie entscheiden bei wem eine Abstrich-Untersuchung empfehlenswert ist und führen diese in der Regel auch selber durch oder kooperieren mit einer anderen Praxis.

Weitere Fragen werden am Corona-Bürgertelefon beantwortet: (05171) 401-9000.

Corona – Hier gibt es weitere Hilfe und spezielle Beratung

Beratung für Heimleitungen: Senioren- und Pflegestützpunkt in Peine, Altenhilfeplanerin Anke Bode, (05171) 401- 9106, E-Mail-Adresse: a.bode@landkreis-peine.de

Hinweise für Senioren und Pflegende: telefonische Beratung des Senioren- und Pflegestützpunktes unter (05171) 401-9100, Montag 8.30-16 Uhr, Mittwoch 8.30-12 Uhr, Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfe für Menschen in Krisen und Angehörige und Freunde: Krisenhilfe Peine, (05171) 401-8899, Freitag 15-21 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 13-21 Uhr.

Beratung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung: Erstkontaktstelle Jugendamt, (05171) 401-2345, Montag und Dienstag 8.30-12.30 Uhr, Donnerstag 13 -17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; außerhalb der Sprechzeiten über die Polizei Peine erreichbar; www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Kinder-Jugend-und-Familie

Erziehungs-, Jugendberatung, Beratung für getrennte Familien: Beratungsstelle des Landkreises Peine für Eltern, Kinder und Jugendliche: (05171) 401-2333, Montag bis Freitag 9-12 Uhr, Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr; per Mail: erziehungsberatung@landkreis-peine.de

Beratung für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 6 Jahren: Fachstelle Frühe Hilfen des Landkreises, (05171) 401-2242, Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen: Sozialer Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises, (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30- bis 15 Uhr, Donnerstag 8:30 bis 17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreis-Gesundheitsamts: (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30-15 Uhr, Donnerstag 8.30-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfen der öffentlichen Hand für Erwachsene und Familien: Kreis-Sozialamt, (05171) 401-2121, Montag 8.30-12:30 Uhr, Dienstag ebenso und 14-16 Uhr, Donnerstag ebenso und 14-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Beratung für Unternehmen und Selbstständige: Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito), (05172) 9492600, (0151) 11453907, Montag bis Freitag 9-18.

Ideen für Familien: Spiel-Ideen vom Lokalen Bündnis für Familien, (05171) 401-30061oder -62.

Peiner Hotline für die freiwillige Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App (Download im App-Store und Play-Store) soll bei der Feststellung von Kontakten zu infizierten Personen helfen. In Peine werben Landrat Franz Einhaus und die Gemeinde-Bürgermeister für die App: „Je mehr Menschen in unserem Kreis die Warn-App nutzen, desto besser wirkt sie.“ Die Nutzung ist freiwillig. Wer über seine Corona-Warn-App benachrichtigt wird, dass er Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, kann die Hotline des Gesundheitsamt des Landkreises Peine anwählen: (05171) 401-7020.

Technische Fragen: Hotline der Corona-Warn-App (kostenlos): (0800) 7540001.

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