Corona in Peine: Alle Fakten auf einen Blick

Peine.  Der Stand im Kreis Peine am Donnerstagabend: 496 Infektionen seit Ausbruch – darunter 165 aktuell Erkrankte, 318 Genesene und 13 Todesfälle.

Eine Behelfsbeschilderung weist auf die Maskenpflicht in der Peiner Fußgängerzone hin. Einen Teil der Hinweise haben offenbar Corona-Leugner bereits mit Parolen beschmiert.

Eine Behelfsbeschilderung weist auf die Maskenpflicht in der Peiner Fußgängerzone hin. Einen Teil der Hinweise haben offenbar Corona-Leugner bereits mit Parolen beschmiert.

Foto: Thomas Stechert

Die Corona-Fallzahlen im Peiner Land steigen weiter rasant an. Seit Montag steht die Corona-Ampel des Landes für den Landkreis Peine auf „Rot“. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in der Zeitspanne je 100.000 Einwohner) im Landkreis Peine wurde am Donnerstag vom Landesgesundheitsamt mit 72,0 angegeben. Rot (ab 50) steht für ein sehr starkes bis eskalierendes Infektionsgeschehen.

Die Zahlen im Landkreis Peine (Stand Donnerstag, 29. Oktober; in Klammern die Veränderung zum Vortag):
Maßgebliche 7-Tage-Inzidenz (Nds. Gesundheitsministerium): 72,0 (+ 5,2)
Anzahl der positiv getesteten Personen im Peiner Land seit Ausbruch der Pandemie: 496 (+ 29)
Davon Genesene: 318 (+-0)
Davon Verstorbene: 13
Davon derzeit aktive Fälle: 165 (+18)

Von bisher 13 Corona-Toten aus dem Landkreis Peine waren zwölf im April gestorben: sieben Bewohner der Seniorenresidenz „Brockenblick“ in Gadenstedt sowie fünf andere Personen aus dem Landkreis Peine. Am Montag, 12. Oktober, kam es zum 13. Todesfall – betroffen war eine 86-jährige Bewohnerin des DRK-Seniorenheims „Haus am Stadtpark“ in Peine.

Am Donnerstag hat das Klinikum Peine mit sofortiger Wirkung ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher ab sofort keine Besuche mehr empfangen. Eine Ausnahme vom generellen Besuchsverbot gilt ausschließlich für Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung. Hier sind Besuche nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt weiterhin möglich.

Der Krisenstab des Landkreises Peine weist darauf hin, dass aktuell folgende Einschränkungen gelten:

1. In allen gastronomischen Einrichtungen gilt eine Sperrstunde in der Zeit von 23 bis 6 Uhr. Gastronomiebetrieben ist zudem der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken unabhängig von der Sperrfrist untersagt.

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2. Private Zusammenkünfte und Feiern sind unter Einhaltung des Abstandsgebots sowohl drinnen als auch draußen sowie in Gastronomiebetrieben nur noch mit 10 Angehörigen oder 10 Personen aus maximal zwei Haushalten möglich. Diese Regelung gilt auch für Gaststätten, Vereinsheime, Dorfgemeinschaftshäuser.

3. Besteht in der Öffentlichkeit die Gefahr, dass Abstände nicht eingehalten werden können, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Zusätzlich zu den Regelungen der Rechtsverordnung erlässt der Landkreis Peine eine Allgemeinverfügung. Diese ist von diesem Dienstag, 27. Oktober, an gültig und enthält folgende Punkte:

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1. An folgenden Örtlichkeiten im Landkreis Peine müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden: in der gesamten Fußgängerzone der Peiner Innenstadt (gekennzeichnet durch die Verkehrszeichen „Beginn/Ende der Fußgängerzone“) in der Zeit von 10 bis 19 Uhr; auf dem Gelände des Peiner Bahnhofs und dem Gelände des Peiner Busbahnhofs (gilt für Reisende mit Bus und Bahn und auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren) in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr); auf dem Gelände der jeweiligen Wochenmärkte während der Marktöffnungszeiten (gilt auch für Passanten ohne Kaufabsichten, die das Marktgelände lediglich passieren).

2. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, wird ausgeweitet: Wer bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in geschlossenen Räumen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einer anderen Person nicht oder nicht durchgehend einhalten kann, ist zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Diese Pflicht gilt insbesondere für Verkehrswege, Flure, Treppen und Treppenhäuser, Wartebereiche, Gemeinschafts- und Sozialräume, Toiletten und vergleichbare Räumlichkeiten.

Die Allgemeinverfügung für Stadt und Kreis Peine gilt zunächst bis Montag, 30. November. Eine Verlängerung ist möglich.

Die Polizei kontrolliert, es drohen hohe Bußgelder„Die Peiner Polizei, Stadt und Landkreis Peine werden die Kontrollen zur Einhaltung der neuen Vorschriften deutlich verstärken“, kündigte Kreissprecher Fabian Laaß am Montag an. Verstöße werden nach dem aktuellen Bußgeld-Katalog des Landes Niedersachsen geahndet.

Beispiele:Verstoß: Fehlende Mund-Nasen-Bedeckung, wo sie vorgeschrieben ist – Bußgeld: 100 bis 150 Euro pro Person. Abstandsgebot missachtet – 100 bis 400 Euro pro Person. Ansammlung von mehr als 10 Personen oder zwei Hausständen im öffentlichen Bereich – 150 bis 400 Euro für jede beteiligte Person. Nichteinhaltung der Quarantänepflicht nach Rückkehr aus Risikogebiet – 500 bis 3000 Euro. Quelle: Gesundheitsministerium

Peiner Hotline für die freiwillige Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App (Download im App-Store und Play-Store) soll bei der Feststellung von Kontakten zu infizierten Personen helfen. In Peine werben Landrat Franz Einhaus und die Gemeinde-Bürgermeister für die App: „Je mehr Menschen in unserem Kreis die Warn-App nutzen, desto besser wirkt sie.“ Die Nutzung ist freiwillig. Wer über seine Corona-Warn-App benachrichtig wird, dass er Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, kann die Hotline des Gesundheitsamt des Landkreises Peine anwählen: (05171) 401-7020.

Technische Fragen: Hotline der Corona-Warn-App (kostenlos): (0800) 7540001.

Bürgertelefon für Corona-Fragen

Das Bürgertelefon für Corona-Fragen der Peiner Landkreisverwaltung ist unter einer zentralen Nummer zu erreichen: (05171) 401-9000. Die Erreichbarkeit in der Woche und am Wochenende: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 14 Uhr.

Corona-Testzentrum in Peine ist montags bis freitags geöffnet

Das Corona-Testzentrum des Kreis-Gesundheitsamtes im ehemaligen Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk) hat montags bis freitags jeweils von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Termine für Tests sind unter der Telefonnummer (05171) 401-7051 zu vereinbaren. Der Landkreis macht darauf aufmerksam, dass niemand das Corona-Testzentrum ohne Termin aufsuchen sollte. Potenziell erkrankte Bürger müssen sich zunächst telefonisch an ihren jeweiligen Hausarzt wenden. Der Arzt entscheidet dann, ob der Betroffene an das Testzentrum überwiesen wird. Außerhalb der Praxiszeiten der Hausärzte wenden sich Bürger bitte an den Kassenärztlichen Notdienst im Klinikum Peine unter der Telefonnummer: 116 117.

Coronavirus- Niedersachsen macht die Gastronomie dicht

Der Landkreis Peine hat das Corona-Testzentrum in Zusammenarbeit mit der Stadt Peine sowie der Ärztekammer Niedersachsen (niedergelassne Ärzte) eingerichtet. Dieses hat am Dienstag, 10. März, seinen Betrieb aufgenommen. Das dortige Personal wird von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und der Kreisverwaltung gestellt. Unterstützung leisten die niedergelassenen Ärzte, darüber hinaus werden noch Honorarkräfte eingestellt, unter anderem ärztliches Personal.

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Corona – Hier gibt es weitere Hilfe und spezielle Beratung

Beratung für Heimleitungen: Senioren- und Pflegestützpunkt in Peine, Altenhilfeplanerin Anke Bode, (05171) 401- 9106, E-Mail-Adresse: a.bode@landkreis-peine.de

Hinweise für Senioren und Pflegende: telefonische Beratung des Senioren- und Pflegestützpunktes unter (05171) 401-9100, Montag 8.30-16 Uhr, Mittwoch 8.30-12 Uhr, Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr, www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Soziales/ Senioren-und-Pflegestützpunkt

Hilfe für Menschen in Krisen und Angehörige und Freunde: Krisenhilfe Peine, (05171) 401-8899, Freitag 15-21 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 13-21 Uhr, Internet: www.krisenhilfe-peine.de

Beratung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung: Erstkontaktstelle Jugendamt, (05171) 401-2345, Montag und Dienstag 8.30-12.30 Uhr, Donnerstag 13 -17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; außerhalb der Sprechzeiten über die Polizei Peine erreichbar; www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Kinder-Jugend-und-Familie

Erziehungs-, Jugendberatung, Beratung für getrennte Familien: Beratungsstelle des Landkreises Peine für Eltern, Kinder und Jugendliche: (05171) 401-2333, Montag bis Freitag 9-12 Uhr, Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr; per Mail: erziehungsberatung@landkreis-peine.de

Beratung für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 6 Jahren: Fachstelle Frühe Hilfen des Landkreises, (05171) 401-2242, Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen: Sozialer Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises, (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30- bis 15 Uhr, Donnerstag 8:30 bis 17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreis-Gesundheitsamts: (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30-15 Uhr, Donnerstag 8.30-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Unterstützung bei SGB-II-Antragstellungen und Sozialschutz-Paket: Jobcenter: (05171) 401-3333, montags bis freitags 8.30-12 Uhr.

Hilfen der öffentlichen Hand für Erwachsene und Familien: Kreis-Sozialamt , (05171) 401-2121, Montag 8.30-12:30 Uhr, Dienstag ebenso und 14-16 Uhr, Donnerstag ebenso und 14-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Beratung für Unternehmen und Selbstständige: Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito), (05172) 9492600, (0151) 11453907, Montag bis Freitag 9-18.

Ideen für Familien: Spiel-Ideen vom Lokalen Bündnis für Familien, (05171) 401-30061oder -62.

Landkreis Peine unterstützt Plasmaspenden-Aufruf der MHH Hannover

Das Institut für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sucht Spender, die mindestens vier Wochen nach einer Coronavirus-Infektion vollständig genesen sind, für eine spezielle Blutplasmaspende (Rekonvaleszenten-Plasmaspende). Ähnlich wie bei einer Blutspende wird dabei Blutplasma entnommen, in dem Antikörper gegen Corona vorhanden sind. Die Spender „geben quasi Antikörper an andere Patienten ab“. Die Abwehrstärke der Spender gegen das Virus wird dadurch nicht geschwächt. „Der Landkreis Peine unterstützt diesen Aufruf ausdrücklich und wird allen auf dem Kreisgebiet gesundeten Corona-Patienten ein entsprechendes Informationsschreiben zukommen lassen“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. Plasmaspenden werden von der MHH vergütet, das heißt, Spender erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Nähere Informationen gibt es beim MHH-Blutspendedienst per E-Mail an RKP-Spende@MH-Hannover.de oder telefonisch unter (0800) 5325325.

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