Corona in Peine: Alle Fakten auf einen Blick

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Mehr als zehn Millionen Deutsche gegen Corona geimpft

Mehr als zehn Millionen Deutsche gegen Corona geimpft

Mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland sind mittlerweile mindestens einmal gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft worden. Das entspricht einer Rate von mehr als zwölf Prozent.

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Peine.  Der Stand in Peine am Dienstag, 20. April: Von Montag auf Dienstag wurden 59 Neuinfektionen registriert. Der Inzidenzwert steigt auf 200,3.

Am Dienstag ist der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in der Zeitspanne je 100.000 Einwohner) für den Landkreis Peine auf 200,3 angestiegen. Damit droht nun eine zweite nächtliche Ausgangssperre für den gesamten Landkreis Peine. Darüber will der Corona-Krisenstab am Mittwoch entscheiden.

Unterdessen ist in der Peiner „Impfaffäre“ um vorzeitige Corona-Impfungen von Landrat Franz und Erster Kreisrat Henning Heiß sowie Klinikumsgeschäftsführer Wolfgang Jitschin eine erste Entscheidung gefallen. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat das Verfahren gegen die Kreisspitzen mangels Anfangsverdacht eingestellt. Es lagen acht Anzeigen mit dem Vorwurf der Vorteilsnahme vor. Das Ergebnis der Prüfung durch das Landesinnenministerium im Rahmen der Kommunalaufsicht indes steht weiter aus.

Peine bleibt Hochinzidenzgebiet – erneute Ausgangssperre droht

Mit dem deutlichen Überschreiten der 100 bleibt Peine Hochinzidenzgebiet, verbunden mit der Maßgabe, dass es keine Änderungen beim Betrieb der Kindergärten und Schulen geben wird. Damit bewegt sich das Infektionsgeschehen im Kreis Peine weit über den Grenzwerten, die für die geplante Corona-Notbremse des Bundes zur Debatte stehen. Danach sollen Schulen ab Inzidenzwert 165 geschlossen werden und in den Distanzunterricht wechseln. Abschlussklassen und Förderschulen sollen davon ausgenommen werden. Und nächtliche Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung sollen ab Inzidenzwert 100 greifen

Schnelltest-Drive-In auf dem Peiner Schützenplatz

Vor einiger Zeit eröffnete auf dem Schützenplatz in Peine ein Schnelltest-Drive-In. Bürger können dort mit dem Auto, auch mit dem Motorrad oder einem Fahrrad vorfahren und den kostenlosen Test absolvieren. Die Teststation wird von einer Braunschweiger Veranstaltungsagentur in Abstimmung mit den Peiner Behörden betrieben. Wie der Schnelltest-Drive-In funktioniert, lesen Sie hier.

Britische Mutante hat sich in Peine festgesetzt

Die extreme Infektionslage wird nach einer Analyse des Corona-Krisenstabes auf ein „diffuses Ausbruchsgeschehen im gesamten Kreis“ zurückgeführt. Insbesondere durch die Virusmutation B.1.1.7 (Britische Variante), die sich mit einer höheren Geschwindigkeit verbreitet, ist nach Darstellung des Krisenstabes ein „konsequenteres Handeln“ erforderlich. Laut Krisenstabsleiter Henning Heiß hat sich diese Mutation in Peine mittlerweile förmlich festgesetzt und bestimmt rund 90 Prozent des Infektionsgeschehens.

Selbsttest-Kits für sozial schwächere Familien

Der Landkreis Peine stattet Familien, die sich in der Grundsicherung nach dem Sozialhilfegesetz oder im Arbeitslosengeld II-Bezug befinden, einmalig mit Corona-Selbsttest-Kits aus. Landrat Franz Einhaus erläuterte die Absicht, die damit verbunden ist: „Wir wollen die Anzahl der Schnelltests in unserem Landkreis sukzessive erhöhen. Dabei ist es uns wichtig, dass wir sozial schwächere Familien nicht aus dem Blick verlieren.“

Die aktuellen Corona-Fallzahlen im Landkreis Peine

Stand Dienstag, 20. April:
Maßgebliche Sieben-Tages-Inzidenz (niedersächsisches Gesundheitsamt): 200,3 (Vortag 198,8).

Anzahl der positiv getesteten Personen im Peiner Land seit Ausbruch der Pandemie: 4720 (Vortag 4661).

Davon Verstorbene laut Landkreis-Statistik: 97 (+ 1 zum Vortag).

Davon derzeit aktive/akute Fälle: 479.

In häuslicher Quarantäne: 1014 (Anordnungen gesamt seit Ausbruch: 13.509)

Klinikum Peine sucht Pflegekräfte für Corona-Patienten

Das Klinikum Peine hat weiter Bedarf an Pflegepersonal zur Betreuung bestätigter Corona-Fälle sowie Verdachtsfälle. Laaß: „Wir suchen Menschen mit einer Pflege- oder Medizinausbildung oder ähnlicher Eignung, etwa Medizinstudenten oder Sanitäter. Diese können befristet eingestellt werden.“ Auskunft: (05171) 93-1201.

Kein Schnelltest mit Corona-Symptomen

Zuletzt haben offenbar mehrere Personen mit Corona-Symptomen das Schnelltestzentrum in den Peiner Festsälen, Friedrich-Ebert-Platz, aufgesucht. Der Krisenstab weist deshalb auf das richtige Vorgehen hin: „Jeder, der bei sich Corona-Symptome feststellt, sollte seinen Hausarzt kontaktieren, um sich dort mittels PCR-Test abstreichen zu lassen.“ Im Schnelltestzentrum werden ab sofort nur noch symptomfreie Personen angenommen.

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Generelles Besuchsverbot im Klinikum Peine

Ende Oktober vorigen Jahres hat das Klinikum Peine ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher derzeit keine Besuche mehr empfangen. Eine Ausnahme vom generellen Besuchsverbot gilt ausschließlich für Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patientinnen und Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung. Hier sind Besuche nach vorheriger Rücksprache mit dem behandelnden Arzt weiterhin möglich.

An folgenden Örtlichkeiten im Landkreis Peine müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden: in der gesamten Fußgängerzone der Peiner Innenstadt (gekennzeichnet durch die Verkehrszeichen „Beginn/Ende der Fußgängerzone“) in der Zeit von 10 bis 19 Uhr; auf dem Gelände des Peiner Bahnhofs und dem Gelände des Peiner Busbahnhofs (gilt für Reisende mit Bus und Bahn und auch für Personen, die diese Bereiche lediglich passieren) in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr); auf dem Gelände der jeweiligen Wochenmärkte während der Marktöffnungszeiten (gilt auch für Passanten ohne Kaufabsichten, die das Marktgelände lediglich passieren).

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- und Kundenverkehrs zugänglich sind, wird ausgeweitet: Wer bei Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in geschlossenen Räumen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu einer anderen Person nicht oder nicht durchgehend einhalten kann, ist zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Diese Pflicht gilt insbesondere für Verkehrswege, Flure, Treppen und Treppenhäuser, Wartebereiche, Gemeinschafts- und Sozialräume, Toiletten und vergleichbare Räumlichkeiten.

Bürgertelefon für Corona-Fragen

Das Bürgertelefon für Corona-Fragen der Peiner Landkreisverwaltung ist unter einer zentralen Nummer zu erreichen: (05171) 401-9000. Die Erreichbarkeit in der Woche und am Wochenende: Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr; sonntags ist das Telefon nicht mehr besetzt.

Corona-Testzentrum in Peine ist montags bis freitags geöffnet

Das Corona-Testzentrum des Kreis-Gesundheitsamtes im Unternehmenspark II der Stadt Peine an der woltorfer Straße hat montags bis freitags jeweils von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Termine für Tests sind unter der Telefonnummer (05171) 401-7051 zu vereinbaren. Der Landkreis macht darauf aufmerksam, dass niemand das Corona-Testzentrum ohne Termin aufsuchen sollte. Potenziell erkrankte Bürger müssen sich zunächst telefonisch an ihren jeweiligen Hausarzt wenden. Der Arzt entscheidet dann, ob der Betroffene an das Testzentrum überwiesen wird. Außerhalb der Praxiszeiten der Hausärzte wenden sich Bürger an den Kassenärztlichen Notdienst im Klinikum Peine unter der Telefonnummer: 116 117.

Corona – Hier gibt es weitere Hilfe und spezielle Beratung

Beratung für Heimleitungen: Senioren- und Pflegestützpunkt in Peine, Altenhilfeplanerin Anke Bode, (05171) 401- 9106, E-Mail-Adresse: a.bode@landkreis-peine.de

Hinweise für Senioren und Pflegende: telefonische Beratung des Senioren- und Pflegestützpunktes unter (05171) 401-9100, Montag 8.30-16 Uhr, Mittwoch 8.30-12 Uhr, Donnerstag 8.30-18 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfe für Menschen in Krisen und Angehörige und Freunde: Krisenhilfe Peine, (05171) 401-8899, Freitag 15-21 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags 13-21 Uhr.

Beratung bei Verdacht der Kindeswohlgefährdung: Erstkontaktstelle Jugendamt, (05171) 401-2345, Montag und Dienstag 8.30-12.30 Uhr, Donnerstag 13 -17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; außerhalb der Sprechzeiten über die Polizei Peine erreichbar; www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Kinder-Jugend-und-Familie

Erziehungs-, Jugendberatung, Beratung für getrennte Familien: Beratungsstelle des Landkreises Peine für Eltern, Kinder und Jugendliche: (05171) 401-2333, Montag bis Freitag 9-12 Uhr, Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr; per Mail: erziehungsberatung@landkreis-peine.de

Beratung für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 6 Jahren: Fachstelle Frühe Hilfen des Landkreises, (05171) 401-2242, Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 13-16 Uhr.

Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen: Sozialer Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises, (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30- bis 15 Uhr, Donnerstag 8:30 bis 17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr; Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreis-Gesundheitsamts: (05171) 401-7103, Montag und Dienstag 8.30-15 Uhr, Donnerstag 8.30-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Hilfen der öffentlichen Hand für Erwachsene und Familien: Kreis-Sozialamt, (05171) 401-2121, Montag 8.30-12:30 Uhr, Dienstag ebenso und 14-16 Uhr, Donnerstag ebenso und 14-17 Uhr, Freitag 8.30-12 Uhr.

Beratung für Unternehmen und Selbstständige: Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito), (05172) 9492600, (0151) 11453907, Montag bis Freitag 9-18.

Ideen für Familien: Spiel-Ideen vom Lokalen Bündnis für Familien, (05171) 401-30061oder -62.

Peiner Hotline für die freiwillige Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App (Download im App-Store und Play-Store) soll bei der Feststellung von Kontakten zu infizierten Personen helfen. In Peine werben Landrat Franz Einhaus und die Gemeinde-Bürgermeister für die App: „Je mehr Menschen in unserem Kreis die Warn-App nutzen, desto besser wirkt sie.“ Die Nutzung ist freiwillig. Wer über seine Corona-Warn-App benachrichtigt wird, dass er Kontakt zu einem positiv Getesteten hatte, kann die Hotline des Gesundheitsamt des Landkreises Peine anwählen: (05171) 401-7020.

Technische Fragen: Hotline der Corona-Warn-App (kostenlos): (0800) 7540001.

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