Corona

So bekommen Sie den digitalen Impfnachweis in der Apotheke

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Digitaler Impfpass: Spahn bittet um Geduld

Digitaler Impfpass: Spahn bittet um Geduld

Der neue digitale Impfpass ist jetzt als App verfügbar und wird Schritt für Schritt bis Ende für alle zugänglich gemacht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bat die Bürgerinnen und Bürger um Geduld.

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Berlin.  Ab Montag ist der digitale Impfnachweis in Deutschland verfügbar. Doch wie kommt man an das Dokument? Apotheken können weiterhelfen.

  • Lange wurde um ihn gerungen, nun wird der digitale Impfnachweis in Deutschland eingeführt
  • Viele Menschen fragen sich nun: Wir komme ich an das Dokument?
  • Eine mögliche Anlaufstelle sind Apotheken

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann sich ab Montag seinen Impfnachweis digital ausstellen lassen. Bereits Geimpfte können sich das dafür nötige Dokument ab 14. Juni in vielen Apotheke besorgen. Das betrifft laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell rund 20 Millionen Menschen in Deutschland, die schon ihre Zweitimpfung erhalten haben.

Grundsätzlich können sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) alle Menschen mit Anspruch auf eine Impfung den Nachweis zusätzlich zum analogen Impfnachweis ausstellen lassen. Damit der Nachweis auf dem Smartphone sicher hinterlegt werden kann, wird ein Barcode erstellt, den die Geimpften direkt abscannen können oder auf einem Papierausdruck mitbekommen und später einscannen können.

Apotheken-Suche für Impfnachweis – Website hilft

Nicht alle, aber viele Apotheken sollen vom Montag an diese Impfnachweise mit QR-Code ausstellen. Welche es am eigenen Wohnort ist, zeigt ab Wochenbeginn das Online-Portal mein-apothekenmanager.de. Bis dahin lassen sich über das Portal nur Apotheken orten, die Schnelltests durchführen. Ein Blick auf die Website erspart im Zweifel eine vergebliche Tour zur nächsten Apotheke. Die für die Erstellung notwendige Technik wird nämlich erst nach und nach ausgerollt.

Der Deutsche Apothekerverband rechnet damit, dass am Montag zunächst eine begrenzte Anzahl an Apotheken dabei ist. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt“, sagt der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Thomas Dittrich.

Für die Geimpften ist die Ausstellung des Impfnachweises kostenlos. Ganz kostenlos ist das System aber nicht: Die Apotheken rechnen den Nachweis mit dem öffentlichen Gesundheitssystem ab – die Vergütung beträgt laut Angaben von Budnesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 18 Euro pro Zertifikat.

Wer sich die Impfung erst nachträglich nachweisen lässt, braucht dafür:

  • Impfbescheinigung oder Impfpass
  • und einen amtlichen Lichtbildausweis.

Nach einer Prüfung der Dokumente in der Apotheke wird der Nachweis dann erstellt. Der darauf angegebene Code kann dann sowohl mit der Corona-Warn-App als auch mit der neuen App CovPass gescannt werden. Dadurch wird der Impfnachweis lokal auf dem Telefon gespeichert. Mehr dazu: Update der Corona-Warn-App: So lädt man Impfnachweis hoch

Digitaler Impfnachweis in Zukunft auch in Arztpraxen und Impfzentren erhältlich

Laut Spahn soll es noch zwei weitere Anlaufstellen geben, wo sich Bürgerinnen und Bürger den digitalen Impfnachweis besorgen können. Sie können sich auch an das Impfzentrum oder die Arztpraxis wenden, wo sie die Zweitimpfung erhalten haben. Außerdem werden die Impfzentren den bereits Geimpften einen Code zuschicken, mit dem dann auf dem Handy der Digital-Pass heruntergeladen werden kann. Der Versand der Codes soll laut Spahn in diesen Tagen beginnen – sofern den Zentren die Adressen der Geimpften vorliegen.

Spahn appellierte bei der Vorstellung des Impfnachweises am Donnerstag allerdings an die Geduld der Menschen: „Bitte gehen Sie nicht alle gleichzeitig am Montag in die Arztpraxen und Apotheken“, sagte er. Wer den Nachweis nicht dringend brauche, solle noch etwas warten.

(bml mit dpa)

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